
Die Prämisse, dass sich Dragon Ball Super direkt an die Ereignisse von „Dragon Ball Z“ anschließt, stimmt leider nicht so ganz. Denn während der Ursprungsmanga von Akira Toriyama nach einem Zeitsprung von zehn Jahren endete, setzt Dragon Ball Super genau in dieser Zeitlücke ein und präsentiert die Handlung nach dem Sieg über den Dämonen Majin Buu.
The boys are back in town
In einem stimmungsanheizenden Intro sehen wir dabei nicht nur die uns bereits bekannten Z-Kämpfer sowie den heiligen Drachen Shenlong, sondern auch den Zerstörungsgott Beerus, der zwar bereits aus dem Film „Dragon Ball Z: Battle of Gods“ bekannt ist, hier jedoch noch die Handlung des Filmes vor sich hat. Daneben wird ein weiterer Charakter gezeigt, der anscheinend mit Beerus das Gegnerduo von Son Goku (Masako Nozawa) und Vegeta bilden wird.
Doch zurück zur Handlung von Who Will the 100 Million Zenny Peace Reward Go To ?: Währen Son Goku es sich anscheinend verzeihen kann, Majin Buu nur mit der Hilfe von Vegeta und Co. aus dem Weg geräumt zu haben, bleibt ihm leider nicht wirklich viel Trainingszeit, um dieses Defizit auszugleichen, da er sich für seine Ehefrau Chichi um die finanzielle Zukunft seiner Familie kümmern muss und sich deshalb auf einem Traktor durch das unbestellte Land bewegt.

Derweil sehen wir, wie der ägyptisch angehauchte Zerstörungsgott sich gelangweilt um die Destruktion sämtlicher Planeten kümmert. So dürfen die anscheinend kulinarisch versierten Bewohner probieren, ihn durch ihre Speisen von diesem vorhaben abzuhalten, was jedoch leider scheitert. Stattdessen gibt er sich gnädig und lässt zumindest die halbe Kugel stehen.
In ein paar weiteren Nebenplots, die uns vor allem mit etwas Fanservice zufriedenstellen sollen, sehen wir, wie Gohan und Videl sich um ihre Bildung und ihre bevorstehende Hochzeit kümmern, für welche Trunks und Goten zudem ein kleines Präsent besorgen, was leider den größten Teil der Handlung einnimmt. Nebenbei wird Mr. Satan noch als Retter der Welt mit 100 Millionen Zen prämiert, die er jedoch aus Dankbarkeit an Son Goku übergibt, wodurch dieser sich schließlich seinem Training bei Meister Kaio widmen kann.
Dragon-Ball-Manga und Dragon-Ball-Anime
Im Vergleich zu dem begleitenden Manga aus der Hand des Mangakünstlers Toyotarô fallen bereits ein paar Unterschiede auf. So wurden die Außerirdischen, die um Beerus' Symphatie kämpfen nicht nur vom Charakterdesign komplett verschieden angelegt, auch ihre Beziehung zu dem Dämonengott variiert stark. Während die insektenartigen Wesen nämlich im Manga versuchen, Beerus zu vergiften, werden die schweineartigen Köche wesentlich höriger dargestellt.
Während Gokus kurzer Kampfszene zu Beginn der Episode bekommen wir seine imaginierten, ehemaligen Gegner serviert, was zum Glück im Anime nicht gemacht wurde. Auch sieht er als Grund für sein Training im Manga bereits eine potentielle, zukünftige Bedrohung herannahen, während dies im Anime eher als Aufarbeitung der Vergangenheit dient.

Der jedoch wohl größte Unterschied und die zugleich auch größte Schwachstelle sind die Fillerplots um Goten, Trunks, Gohan und Videl, die sicherlich vor allem das junge Publikum ansprechen sollen, jedoch etwas zu banal, gewollt und mit zu penetranter Musik unterlegt daherkommen. Während der Manga sich vor allem um die Charakteretablierung von Beerus und der aktuellen Situation Gokus dreht, bringt der Anime durch seine fillerartigen Extraplots leider etwas zu viel Länge in die Geschichte. Ein Problem, mit dem sich schon „Dragon Ball Z“ auseinandersetzen musste. Es bleibt zu hoffen, dass die Handlung von „DBS“ sich nicht ebenso in die Länge zieht.