Hohlbeins - Der Greif Staffel 1 Episodenguide: Alle Folgen im Überblick!

Hohlbeins - Der Greif Staffel 1

Hohlbeins - Der Greif Staffel 1 Episodenguide

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Das passiert

Der sechszehnjährige Mark Zimmermann (Jeremias Meyer) lebt nach dem Selbstmord seines Vaters und dem Verschwinden seines Bruders Thomas (Theo Krebs) 1994 mit seiner Mutter (Sabine Timoteo) in Krefelden. In der Schule gilt der Jugendliche wegen seiner unkontrollierten Wutausbrüche als Freak, und die Tatsache, dass er an eine fantastische Welt glaubt, in der das Böse in Form des Greifen regiert, macht die Sache auch nicht einfacher für ihn.

Marks einziges Bindeglied zur Realität sind seine Freundin Becky (Lea Drinda) und sein bester Freund Memo (Zoran Pingel). Doch auch sie glauben ihm nicht, dass es eine Parallelwelt gibt, die durch ein Tor in einer alten Kirche erreichbar ist, bis die Teenager plötzlich in das gefährlichste Abenteuer ihres Lebens stolpern.

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Zu hoch gepokert?

Nachdem Hohlbeins - Der Greif in der Presse als „High-End“-Fantasyserie angekündigt worden war, stiegen die Erwartungen an die serielle Umsetzung des gleichnamigen Wolfgang-Hohlbein-Klassikers beinahe ins Unermessliche. Wie vorauszusehen, lag die Messlatte ob dieses Marketinggags viel zu hoch, um alle Fans gleichermaßen glücklich zu machen. Dabei war es vorauszusehen, dass Vergleiche etwa mit Game of Thrones oder The Witcher schon im Ansatz hinken mussten.

Der Grund dafür liegt auf der Hand, denn Hohlbeins Fantasywerk richtete sich von jeher an ein jüngeres Zielpublikum. Entsprechend war für Kenner des Romans von vornherein klar, dass Hohlbeins - Der Greif sich thematisch eher in Richtung Coming-of-Age und Young-Adult orientieren würde, zumal die Serienmacher dies auch in Interviews betonten (lest dazu auch unser Interview mit den Machern der Show).

Zu brav?

Szenenfoto aus der Fantasyserie „Der Greif“
Szenenfoto aus der Fantasyserie „Der Greif“ - © Prime Video

Als gute Idee der Showrunner erwies sich von vornherein, die Hauptfigur Mark ein paar Jahre älter zu machen, als im Original, so ließ sich das Altersspektrum des Publikums erhöhen. Dennoch mögen einige Zuschauende nach Sichtung der ersten zwei Episoden das Gefühl nicht loswerden, wieder einmal eine typisch deutsche hausbackene Inszenierung zu erleben, die sich abgesehen von ein paar Liebesschwüren unter Teenies und bedeutungsschwangeren Andeutungen nichts traut. Wer allerdings dranbleibt, könnte die ein oder andere positive Überraschung erleben.

Das beginnt schon mit den unverkennbaren Anleihen an die „gute alte Zeit“ gewisser Spielberg-Filme der 80er und 90er Jahre. Entsprechend detailgetreu und liebevoll ist das Design der Szenen im fiktiven Krefelden umgesetzt. Da radeln die Protagonistinnen und Protagonisten mit Kopfhörer und Walkman in der Tasche zur Schule, man hört Hip-Hop und Grunge und trägt weite Jeans im typisch nachgemachten Look der Zeit, wie sie in den Musikvideos auf MTV up to date waren. Im Zusammenspiel mit in die Dialoge eingestreuten zeittypischen Phrasen („easy-peasy“) und originalen Nachrichtenfetzen entsteht so ein recht authentischer Look.

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Szenenfoto aus der Fantasyserie „Der Greif“
Szenenfoto aus der Fantasyserie „Der Greif“ - © Prime Video

Dem steht die Welt des Greifen gegenüber, die vornehmlich in der zweiten Staffelhälfte immer wichtiger wird. Sicherlich sind nicht alle Spezialeffekte auf dem höchstmöglichen Niveau, dafür fehlte aller Wahrscheinlichkeit nach schlichtweg das Geld. Doch schlecht sieht Hohlbeins - Der Greif deswegen mitnichten aus.

Im Gegenteil: Vor allem die digitalen Mattepaintings wissen zu überzeugen, die kombiniert mit einer interessanten und kontrastreichen Farbgebung sowie einem ansprechenden Setdesign die Parallelwelt des geflügelten Riesenwesens zum Leben erwecken. Gerade aus deutschen Landen, aber auch aus den USA hat man da schon wesentlich Schlechteres gesehen. High End ist dennoch im Sinne der oben erwähnten Megaerfolge sicherlich zu hoch gegriffen, bezogen auf den bisher immer noch spärlich ausgestatteten deutschen Film-Fantastiksektor, spielt die Serie aber fraglos oben mit.

Coming-of-Age-Elemente

Szenenfoto aus der Fantasyserie „Der Greif“
Szenenfoto aus der Fantasyserie „Der Greif“ - © Prime Video

Musik und Look passen also, wie wir oben feststellten, wie sieht es aber mit dem Storytelling aus? Wie bereits erwähnt, wendet sich Hohlbeins - Der Greif eher einem jugendlichen Publikum zu. Das macht sich natürlich in erster Linie am Alter der Protagonisten bemerkbar, aber auch an typischen Coming-of-Age-Versatzstücken, die sich vornehmlich durch die ersten drei Folgen ziehen. Die Chemie zwischen den drei Hauptfiguren Mark, Becky und Memo stimmt, vor allem die von Lea Dindra einfühlsam gespielte Becky überzeugt auf ganzer Linie. Nicht ganz so überzeugend gerät hingegen das Spiel von Zoran Pingel, dem es in den ersten Episoden sichtlich an Routine fehlt. So fühlt sich manch eigentlich gut geschriebener Dialog bisweilen dann doch ein wenig hölzern vorgetragen an.

Das ändert sich aber ab der dritten Folge. Pingel findet sich immer mehr in seine Rolle ein. In der realen Welt ist seine Figur gehandicapt und fühlt sich von ihrem Vater auf das Abstellgleis geschoben. In der Sphäre des Schwarzen Turms ticken hingegen nicht nur die Uhren anders, auch etwaige Gebrechen spielen keinerlei Rolle. So wächst Memo an seinen Aufgaben und wird zum unverzichtbaren Sidekick und selbst zum Helden. Jeder Mensch kann seine Träume verwirklichen und zu etwas Besonderen werden, so die unmissverständliche Botschaft. In diesen Momenten offenbart die Geschichte auf der Metaerzählebene eine große Stärke, die sich durch das Erleben so ziemlich jedes Teeangers zieht, dem wir in der Debüt-Season begegnen.

Es wird düster

Szenenfoto aus der Fantasyserie „Der Greif“
Szenenfoto aus der Fantasyserie „Der Greif“ - © Prime Video

Was in den ersten drei Folgen vielleicht noch recht harmlos inszeniert wirkt, passt sich im weiteren Verlauf immer stärker der düsteren Grundstimmung des Plots an. Das bedeutet auch, dass der Gewaltlevel zunimmt, ohne erfreulicherweise aber ins Plakative abzudriften. Wenn es blutig wird, dann hat dies innerhalb des Narrativs stets Sinn.

Ein großer Vorteil der Intensivierung des Dark-Looks ist, dass Yesilkaya und Marka sich damit auch von der Biederkeit des angeblich „typisch deutschen Storytellings“ verabschieden und sich einige Freiheiten erlauben, die die Show erwachsener wirken lassen, gut so. Einen großen Anteil daran tragen die fantastischen Wesen in der Welt des Dunklen Turms, von denen sich einige aber ebenso in Krefelden tummeln. Als besonders gefährlich erweisen sich zum Beispiel die fleischfressenden Nachtschrecks, die in getrockneten Pflanzen auf ihre Wiederbelebung warten und so groß wie ein mittelschwerer kreidezeitlicher Raptor werden können.

Noch schlimmer sind allerdings die Illusionisten, die im Dienst des Greifen stehen und nicht nur die Gestalt fast jeden Lebewesens annehmen können, sondern auch die Ängste und Wünsche ihrer Gegner erspüren. Als drittes großes Standbein erweisen sich die Gehörnten, die optisch eine gewisse Affinität zur den Welten Mittelerdes nicht verleugnen können und wollen. Besonders stark ist, dass die Steinwesen nicht etwa computeranimiert sind, wie es in modernen Serien immer üblicher wird, sondern Schauspielerinnen und Schauspieler in hochwertig designten Prosthetics zum Einsatz kommen.

Auf diese Weise wirken die Greif-Diener nicht nur wesentlich dynamischer, sondern punkten auch auf der Emotionsebene. Die Gehörnten dienen zwar dem Bösen, doch nicht jeder von ihnen ist eine tumbe Tötungsmaschine. Vor allem der von Paul Schröder stark gespielte Menschenjäger Yezarial ist fähig zu lieben und durchlebt im Grunde genommen dieselben Gefühle wie Mark, klasse.

Das Ende der ersten Season steuert auf einen großen Cliffhanger zu. Wir lernen den Greif in seiner ganzen Pracht kennen und erfahren, dass er einen Vernichtungsfeldzug gegen die Menschenwelt anstrebt, der allmählich Gestalt annimmt. An dieser Stelle offenbaren sich die oben vermuteten Geldnöte der Serienmacher am stärksten. Der vollständig CGI-animierte Greif sieht beileibe nicht schlecht aus, doch man sieht dem Bösewicht seinen künstlichen Charakter im Endeffekt schlicht zu sehr an, obwohl das grundsätzliche Design des Computer-Fieslings gut gelungen ist.

Fazit

Szenenfoto aus der Fantasyserie „Der Greif“
Szenenfoto aus der Fantasyserie „Der Greif“ - © Prime Video

Nein, Hohlbeins - Der Greif ist weder Game of Thrones noch The Witcher oder Lord of the Rings: The Rings of Power. Derartige Vergleiche sind auch in keiner Weise zielführend, denn der Romanadaption liegt eine andere Idee zugrunde und richtet sich an ein anderes Publikum. Behält man all dies im Hinterkopf macht die erste Staffel vieles richtig.

Das Pacing ist angemessen, das Storytelling baut den Spannungsbogen langsam aber stringent und stetig auf, der Soundtrack ist ein Fest für Fans der 90er und der Score bietet mit seinen Synth-Sounds einen gekonnten Mix aus 90er-Jahre-Retrofeeling und Dramatik (einen Glückwunsch dafür an Thomas Binar, (How to Sell Drugs Online (Fast) an dieser Stelle). Das Setdesign geht ebenfalls in Ordnung und die Maskenbildner haben vor allem bei den Gehörnten tolle Arbeit geleistet. Insgesamt bietet Hohlbeins - Der Greif damit für Fans von Young-Adult-Storys mit Fantasysetting nette Unterhaltung, vorausgesetzt, man weiß, worauf man sich einlässt. Vier von fünf Gehörnten.

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Hier abschließend noch der aktuelle Trailer zur Serie „Hohlbeins - Der Greif“, die nun beim Streamingdienst Amazon Prime Video zu sehen ist:

«Hohlbeins - Der Greif» Trailer

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