Dark Matter 2x01

Dark Matter meldet sich mit der Episode Welcome to Your New Home zurück. Gespalten durch die jüngsten Ereignisse, findet sich ein Teil der Crew im Hochsicherheitsgefängnis wieder, während die anderen ebenfalls vor einer unsicheren Zukunft stehen. Jeder versucht auf seine Weise, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen und zumindest bei Two (Melissa O'Neil), Three (Anthony Lemke) und Four (Alex Mallari Jr.) formieren sich erste Pläne, ihre Karten zu verbessern.
Justice left the building a long time ago
In der Strafanstalt unternehmen sie erste Versuche, ihre Umgebung zu erkunden und sich den neuen Umständen anzupassen. Es dauert nicht lange, da verursachen sie bereits zum ersten Mal Ärger und Chaos, was Three einen Trip auf die Krankenstation und Two zwei Tage Einzelhaft einbringt.
Dort findet sie eine erste potentielle Verbündete in Mitinsassin Nyx Harper (Melanie Liburd), die mit den Gegebenheiten im Gefängnis bereits vertraut ist. Four unterzieht die Sicherheitsvorkehrungen derweil einem ersten Stresstest und erhält zudem eine Einladung von einem der privilegierten Häftlinge, der ihn davor warnt, die Ordnung der Dinge durcheinanderzubringen und Schwierigkeiten zu verursachen.
Six (Roger Cross) versucht, sich von seinen Gewissensbissen loszusagen, doch er erfährt durch die Hilfe von Five (Jodelle Ferland) Neuigkeiten über die Galactic Authority, welche seine Sichtweise nicht unerheblich beeinflussen könnten.
One (Marc Bendavid) kann sich aufgrund seiner wahren Identität als reicher Industrieller den möglicherweise korrupten Mühlen des Gesetzes entziehen und beginnt, neue Ermittlungen im Mordfall an seine Frau zu unternehmen. Als er weitere Zweifel an der Schuld von Marcus Boone (Three) anmeldet, werden ihm Steine in den Weg gelegt und Zeugen beseitigt, die seinen aufkeimenden Verdacht bestätigen können. Doch dies gerät in den Hintergrund, als Jace Corso in seinem Apartment auftaucht und ihn offenbar erschießt.
Long time, no see
Der nicht unerhebliche Cliffhanger aus dem letzten Staffelfinale ließ die Zuschauer mit der großen Enthüllung des Verräters zurück: Six, dessen wahre Identität sich als Offizier Kal Varrik im Dienste der Galactic Authority entpuppte. Er lieferte die Crew der Raza an seinen Arbeitgeber im Namen der Gerechtigkeit aus.
Bereits in Welcome to Your New Home scheinen ihm durch die Hilfe von Five (Jodelle Ferland) allerdings bereits erste Zweifel am System zu kommen und durch die emotionale Bindung an die Crew der Raza scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis er sie unterstützen wird. Ob diese ihn jedoch mit offenen Armen empfangen, ist natürlich eine ganz andere Frage. Emily Kolburn, so Fives richtiger Name, könnte sehr wahrscheinlich schon sehr bald seine Hilfe gebrauchen, denn die Einmischung von Chief Inspector Shaddick (Franka Potente) verheißt nichts Gutes für das jüngste Crewmitglied der Raza.

Der Handlungsstrang um die Androidin (Zoie Palmer) wurde nur sehr kurz angeschnitten und muss sicherlich noch ausgebaut werden, um relevant zu werden. Er hätte noch ein wenig mehr Zeit verdient gehabt, um wirklich auf dem Radar des Zuschauers registriert zu werden.
Die Geschehnisse im Gefängnis bergen momentan eindeutig das größte Spannungspotential und wurden bisher am gelungensten aufgebaut. Mit seinem kalkulierten und cleveren Vorgehen scheint Four sich von Prison Break-Profiausbrecher Michael Scofield (Wentworth Miller) eine Scheibe abgeschnitten zu haben. Es macht Spaß, mit anzusehen, wie er und seine Freunde ihre Situation analysieren und die Mechanismen für einen baldigen Ausbruch in Gang setzen. In diesen Momenten fühlt es sich bereits an, als ob man die Crewmitglieder trotz aller Mysterien schon lange kennt und den anderen Insassen vor den Konfrontationen in Gedanken bereits empfiehlt, sich besser nicht mit ihnen anzulegen.
Einzig der Einbau der Holokonstruktion in Einzelhaft kreiert ein gewisses Logikloch zugunsten des Plots. Solch eine Einrichtung hebt den psychischen Druck einer Einzelzelle eigentlich vollkommen auf und dürfte zudem doch sicherlich auch überwacht sein, weshalb geheime Gespräche dort eigentlich keine gute Idee sein dürften.
One (Marc Bendavid) wird schnell klar, dass der CEO seines Vaters beim Mord an seiner Frau die Finger mit im Spiel gehabt haben muss. Vielleicht ist es ebendieser, der Jace Corso anheuerte oder den entscheidenden Tipp gab, wo Derrick Moss finden konnte. Die Episode endet somit mit einem schallgedämpften Knall, doch sollten wir vielleicht noch nicht für bare Münze nehmen, was wir glauben, gesehen zu haben. Schließlich existieren Techniken wie Transportklone - und die Erwähnung eines Gesichtschirurgen zuvor könnten Hinweise und Hoffnung darauf geben, dass One vielleicht noch unter den Lebenden weilt...
Sci-Fi-Veteranin Amanda Tapping führte Regie bei der Episode, die insgesamt Lust auf mehr macht. Noch kann man auf den ersten Eindruck hin nicht genau sagen, ob in dieser Staffel ein größeres Budget für die Serie zur Verfügung stand. Verdient hätte sie es jedenfalls durchaus.
Fazit
Dark Matter überbrückt ein mögliches Sommerloch mit einem gelungenen Staffelstart, bei dem Fragen geklärt, aber gleichzeitig auch wieder einige Mysterien aufgebaut werden. Je vertrauter die Crew wirkt, desto mehr Spaß macht es, sie wieder in Aktion zu erleben. Wer sich bisher mit dem Stil der Serie anfreunden konnte, der bekommt mit diesem Auftakt genügend Gründe, weiterhin dranzubleiben.
Der Trailer zur nächsten Episode der Serie „Dark Matter“, „Kill Them All“ (2x02):
Verfasser: Tim Krüger am Montag, 4. Juli 2016Dark Matter 2x01 Trailer
(Dark Matter 2x01)
Schauspieler in der Episode Dark Matter 2x01
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