Cursed: Review der Pilotepisode

© zenenepisode aus der Pilotepisode von Cursed (c) Netflix
Die Netflix-Serie Cursed ist eine Neuinterpretation der Artussage, die auf dem gleichnamigen Roman von Frank Miller und Tom Wheeler basiert. Dabei nimmt die Fantasyserie eine neue Perspektive ein, indem wir nicht Artus, sondern eine Hexe namens Nimue (gespielt von 13 Reasons Why-Star Katherine Langford) bei ihrer abenteuerlichen Reise mit Excalibur begleiten.
Das passiert in der Pilotepisode von Cursed
Nimue gehört zum Volk der Fey, die zum Teil magische Kräfte besitzen. Ihre Mutter ist die Stammesführerin, die sich auch mit magischen Kräften auskennt. Im Dorf wird Nimue aufgrund ihrer außerordentlichen magischen Kräfte gefürchtet und als Hexe bezeichnet. Es wird auch behauptet, dass ihr Vater sie und das Dorf verlassen hätte, weil er Angst vor ihr und ihren Kräften hatte. Als sie von höheren Mächten auserwählt wird, um die Beschwörerin zu werden, ist niemand mit dieser Entscheidung glücklich, geschweige denn zufrieden. Auch Nimue will diese scheinbar bedeutende Aufgabe nicht übernehmen und bezeichnet sie als Fluch. Zusammen mit ihrer besten Freundin Pym (Lily Newmark) begibt sie sich zu einem Ort, der am Hafen liegt, um von zu Hause zu fliehen.
Als ihr das nicht gelingt, lernt sie den Sänger und Ritter Arthur (Devon Terrell) kennen, der gleich sein Interesse an ihr bekundet. Da sie generell nicht Nein zu einer guten Portion Ärger sagen zu können scheint, willigt sie ein, in einem Wettspiel gegen einen anderen Ritter anzutreten, der misstrauenerweckend und nicht guter Dinge wirkt... Um gegen ihn zu gewinnen, setzt sie ihre magischen Kräfte ein. Als er das bemerkt, müssen sie und Pym vor den Rittern fliehen. Da Arthur sichergehen möchte, dass es ihnen gutgeht, verfolgt er sie.
Abends springen die Funken des Lagerfeuers auf Arthur und Nimue über. Zwischen den beiden sprüht es nur so vor Anziehungskraft. Dabei geht es aber auch anderweitig ganz schön feurig zwischen ihnen her, denn sie kämpfen mit Schwertern gegeneinander. So bringt er ihr die ersten Tricks bei, die ihr später behilflich sein sollen. Zu einem Kuss kann es zwischen den beiden aber nicht kommen, da sie eine Vision bekommt...
Der berühmt(-berüchtigte) Zauberer Merlin (Gustaf Skarsgård) hat auch Visionen, die die Zukunft des Königreichs angehen. Dort wird er zwar vom König angestellt, um für den benötigten Regen zu sorgen, doch er genießt keinen besonders guten Ruf. Daher nehmen viele an, dass er seine Kräfte verloren hat, weil es ihm nicht gelingen mag, Regen zu verursachen. Dennoch gilt er immer noch als der mächtigste Magier, was ihm noch den nötigen Respekt einbringt.
Durch bestimmte Zeichen - ein dreiköpfiges Baby, acht tote Tauben... - wird er darauf aufmerksam, dass dem Königreich Unheil bevorsteht. Als es dann kein Wasser, sondern Blut regnet, ist auch dem Letzten klar, dass hier etwas ganz gewaltig falsch läuft...
Nimue kehrt just dann zu ihrem Dorf zurück, als dieses gerade von den skrupellosen Paladinen in roten Mänteln angegriffen wird, die schon seit einiger Zeit Dörfer mit übermächtigen Bewohnern abschlachten. Sie haben die Mission, das Königreich von solchen Wesen zu befreien und lassen dabei keinerlei Gnade walten. Dabei gibt es einen Mann (Daniel Sharman), der durch seine schwarze Bekleidung und machtvolle Erscheinung aus der Menge hervorsticht. Dieser strahlt eine Unheimlichkeit und etwas Mystisches aus, durch die man gespannt sein darf, was hinter diesem Schleier des Mystischen steckt...
Nimue gelingt es, im Tempel ihre Mutter ausfindig zu machen. Diese ist bereits schwer verletzt und hat nur einen Wunsch: Sie möchte, dass ihre Tochter ihren Auftrag erfüllt und ein Schwert - Excalibur - zu Merlin bringt. Dieser erwartet schon die Ankunft des Schwerts. So lodert eine Art Brandmahl an seinem Körper auf, das die Form des Schwerts besitzt. Auf den Wunsch ihrer Mutter flieht sie mit dem Schwert und lässt diese zum Sterben zurück. Als aggressive Wölfe sie angreifen, muss sie zum ersten Mal Gebrauch von Excalibur machen. Dass dabei für einen kurzen Moment das Schwert in einem großen Stein feststeckt, ist eine charmante Anspielung auf die Erfüllung der Sage, die kurz bevorsteht...
So kommt die Pilotfolge von Cursed rüber
Cursed basiert auf dem gleichnamigen Fantasyroman von Frank Miller und Tom Wheeler. Dabei greift die Erzählung die Artussage auf und interpretiert diese neu. So wird die Sage aus einem anderen Blickwinkel erzählt, was der Geschichte etwas erfrischend Unverbrauchtes gibt. Dennoch erinnert sie bei der Grunderzählung und in ihren Grundelementen stark an das Altebekannte. So tauchen Hexen, Zauberer, Schwerter, Ritter, ein mysteriöser Blutregen, Feen, Elfen und magische Wesen auf. Aus dem Grund musste ich an die Serie Merlin denken, in welcher der Fokus und der Erzählstil (eher lustig und nicht so dramatisch) natürlich ein ganz anderer war. Somit ist „Cursed“ für jeden etwas, der auf dieses Mystische und Fantastische rund um die Legende von Excalibur, Merlin und Arthur steht, die Erzählung aber gerne mal aus einer anderen Perspektive angehen würde.
Vor allem die farbenprächtige Inszenierung führt dazu, dass wir in eine andere Welt reisen. Hier kommt das Mystische wunderbar rüber. Abgesehen davon finde ich es erfrischend, gerade in diesem mystischen Themenbereich eine weibliche Heldin zu sehen. Das ist mal was anderes und könnte auch Frauen für ein vielleicht eher von Männern geprägtes Feld interessieren. Dabei stellt die Pilotepisode die Geburt der Heldin dar, die sich ihrem bedeutenden Schicksal stellen muss und von ihrer toten Mutter einen bedeutenden Auftrag bekommt, der eine gefährliche und abenteuerliche Reise verspricht. Bereits im letzten Abschnitt des Piloten können wir einen Blick auf die Action werfen, die uns in den kommenden Folgen erwartet. Dabei scheut Netflix nicht vor dem Einsatz von Litern Blut zurück, so dass die Serie wohl nicht so harmlos bleiben wird, wie es zunächst den Anschein hat.

Einige bekannte Seriendarsteller sind bei der Fantasyserie von Netflix mit an Bord: Floki von Vikings, der einen ungefähr genauso mystischen Charme besitzt - also Gustaf Skarsgård) -, Isaac (Daniel Sharman) von Teen Wolf, wie bereits erwähnt Hannah (Langford) von 13 Reasons Why und viele mehr... Auch Devon Terrell ist kein unbekanntes Gesicht für Netflix. So hatte er 2016 die titelgebende Hauptrolle in Barry übernommen - eine Biografie über das frühe Leben von Barack Obama. Ich möchte außerdem noch anmerken, dass ich die Charaktere generell äußerst gut besetzt finde. So bin ich der Überzeugung, dass Gustaf Skarsgård die Rolle des Merlin perfekt verkörpern wird und auch Katherine Langford traue ich die Heldenrolle durchaus zu.
Fazit
Die Pilotepisode legt die Wogen für die kommende Staffel. Dabei werden die wichtigsten Akteure vorgestellt: Arthur, Merlin, Nimue, Pym und der König. Die Heldin, die Helfer der Heldin, ihr Mentor, ihr Begleiter und ihre Gegner werden also etabliert. Wie so oft fühlt sich diese Episode wie ein Prolog an. Dabei macht sie aber einen außerordentlich guten Job, so dass man gut in die Story reinfindet und sich nicht langweilt. Insgesamt hinterlässt „Cursed“ in der Pilotfolge also einen vielversprechenden Eindruck.
Die Romanverfilmung kann außerdem, meiner Meinung nach, gut in den zehn circa einstündigen Episoden realisiert werden. Ihr wird dabei nämlich genügend, aber auch nicht zu viel Raum zur Entfaltung gegeben.
Nimue begibt sich also auf ihre Heldenreise. Ich werde sie dabei begleiten. Ihr auch?
Hier abschließend noch der aktuelle Trailer zur neuen Netflix-Serie „Cursed“:
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