CSI: New York 7x01

CSI: New York 7x01

Kann Danny seine Familie retten - und wird das CSI-Labor zum normalen Alltag zurückkehren können? Aber was ist ein normaler Alltag? Serienjunkies.de-Redakteur Vladislav Tinchev hört Empire State of Mind in einem leeren Büroraum.

Mac und die Neue / © CBS
Mac und die Neue / © CBS

In letzter Zeit pflegt das CSI-Franchise im Finale einer Staffel gern einmal das Leben eines Teammitglieds aufs Spiel zu setzen. CSI: New York macht da keine Ausnahme: Im Frühling verließen wir New York, als der Serienmörder Shane Casey der Familie Messer einen unerwarteten Besuch machte und drohte, Dannys und Lindsays (Anna Belknap) Tochter Lucy zu töten. Wir kehren genau in dem Moment zur Szene zurück, als Lindsay ihre Waffe auf Casey richtet und Sekunden später den tödlichen Schuss abfeuert. Diesmal ist Casey endgültig tot, Lucy gerettet - und Lindsay von der ganzen Geschichte schwer traumatisiert.

Danach macht die Erzählung einen fünfmonatigen Zeitsprung. Lindsay wird zwar für ihre Dienste ausgezeichnet, aber immer noch quälen sie Alpträume. Was diese Episode gut macht, ist die Ablenkung vom Danny-Lindsay-Plot in Gestalt der neuen Mitarbeiterin im Labor. Die Einführung von Jo Danville (Sela Ward), der Ex-FBI-Agentin, gefiel mir persönlich sehr gut.

Natürlich kann niemand Stella Bonasera (Melina Kanakaredes) ersetzen. Im Laufe der Episode erfahren wir auf subtile Art und Weise, was mit Stella passiert ist. Aber wenn sie schon gehen musste, haben die Produzenten mit dem Neuzugang sicher eine gute Wahl getroffen. Klar: nach nur einer Episode ist das schwer zu sagen - doch Jo Danvilles Einführung stimmt, bis vielleicht auf die etwas gezwungen wirkende Humorszene zwischen ihr und Adam. Als erstes wird Danville nicht von ihren Kollegen, sondern vom Job selbst willkommen geheißen: Als sie die Laborräume betritt, ist niemand da. Die Räume sind menschenleer.

Nun - nicht ganz: Zuerst wird Danville am Ende des Laborkorridors gezeigt. Das Bild hat enorme Tiefe. Links und rechts erglänzen die sterilen Oberflächen des Labors in unterschiedlichen Farben. So steril sind sie nicht: Ein blutiger Fleck stört den Glanz des Bildes. Mitten im CSI-Labor befindet sich eine Leiche.

The 34th Floor ist eine solide ausgeführte CSI-Episode, die im Vergleich zu der vorherigen sechsten Staffel, die mehrere Leerlaufstrecken aufwies, irgendwie erfrischend wirkt - und gut unterhält. Sela Ward fügt sich gut ein; man darf gespannt sein, welche Geschichten sich die Autoren überlegt haben - nicht nur für die Fälle der Woche, sondern auch für die Figuren.

Zum Abschluss der Episode bekommen wir einen Blick vom Wolkenkratzer aus auf New York und es erklingt "Empire State of Mind": Wenn das kein Liebesbeweis ist! Bleibt abzuwarten, ob CSI: New York den Fans mit der neuen Staffel einen Liebesbeweis liefert - für ihre Treue.

Verfasser: Vladislav Tinchev am Samstag, 25. September 2010
Episode
Staffel 7, Episode 1
(CSI: New York 7x01)
Deutscher Titel der Episode
Leiche im Labor
Titel der Episode im Original
The 34th Floor
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Freitag, 24. September 2010 (CBS)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 19. September 2011
Erstausstrahlung der Episode in Österreich
Montag, 19. September 2011
Autoren
John Dove, Pam Veasey
Regisseur
Duane Clark

Schauspieler in der Episode CSI: New York 7x01

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?