Castlevania Staffel 4
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Vierte Staffel
Nachdem ich vorhin die letzte Episode Castlevania gesehen habe, bin ich mit der vierten Staffel unterm Strich sehr zufrieden. It's Been a Strange Ride (der englische Titel der Folge) trifft es wohl am besten, denn meine Erwartungen wurden dabei nicht immer erfüllt (oder gar übertroffen). Einige der bekannten Figuren kommen mir zu kurz, wie beispielsweise Carmilla (Jaime Murray) oder Isaac (Adetokumboh M'Cormack), dessen Entscheidungen und Vorgehen in vorherigen Staffeln besser ausgearbeitet wurden und der sich zum Ende hin nicht mehr blickenlässt, womit seine Zukunft gewissermaßen ungewiss bleibt.
Und das Thema Zukunft ist der Dreh- und Angelpunkt der vierten Staffel. Denn aufgrund der letzten und aktuellen Ereignisse fragen sich fast alle Figuren, was die Zukunft für sie bereithält und hadern mit ihren Werdegängen. Ein Thema, welches sich durch die gesamte Serie zieht, aber hier im „Endspiel“ besonders wichtig wird. Und das gilt nicht nur für Trevor (Richard Armitage), Sypha (Alejandra Reynoso) und Alucard (James Callis), sondern für so ziemlich jede Figur der Serie, teilweise auch für die Neuzugänge dieser Staffel. Allerdings wirkt die Ausarbeitung der Ängste, Sorgen und Nöte nicht immer gut, womit die Serie im Endspurt doch etwas nachlässt. Hier und dort etwas weniger Action und mehr Konzentration auf die Motive wäre nötig gewesen, um den Abschluss perfekt zu gestalten.
Apropos Action, die kommt wie immer wuchtig und blutig daher und der letzte (Über-)Bosskampf wird mir sicher so schnell nicht aus dem Kopf gehen. Optisch hat mir allerdings Carmilla gegen Isaac am besten gefallen, deren Auseinandersetzung das (blutrote) Highlight der sechsten Episode darstellt. In Sachen Überraschungen erwarten den Zuschauer derweil ein paar gute Twists, die teilweise bereits in der ersten Episode angeteasert werden, sich aber nicht immer wittern lassen. Neuzugang Varney (Malcolm McDowell) hatte ich jedenfalls nicht auf meinem Zettel der größeren Gegner stehen, eher seinen Partner Ratko (Titus Welliver).
Forgemaster und die vampirischen Schwestern

Nachdem Carmilla in der dritten Staffel ihren großen Plan ausgearbeitet und mit der Hilfe von Lenore (Jessica Brown Findley) Hectors (Theo James) Dienste „gewinnen“ konnte, sind Striga (Ivana Milicevic) und Morana (Yasmine Al Massri) bereits dabei, den Plan in die Tat umzusetzen. Hectors (unfreiwillige) Unterstützung lässt noch etwas auf sich warten, denn dazu braucht der Forgemaster erst noch einen Hammer. Außerdem scheint Hector eigene Pläne zu haben, was sich später auszahlen soll und Lenore überraschend trifft.
Komischerweise wird sich nicht sehr ausgiebig mit den Schwestern und Hector beschäftigt, ehe Isaac seinen Auftritt in der sechsten Folge hat. Natürlich erhält jede Figur eine gute Portion Screentime - manche mehr als andere, was ich in Carmillas Fall (die zunächst kaum Auftritte hat) für sehr schade halte - und wir erhalten durchaus Einblicke in die Gedankengänge der Figuren. Aber leider wirkt so ziemlich alles wie eine rasche Abhandlung einer Nebenhandlung, denn diese Story schneidet nur leicht (wenn Varney sich kurz übers Spiegeltelefon meldet) die größere Geschichte.
Bei Isaac verläuft es ähnlich. Da feiert man eingangs noch die Diskussion mit Flyseyes (Gildart Jackson), bei der zum Vorschein kommt, dass die Night Creatures nicht bloß Kanonenfutter sind, sich durchaus und mit ein bisschen Motivation an ihr früheres Leben erinnern können, auch wenn die (aktuellen) Instinkte anders aussehen. Und dann lässt man das Thema plötzlich fallen, um später zum Showdown zwischen Carmilla und Isaac überzuleiten, der zahlreichen Geschöpfen von Isaac das Leben kostet, sie erneut zu Kanonenfutter macht. Da hätte ich mir doch etwas mehr erhofft.
Aber zurück zur Nebenhandlung und deren Auflösung. Wie oben weiter angemerkt, hätte ich mir da am Ende noch eine oder mehrere Szenen mit Isaac erhofft. Ganz einfach um zu sehen, wie es für ihn weitergehen soll. Bei Hector und Lenore wäre mir ein Happy End für beide lieber gewesen, denn da hat es doch ein bisschen geknistert und wenn es schon um zukünftige Perspektiven geht, die kontrollierende Carmilla aus dem Weg ist und Striga und Morana sich ins gemeinschaftliche Exil begeben dürfen, dann hätten Hector und Lenore in meinen Augen ebenfalls ein gemeinsames Ende verdient. Jetzt bleibt Hector allein zurück und das ist schade.
Alucard

Das Ende der dritten Staffel deutete darauf hin, dass der Sohn in die Fußstapfen des Vaters treten würde. Und tatsächlich hat er weitere Personen (oder Monster) gepfählt und als Warnung vor dem Schloss in Stellung gebracht. Aber als ihn ein Hilferuf aus einem benachbarten Dorf erreicht, kommt er nicht umhin, Hilfestellung zu leisten und Greta (Marsha Thompson) kennenzulernen.
Unsereins ist froh, dass Alucard nicht zum Bösewicht wird, sondern sein Schloss als Unterkunft für die Flüchtigen anbietet und sich somit auf seine menschliche Seite konzentriert. Denn das steht der Figur zweifelsohne besser, als sich jetzt auf dunkle Pfade zu begeben. Amüsant ist in der Hinsicht zu betrachten, dass er sich mit Trevor vergleicht, dessen Züge er zuweilen annimmt. Aber das nur am Rande, denn Alucard trifft so ziemlich immer die richtige Entscheidung und setzt sich dafür ein, das größere Übel abzuwenden und die Bewohner des Dorfes zu schützen.
Greta hilft dabei und ist ein willkommener Neuzugang, der stets zu Alucard durchdringen kann. Ich hätte mir zwar etwas mehr Hintergrund in Bezug auf ihre Person erhofft, denn da fehlt unterm Strich ein bisschen was. Aber andererseits macht sie stets einen guten Eindruck und in der Zeit und dem Setting, in welchem sich die Serie bewegt, ist es nicht so weit hergeholt, dass sie kämpferisch talentiert ist und alles für ihr Dorf und deren Bewohner unternimmt, um das nackte Überleben zu sichern.
In diesem Handlungsstrang begegnet uns auch Saint Germain (Bill Nighy) erneut, dessen Schicksal zuvor noch ungewiss war. Wir erfahren, was er in der Zwischenzeit erlebt hat und müssen mit Entsetzen feststellen, dass er mit Varney im Bunde ist. Nachvollziehbar sind seine Handlungen leider nur bedingt, denn er nimmt den Tod von zahlreichen Personen in Kauf, um seine Geliebte wiederzufinden. Hier fehlt ebenfalls mehr Einsicht in die Figur, denn Germain ändert seine Meinung erst, als es (fast) zu spät ist. Außerdem gehört er zu den Figuren, die kein Happy End erhalten, sondern nur kurz einmal darauf schauen können, was vielleicht möglich wäre. Da wäre wirklich mehr drin gewesen.
Trevor und Sypha

Dieses Duo weiß durchweg zu überzeugen. Ich könnte mir vermutlich endlos diverse Abenteuer mit den beiden anschauen und würde mich dabei nie langweilen. Insgesamt konzentrieren sich die Gespräche der beiden vielleicht zu sehr auf Trevor und dessen Verhaltensweise, aber das geht schon in Ordnung. Jedenfalls sind die beiden der Wiederbelebung Draculas (Graham McTavish) auf der Spur und finden mehrere Anhaltspunkte, die die größere Geschichte vorantreiben. Dabei treffen sie in einem uns gut bekannten Ort auf Zamfir (Toks Olagundoye) und ergründen, was aktuell passiert.
Zamfir ist dabei eine der halbgar ausgearbeiteten Figuren und von Anfang an skeptisch zu betrachten, was sich im weiteren Verlauf auch bestätigen soll. Nicht unbedingt verkehrt als Figur, die so halbwegs dem Wahnsinn verfallen ist und sich nicht mehr auf das Wesentliche konzentrieren kann, aber auf den ersten Blick eben ein guter Verbündeter mit „Ressourcen“ (die sich Trevor auch zunutze macht). Mir hätte es allerdings besser gefallen, wenn Zamfir tatsächlich weniger verblendet und mehr zielgerichteter (schützen der Bewohner an der Oberfläche) gewesen wäre. Aber nun gut, kann man machen.
Trevor und Sypha sind derweil in viele, fast endlose Kämpfe involviert, um den Tag zu retten. Steht den beiden gut, wobei auch die vereinzelten, ruhigen Momente zu überzeugen wissen. Mit Blick auf Folge neun dieser Staffel gab es eine Ungewissheit, die zum Glück in Folge zehn wieder revidiert wurde. Womit wir zum Serienende kommen, welches mir doch eine Träne abverlangt hat.
Das Ende von Castlevania?
Jetzt ein paar sehr spoilerische Worte zum Ende. Die Überraschung in Folge neun hatte mich bereits getroffen, denn Varney hatte ich als Sensenmann überhaupt nicht auf dem Schirm und der finale Bosskampf war awesome. Da hatte ich auch fest damit gerechnet, dass Trevor nicht mit dem Leben davonkommt, wurde aber widererwarten überrascht. Somit wird die letzte Folge nicht nur zu einem Epilog, der uns kurz zeigt, wie es für verschiedene Figuren weitergeht, sondern löst mal eben noch auf, dass Trevor mit seinem Leben davongekommen ist, was nach den letzten Ereignissen schon bewundernswert ist. Denn der stand schon vor dem Endkampf nicht gut dar und blutete an mehreren Stellen.
Wie gesagt, hätte ich gerne noch mehr von Isaac am Ende gesehen, aber die generelle Richtung der letzten Episode ist gut gewählt. Trevor und Sypha erhalten ein Happy End, dem sich Alucard und Greta anschließen können. Überhaupt finde ich den Gedanken, dass sich jetzt ein Dorf oder sogar eine Stadt rund ums Schloss entwickelt, sehr schön. Von anderen Figuren hätte ich mir zwar auch noch mehr erhofft, ist aber größtenteils verschmerzbar.
Und eine Hintertür lässt sich die Serie dennoch offen. Schließlich sehen wir, dass Dracula und Lisa (Emily Swallow) wieder in der Welt unterwegs sind, wissen nicht, was die Zukunft bei Isaac oder Hector bereithält und könnten sogar bei Striga und Morana noch auf eine Fortsetzung hoffen. Sicher ist derweil, dass Netflix doch noch etwas zu Castlevania plant (siehe hier: Interview mit Kevin Kolde, ausführender Produzent der Serie). Und unsereins wäre für mehr aus der Castlevania-Welt sicher offen.
Fazit

Vielleicht nicht die beste Staffel, aber mit Sicherheit ein würdiges Ende für die Reihe und mit Optionen auf mehr. Unterm Strich hat mir diese Reise sehr zugesagt, auch wenn jetzt im Endspurt nicht mehr ganz so viel in einzelne Figuren involviert wurde. Aber es passt schon und ich würde gerne noch mehr aus dieser Welt sehen. Wenn doch nur alle Videospieladaptionen so gut wären… Von mir gibt es vier von fünf Sternen für die vierte Staffel. Und von euch?
Castlevania: Serientrailer Staffel 4
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«Castlevania» Trailer
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