Castle 8x22

In der Episode Crossfire kommen Castle (Nathan Fillion) und Beckett (Stana Katic) LokSat gefährlich nahe und sehen sich bald gezwungen, im Kugelhagel ums Überleben zu kämpfen. Wird es ihnen gelingen, den Anführer zu enttarnen und dem Spuk ein für allemal ein Ende zu bereiten?
This is it
In Zusammenarbeit mit Caleb (Kristoffer Polaha) versuchen Kate, Castle, Vikram (Sunkrish Bala) und Hayley (Toks Olagundoye) LokSat eine Falle zu stellen. Doch als Esposito (Jon Huertas) Kate anruft, um ihr mitzuteilen, dass die verbrannte Leiche von Caleb gefunden wurde, realisieren die Castles zu spät, dass LokSat den Spieß umgedreht hat.
Als sie von einem schwerbewaffneten Söldnerteam unter Beschuss genommen werden, ist es Mason Wood (Gerald McRaney), der die Kastanien aus dem Feuer holt und die beiden durch eine waghalsige Rettungsaktion vor einem bleihaltigen Tod bewahrt.
Vikram liefert nach den turbulenten Ereignissen wichtige Anhaltspunkte, welche die Polizisten des 12. Reviers, inklusive Ryan (Seamus Dever) und Esposito, die von Kate in die hochbrisante Sache eingeweiht werden, auf die Spur eines kaltblütigen Handlangers von LokSat bringen. Schließlich ist es Rick, der dem Killer näher kommt, als ihm lieb ist, da er von diesem entführt wird.
Nachdem Castle durch die Verabreichung eines Wahrheitsserums für ein Verhör präpariert wird, übernimmt dieses kein Geringerer als LokSat höchstpersönlich, der sich als Mason Wood offenbart. Dieser extrahiert alle Informationen über diejenigen, die über LokSat Bescheid wissen von Rick und macht sich anschließend auf, um Kate zu töten. Ryan und Esposito dringen jedoch in die CIA-Blacksite ein, in der Castle gefangen ist und können seine Exekution in letzter Sekunde verhindern. Rick kommt daraufhin Kate zu Hilfe, welche von Mason in das selbe Gebäude gelockt wurde, so dass es ihnen gelingt, LokSat dingfest zu machen.
Doch diesen Erfolg können sie nicht lange zelebrieren, denn ein überraschend lebendiger Caleb wartet schon in Castles Loft auf die beiden, um sie zu erschießen. Beide werden angeschossen, bevor es Kate gelingt, Caleb zu töten. Anschließend sehen wir, wie eine glückliche Familie Castle zusammen mit drei Kindern viele Jahre später das Leben genießt.
Always?
Das Ende von Crossfire klingt verwirrend und lieblos zusammengeschustert? Das ist es in gewisser Weise auch. Doch kommen wir zunächst zur Auflösung der LokSat-Storyline: Mason Wood (Gerald McRaney) als Drahtzieher zu enttarnen, ist eine ordentliche Entscheidung, auch wenn der sonst so vorsichtige Anführer viel zu viel Drecksarbeit persönlich erledigt, was ihm letztendlich auch zum Verhängnis wird.
Ihn in ein und derselben Episode zu enttarnen und zu überführen wirkte hastig. Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen, sich mehr Zeit zu nehmen und die Geschichte im Zuge eines Zweiteilers zu beenden. So entstehen diverse Lücken im Plot, damit es Mason innerhalb dieser kurzen Zeit an den Kragen gehen kann.

Es ist sicher nicht ganz einfach, sich zu entscheiden, wie Crossfire zu betrachten ist. Sollte man es als Serienfinale unter Berücksichtigung der Umstände bewerten? Wenn man diese mit einbezieht, bekommen wir das Mindestmaß eines Abschlusses durch die angehängte letzte Familienszene geliefert.
Wenn man das Ganze allerdings als Serienabschluss nach insgesamt acht Staffeln betrachtet, so haben die treuen Fans sicherlich mehr verdient. Denn dieses hektische Ende und die beschwichtigenden letzten 30 Sekunden erweisen sich als absolut unzureichendes Finale für solch eine beliebte Serie, deren Qualität dadurch nicht ansatzweise widergespiegelt wird.
Warum man sich dazu entschieden hat, den Angriff von Caleb in Anbetracht der Absetzung in die finale Schnittfassung mitzunehmen, ist ein großes Rätsel. Erst einen Cliffhanger aufzubauen, um ihn mit offensichtlich nachgeschobenem Material wieder zu entschärfen, passt in keinster Weise zusammen. Vielleicht wollten die Showrunner auch einfach noch ihre tolle Idee zeigen, die sie für die 9. Staffel gehabt haben müssen: Je nachdem ob Stana Katic eine Vertragsverlängerung erhalten hätte, wäre Beckett wohl auf dem Boden des Lofts gestorben oder auch nicht. So gern wir Nathan Fillion in seiner Rolle auch erleben - das wäre nicht mehr das Castle gewesen, welches eine magische Anziehungskraft auf seine Zuschauer ausübt.
Martha (Susan Sullivan), Alexis (Molly C. Quinn) und Hayley (Toks Olagundoye) erhalten quasi gar keine Verabschiedung, während Lanie (Tamala Jones), Vikram (Sunkrish Bala), Ryan Seamus Dever und Esposito (Jon Huertas) zumindest einen kleinen letzten Auftritt bekommen.
Fazit
Crossfire hätte eventuell als Staffelfinale funktionieren können; für ein Serienende erweist sich dieses Finale leider nicht als ausreichend. Immerhin bemühen sich die Macher, den Fans eine Art Abschluss zu geben, doch auch dies gelingt durch den Einbau eines obsoleten Cliffhangers nur sehr bedingt. Sicherlich hätte es in Anbetracht der schwachen Staffel auch noch schlimmer kommen können, doch alleine die Existenz dieses Gedankenganges zeugt davon, dass in der gesamten achten Staffel so einiges schief gelaufen ist.
So bleibt lediglich, die besseren Staffeln einer Serie in Erinnerung zu behalten, welche über weite Strecken großartige Unterhaltung lieferte und sich nicht zu Unrecht eine große Fangemeinde aufbauen konnte. Es ist jedoch leider die Zeit gekommen, sich zu verabschieden: Die Geschichte eines Schriftstellers und seiner Muse wird mir durch ihren einzigartigen Humor und eine unglaublich tolle Chemie der Hauptdarsteller in Erinnerung bleiben und ich bin dankbar für die vielen Stunden, in denen ich mich bestens unterhalten gefühlt habe. „Always“.
Der Trailer zum Serienfinale von „Castle“:
Verfasser: Tim Krüger am Dienstag, 17. Mai 2016Castle 8x22 Trailer
(Castle 8x22)
Schauspieler in der Episode Castle 8x22
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