Castle 8x21

In der Episode Hell to Pay der Serie Castle drehen sich die Ereignisse um den Mord an einem aus der Psychiatrie ausgebrochenen Patienten, unerklärliche Fotos beziehungsweise Videomaterial sowie um den Antichristen. Ricks (Nathan Fillion) Glaube an das Übernatürliche übernimmt eine zentrale Rolle in den obskuren Geschehnissen.
Marked for Death
Was wollte der Patient, der während eines Stromausfalls durch seinen Einbruch Hayley (Toks Olagundoye) und Alexis (Molly C. Quinn) einen riesigen Schrecken einjagte, im Büro von Castle? Die aufgemalten Bibelverse auf dem Körper des Toten, die laut des Leiters der Psychiatrie am Morgen des Ausbruchs noch nicht existierten, geben zusätzliche Rätsel auf.
Ein Blick in dessen Akte offenbart nicht nur dessen Obsession mit der Apokalypse und dem Antichristen, sondern auch seinen Kontakt zu einem mittlerweile verstorbenen Privatdetektiv, der als einer der vorigen Bewohner von Castles Büro dort einen versteckten Safe einbauen ließ, in welchem die Ermittler unter anderem jede Menge biblische Relikte finden.
Als Mörder entpuppt sich jedoch die Ehefrau des besagten Privatdetektivs, welche eine Auseinandersetzung mit dem Opfer hatte, als dieser ihr im Zuge seines Ausbruchs von seinem Vorhaben berichtete, dass er den Sohn (Rick Cosnett) des reichen Unternehmerpaars Crowne töten wolle, welchen er für den Antichrist hielt.
Doch damit ist die Gefahr noch nicht gebannt, denn ein weiterer Bekannter des Verstorbenen vertritt dieselbe Theorie und unternimmt dementsprechend an dessen Stelle alles, um das Ende aller Tage zu verhindern. Die Polizisten des zwölften Reviers inklusive Castle können diesen jedoch in letzter Sekunde am Mord an Crowne hindern.
Der Antichrist
Stromausfall in einer Gewitternacht, axtschwingende Irre, unerklärliche Phänomene und der Antichrist: Hell To Pay ist inklusive modifizierten Intros wie eine klassische Halloweenepisode aufgebaut, auch wenn die aktuelle Ausstrahlung in den USA im Mai stattfindet.
Dabei bekommen wir in gewohnter „Castle“-Manier die Eckpfeiler solcher Episoden geliefert - also unerklärliche Ereignisse, die Castles Fantasie ankurbeln, letztendlich aber rational aufgeklärt werden können. Diese Zutaten und die spannende Umsetzung sorgen definitiv für eine unterhaltsame Folge.
Allein auf technischer Seite wird durch spärlichen Lichteinsatz und atmosphärische Soundkulisse ein gelungenes Ergebnis abgeliefert. Dieses Mal lässt sich ebenfalls auf der positiven Seite vermerken, dass Rick (Nathan Fillion) gegen Ende beherzt eingreifen darf, ohne dass ihm irgendeine tollpatschige Panne untergeschoben wird.

Die „Caskett“-Momente, in denen Beckett mit Castles leichtgläubigen Angst spielt, sowie deren gemeinsamer Abschluss, bei dem sie Hayley (Toks Olagundoye) und Alexis (Molly C. Quinn) aufs Korn nehmen, machen zudem einen guten Eindruck. Darüber hinaus fällt auch der Twist der Episode angenehm auf, da man nicht so schnell vermuten würde, dass ein religiöser Fanatiker den Spieß umdrehen und einen kapitalistischen Scharlatan mimen könnte. Gerade Skeptiker würden normalerweise eher vom gegensätzlichen Fall ausgehen.
Einzig Ricks Begründung, den Safe nicht zu öffnen, fällt etwas dünn aus. Gerade jemand, der so neugierig wie der Schriftsteller ist, hätte ein solch rätselhaftes Tor ins Unbekannte doch niemals ungeöffnet gelassen...
Fazit
Vor dem Staffelfinale bekommen wir mit Hell To Pay eine wirklich ordentliche Gruselepisode geliefert, welche durch einen spannenden Fall und eine gute Atmosphäre besticht. Schöne „Caskett“-Momente und eine leichte, aber nicht aufdringliche Portion Humor runden das zufriedenstellende Gesamtbild ab.
Der Trailer zur nächsten Episode, dem Staffelfinale „Crossfire“, der US-Serie „Castle“:
Verfasser: Tim Krüger am Dienstag, 10. Mai 2016Castle 8x21 Trailer
(Castle 8x21)
Schauspieler in der Episode Castle 8x21
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?