Castle 8x12

In der Episode The Blame Game versucht Castle (Nathan Fillion) sich gemeinsam mit drei unbekannten Männern aus einem Raum zu befreien, der von einem Killer mit tödlichen Fallen gespickt wurde. Schon bald stellt er allerdings fest, dass seine Gruppe nicht die einzige ist, die entführt wurde.
Castle - die Saw-Edition
Das Treffen mit Autor Stephen King hatte sich Rick sicherlich anders vorgestellt, da sich dieses lediglich als Vorwand herausstellte, um ihn entführen zu können. Ähnlich ging es den Männern, die sich mit ihm in einem Klassenzimmer wiederfinden.
Bald darauf stellt ihnen ein Unbekannter unter Zeitdruck Puzzlefragen und andere Aufgaben, welche für die Betroffenen akute Lebensgefahr bedeuten, denn das psychopathische Spiel nimmt schnell bedrohliche Ausmaße an. Der Einsatz der Männer wird sogar noch verdoppelt, als ihnen per Videoschalte mitgeteilt wird, dass ihre Lebenspartner inklusive Kate (Stana Katic) sich ebenfalls in einem zum Puzzleraum umgebauten Klassenzimmer befinden.
Zur selben Zeit bemerkt Alexis (Molly C. Quinn) das Verschwinden ihres Vaters und nimmt gemeinsam mit Hayley (Toks Olagundoye) die Spur auf. Als ein erstes Opfer der Manipulation des Killers verfällt und in den Tod getrieben wird, steht für beide Gruppen fest, dass sie schleunigst aus ihrem Gefängnis entkommen müssen um nicht ebenso zu enden.
Sowohl Rick als auch Kate schaffen es mit den anderen Überlebenden, sich in einen weiteren Raum zu retten, in dem eine letzte Aufgabe auf sie wartet: Um ihre Gefährten zu retten, bleiben sie in dem Gebäudekomplex zurück und enttarnen dabei gleichzeitig auch den mörderischen Fallensteller, der sich die ganze Zeit unter ihnen befand. Selbst Opfer einer unmenschlich anmutenden Versuchsreihe in den Kindestagen, versuchte dieser sich nun selbst an extremen psychologischen Experimenten. Bevor dieser im Zuge seines Plans einen der Castles töten kann, gelingt es den beiden jedoch, ihren Entführer zu überwältigen.
Kate auf den Spuren von MacGyver
The Blame Game entpuppt sich schnell als eine relativ düstere Episode für Castle-Verhältnisse. Zwar mutet das Ganze nicht annähernd so blutrünstig wie die „Saw“-Filmreihe an, scheint von der Grundidee des manipulativen Puzzlemörders, inklusive ähnlicher Wendung im Finale, jedoch eindeutig inspiriert worden zu sein.
Dieses geliehene Konzept bietet dafür durchaus Nährboden für ein spannendes Szenario. Es ist beinahe untypisch für die Serie, dass nicht alle unschuldigen Oper innerhalb der Episode gerettet werden können, doch der Tod eines der Gefangenen macht den Ernst der Lage zugunsten der Spannung deutlich.
Dafür sollte sich der Zuschauer idealerweise auf die Puzzle und die Manipulationsversuche des Killers konzentrieren, denn schaut man über den Tellerrand hinaus, entdeckt man dieses Mal sehr viel „Plot-Magie“ in Form von sehr günstigen Zufällen und wenig Realismus, was zumindest in der Summe deutlich auffällt.

Hayley (Toks Olagundoye) und Alexis (Molly C. Quinn) sind wieder einmal schlauer als die Polizei und finden zufälligerweise natürlich eine Kamera auf der gegenüberliegenden Straßenseite am Entführungsort von Rick, welche Hayley natürlich problemlos „hacken“ kann. Beide dürfen außerdem anscheinend ohne große Probleme direkt am Polizeieinsatz teilnehmen, was auch eher in die Kategorie „absurd“ fallen dürfte. Zudem ist es schon ein ziemlich ambitioniertes Projekt, alleine ohne jede Hilfe sechs Menschen an einem Tag zu kidnappen und während des Spiels jeweils zum richtigen Zeitpunkt auch noch Regie für den anderen Raum zu spielen. Der Killer war also definitiv ziemlich fleißig. Interessanterweise entgeht ihm trotz seiner minutiösen Planung, dass er (Sprengstoffexpertin?) Beckett anscheinend genügend Materialien zum ziemlich weit hergeholten Bombenbau geliefert hat.
Ärgerlicherweise lag es von Anfang an ziemlich nahe, dass die einzige Person ohne Partner sich tatsächlich auch als der Konstrukteur des Psychospiels herausstellt. Auch die Ermordung einer Person zu Anfang der Episode, die eigentlich ja grundsätzlich auf der Seite des Killers, beziehungsweise für die Aufdeckung der Machenschaften von dessen Eltern war, mutet ein wenig seltsam an.
Fazit
The Blame Game bietet durchaus atmosphärisch dichte Unterhaltung, solange man nicht zu sehr auf die Details des Plots schaut, denn an so manchen Stellen der Episode wird zu Ungunsten der Logik ziemlich dick aufgetragen. Trotz eines etwas vorhersehbaren Täters bekommen wir unterm Strich aber solide Unterhaltung geboten.
Der Trailer zur nächsten Episode „Castle“:
Verfasser: Tim Krüger am Dienstag, 23. Februar 2016Castle 8x12 Trailer
(Castle 8x12)
Schauspieler in der Episode Castle 8x12
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