Castle 7x19

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Als ein stadtbekannter „Anwalt des kleinen Mannes“ ermordet aufgefunden wird, stürzen sich Beckett (Stana Katic) und Castle (Nathan Fillion) auf den Fall. Darüber hinaus schaukelt sich eine kleine Wette zwischen den Castles und dem Team aus Ryan (Seamus Dever) und Esposito (Jon Huertas) immer weiter zu einem großen Wettbewerb hoch.
Der Pitbull und der Hammer
Ein Anwalt, der sich selbst der „Pitbull“ nennt, kann sich entgegen der Aussage seiner Sekretärin sicherlich nicht nur Freunde gemacht haben. Die Untersuchungen zu seinem frühzeitigen Ableben führen Castle und Beckett zuerst in sein Büro, um dessen Sekretärin (Nikki Deloach) zu befragen.
Diese leitet sie bei ihrer Suche an die Notaufnahme eines Krankenhauses weiter, die der Pitbull als Auffangbecken für seine neuen Klienten nutzte. Dort treffen sie auf seinen Konkurrenten, den ebenso exzentrischen „Savannah Hammer“ ( Don McManus). Dieser hat zwar allen Grund, seinem Rivalen keine Träne hinterher zu weinen, kann aber ein Alibi vorweisen.
Als Beckett und Castle tiefer in den Fall eintauchen, entdecken sie die Verbindung des Pitbulls zu einer großen Firma und stellen fest, dass dieser einem Geheimnis auf der Spur war, das den Konzern eine riesige Geldsumme hätte kosten können. Doch zu ihrer Überraschung hatte dieser nicht vor, sein Wissen zu seinem monetären Vorteil, sondern aus einem Gefühl der Rechtschaffenheit aus zu nutzen - sehr zum Missfallen des Savannah Hammers. Dieser hätte die Infos viel lieber als „Goldmine“ ausgenutzt, was dem Pitbull schließlich zum Verhängnis wurde. Glücklicherweise gelingt es den Castles, dessen Alibi zu kippen und diesen dingfest zu machen.
Gleichzeitig geraten sie in einen Talentwettbewerb und eine Wette gegen die „Entertainmentveteranen“ Ryan und Esposito. Als Castle jedoch mitbekommt, dass Kate großes Lampenfieber hat, findet er einen Weg, sich und seine Ehefrau aus der Affäre zu ziehen, ohne dabei das Gesicht vor den Kollegen zu verlieren.
No case too small. No settlement too big.
Der Fall der Woche ist in dieser Episode wirklich gelungen. Das liegt unter anderem daran, dass man sich mittels der exzentrischen Anwälte interessanter Figuren bedient hat. Sowohl die Praxis als auch die Klientensuche im Krankenhaus suggeriert gekonnt einen Anwalt, der mit seinem Enthusiasmus locker mit dem eines Saul Goodmans (Better Call Saul, Breaking Bad) gleichziehen könnte. Insgesamt wirkt der Fall rund und fügt sich passend in den Erzählfluss und Rhythmus der Episode ein.
Der Höhepunkt und der eigentliche Grund, warum Habeas Corpse einfach Spaß macht, ist die Wette zwischen den Castles und dem Tanzteam von Ryan und Esposito. Die Art, wie sie sich gegenseitig aufziehen und anstacheln, lässt einfach die großartige Chemie des Casts erkennen. In diesen Szenen harmonieren alle Darsteller nämlich auf eine Weise miteinander, die fast nur möglich ist, wenn man sich so lange kennt, wie es hier der Fall ist.
Dabei kann in dieser Folge vor allem Esposito glänzen, denn er darf, statt den Miesepeter wie zu Anfang der Staffel zu geben, für Unterhaltung sorgen. Es ist schön zu sehen, dass die Autoren in Bezug auf seinen Charakter anscheinend noch die Kurve gekriegt haben. Die Tanzszene von Ryan und Esposito zeigt, wieso der Unterhaltungsfaktor von Castle sich für viele Fans gerade in den humorvollen Episoden manifestiert.
Nicht nur der Spaßfaktor ist auschlaggebend, dass sich der Zuschauer bei dieser Episode wohlfühlt, denn die Geschichte ist am Anfang und am Ende eingerahmt von herzlichen Szenen. Kate hilft Alexis (Molly C. Quinn) bei ihren Prüfungsvorbereitungen, was deutlich macht, dass sie für Alexis von der Freundin beziehungsweise Ehefrau ihres Vaters zu einem Teil der Familie geworden ist. Auch Martha (Susan Sullivan) und Beckett fühlen sich während ihrer Interaktion wie Familienmitglieder an, was zudem besonders wirkt, da ihr mütterlicher Ratschlag etwas für Kate ist, das ihr durch den Tod ihrer Mutter lange gefehlt haben muss.

Ebenso scheint Ricks Lauf, momentan fast jederzeit die richtigen Worte zu finden und mit Bedacht und Rücksicht auf seine Frau zu handeln, anzuhalten. Er geht auf ihre Unsicherheiten und Zweifel ein und gibt sein Bestes, die beiden als Paar durch Probleme zu manövrieren. Ob dies allerdings anhält, werden vor allem die kommenden Episoden zeigen, in denen das alles erneut auf die Probe gestellt werden wird.
Fazit
Habeas Corpse erfüllt den Anspruch an humorvolle Castle-Episoden voll und ganz. Während die Szenen mit Ryan und Esposito einen zum Lachen bringen, wird der spaßige Kern der Folge von mit Bedacht gewählten, herzlichen Szenen umrahmt, die dafür sorgen, dass sich der Zuschauer nicht nur unterhalten, sondern auch wohlfühlt.
Der Trailer zur nächsten Episode, „Sleeper“ (7x20), der US-Serie „Castle“:
Verfasser: Tim Krüger am Dienstag, 31. März 2015Castle 7x19 Trailer
(Castle 7x19)
Schauspieler in der Episode Castle 7x19
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?