Castle 7x14

Castle 7x14

Mit Hilfe eines alten Bekannten erleben wir eine Ă€ußerst spannende und starke Folge, deren einziges Ärgernis lediglich darin besteht, dass wir uns bis zu nĂ€chsten Episode gedulden mĂŒssen, um zu erfahren wie es weiter geht.

Castle (Nathan Fillion) und Beckett (Stana Katic) beim Verhör. / (c) ABC
Castle (Nathan Fillion) und Beckett (Stana Katic) beim Verhör. / (c) ABC
© (c) ABC

Der Mord an einer jungen Frau weist besorgniserregende Merkmale auf, die das Team um Castle sehr stark an die Handschrift von Serienkiller 3XK (Michael Mosley) und seiner Gehilfin Dr. Kelly Nieman (Annie Wersching) erinnert.

She's got icewater in her veins

Lanies (Tamala Jones) verdacht am Tatort bestĂ€tigt sich: Das Opfer wurde tatsĂ€chlich von Dr. Nieman operiert, der in der Episode Disciple von den Ermittlern trotz Indizien keine konkreten TatbestĂ€nde nachgewiesen werden konnten. Doch ihre mutmaßliche Verbindung zu 3XK schwebt weiterhin wie eine drohende Wolke ĂŒber Castle und den Polizisten des 12. Reviers.

Nieman bestreitet allerdings ihre Involvierung und Verbindung sowohl zu den aktuellen Geschehnissen als auch den Anschuldigungen der Vergangenheit. Als unsere Ermittler mit Hilfe von Tory (Maya Stojan) entdecken, dass vor der Praxis von Nieman eine dem Opfer verblĂŒffend Ă€hnliche Frau in ein Auto steigt, in dem sich 3XK befindet, geraten sie in höchste Alarmbereitschaft.

Es gelingt ihnen, Jerry Tyson ausfindig zu machen und zu verhaften. Doch ist es wirklich Jerry Tyson? Auch wenn der Mann ihm optisch gleicht, behauptet er steif und fest, sein Gesicht sei chirurgisch verÀndert worden und dass nicht der angeblich verstorbene Serienmörder vor ihnen steht.

Beckett (Stana Katic) und Castle (Nathan Fillion) setzen alles daran, seine IdentitĂ€t aufzudecken, da sie fester Überzeugung sind, den perfiden Killer im Verhörraum zu haben. Doch die Beweise sprechen eine eindeutige Sprache und so verlĂ€sst der VerdĂ€chtige zusammen mit Dr. Nieman das Revier, wĂ€hrend Beckett feststellen muss, dass ihr potentielles Opfer möglicherweise nicht so hilflos ist, wie sie zunĂ€chst angenommen hat.

We'll meet again

Durch Resurrection zieht sich ein unglaublich dichter Spannungsbogen. Die bedrohliche AtmosphĂ€re wird dabei von vielen Faktoren getragen. Im Grunde genommen lĂ€sst sich das zuerst an den Darstellern und ihren Auftritten festmachen. ZunĂ€chst vermag es Annie Wersching sehr gekonnt, dem Zuschauer einen kalten Schauer ĂŒber den RĂŒcken zu jagen.

Michael Mosley ist ein starker Antagonist, denn er verleiht 3XK das nötige Profil und schafft es in der spannungsgeladenen Verhörszene mit Castle (Nathan Fillion) sehr viel auszusagen und darzustellen, ohne dabei viele Worte zu benutzen. Eine Kunst, die nicht jedem Schauspieler gelingt. Sein Zusammenspiel mit Nathan Fillion findet genau den richtigen Ton, sodass beide Darsteller eine IntensitÀt an den Bildschirm vermitteln, die förmlich zu greifen ist.

Auch Ryans (Seamus Dever) Motivation und seine mit SchuldgefĂŒhlen gepaarte Wut auf den Serienmörder werden gelungen eingestreut. Einzig Gates Verhalten gegenĂŒber Castle mutet ein wenig seltsam an. Wenn sie keine Theorien von ihm hören will, dann ist er fĂŒr sie nach seiner kleinen Ansprache wohl nur als Dekoration da.

3XK (Michael Mosley). Oder doch nicht? © ABC
3XK (Michael Mosley). Oder doch nicht? © ABC

Die dĂŒsteren Flashback-Szenen fĂŒgen sich nahtlos in die Geschichte ein. Das ist auch durchaus sinnvoll, schließlich ist gerade das erste Aufeinandertreffen mit 3XK schon eine ganze Weile her. Wirklich schön gelungen ist vor allem auch, wie sich das Misstrauen der Ermittler gegenĂŒber den VerdĂ€chtigen in den Emotionen des Zuschauers widerspiegeln lĂ€sst. DarĂŒber hinaus wird ebenso das Dilemma, trotz des schlechten BauchgefĂŒhls keine konkreten Beweise sammeln zu können, von Team Castle auf den Zuschauer ĂŒbertragen. NatĂŒrlich fĂŒhrt „Michael Boudreau“ etwas im Schilde, doch an dem Mann bleibt trotz aller Warnleuchten einfach nichts haften.

Die Entscheidung, die Story in einen Zweiteiler aufzuteilen, ist dabei definitiv richtig gewesen, denn so gibt man sowohl Storyelementen, als auch den Darstellern genĂŒgend Raum sich zu entfalten, ohne dabei den Zwang mit einzubauen, möglichst viel in eine Episode zu packen. Auch wenn es nach einem CliffhĂ€nger natĂŒrlich schwer fĂ€llt, geduldig zu bleiben. Das spricht aber ebenso auch fĂŒr die QualitĂ€t der Folge. Dazu passen abschließend Ryans Worte in Hinblick auf nĂ€chste Woche: „The waiting is killing me“.

Fazit

Dichte, dĂŒstere AtmosphĂ€re, spannende Verhörszenen und sehr gute Darsteller lassen die Resurrection (1) ihr volles Potential entfalten. Ich habe mich im Vorfeld auf die Fortsetzung der 3XK-Storyline gerade im Vergleich zu anderen folgenĂŒbergreifenden HandlungsstrĂ€ngen besonders gefreut und wurde nicht enttĂ€uscht. Hoffen wir auf einen wĂŒrdigen Abschluss des Zweiteilers in der nĂ€chsten Folge.

Trailer zur nĂ€chsten Episode von „Castle“

Verfasser: Tim KrĂŒger am Dienstag, 10. Februar 2015

Castle 7x14 Trailer

Episode
Staffel 7, Episode 14
(Castle 7x14)
Deutscher Titel der Episode
Die RĂŒckkehr des Dreifachmörders
Titel der Episode im Original
Resurrection (1)
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Montag, 9. Februar 2015 (ABC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 11. Januar 2016
Autor
David Amann
Regisseur
Bill Roe

Schauspieler in der Episode Castle 7x14

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?