Castle 7x03

Der Mord an einem Billardhai mit vielen Geheimnissen stellt Castle (Nathan Fillion) und Beckett (Stana Katic) vor einige absurd klingende Fragen: Wurde er wirklich von einer unsichtbaren Kraft getötet? Hatte das Opfer seine Seele an den Teufel verkauft?
The devil is in the details
Unsanft mit seinem eigenen Queue ins Jenseits befördert, wird ein Billardhai in seinem Apartment tot aufgefunden. Doch auf den Aufnahmen der Sicherheitskamera ist, obwohl die Eingangstür eindeutig geöffnet wird, niemand zu sehen. Nachdem er und Beckett von einer unsichtbaren Kraft in der Wohnung des Opfers angegriffen werden, steht für Castle fest, dass es sich hier um etwas Übernatürliches handeln muss.
(Anzeige)Die Ermittlungen führen die beiden vom Zockermillieu der Billardspieler bis hin zu einer Firma, die Licht in das unsichtbare Geheimnis wirft: Das Opfer arbeitete für die Regierung an einer mobilen Tarntechnologie in Form eines Anzugs. Beim heimlich in die Herstellung des Prototyps involvierten Nachbarn können Castle und Beckett schließlich das letzte Puzzlestück zusammensetzen und die alte verschmähte Liebe des Verstorbenen als Täterin enttarnen.
Clearly our killer is the „Invisible Man“
Clear & Present Danger präsentierte die Darsteller der Serie in sehr guter Form. Beckett und Castle sind zurück in ihrem lockeren und ungezwungen spaßigem Rhythmus miteinander und auch Castles verrückte Theorien und halb ernstgemeinter Aberglaube sind wieder mit von der Partie.
Gleiches gilt für Ryan (Seamus Dever) und Esposito (Jon Huertas). Die kleine Nebengeschichte bezüglich des zweiten Jobs von Ryan und vor allem Javiers Geschenk für ihn kann dem einen oder anderen Zuschauer sicherlich ein Schmunzeln entlocken. Das sich jemand in Castles paranoider Alarmkonstruktion in Form eines Familienmitglieds verheddert, war zwar vorherzusehen, verfehlt allerdings trotzdem nicht seine Wirkung. Auch der Kampf gegen die Unsichtbare im Apartment des Opfers ist ein spaßig inszeniertes Highlight der Folge.

Der große Pluspunkt der Episode ist also zweifellos in den lockeren und lustigen Interaktionen der Hauptfiguren sowie in der Dynamik des Plots zu finden. Vorbei scheint die drückende Stimmung, die in den vergangenen Episoden in Form der folgenübergreifenden Geschichte von Castles Verschwinden über den Figuren schwebte, was dem Gesamtergebnis zweifelsfrei zugutekommt.
Kleine Abzüge gibt es dieses Mal in Sachen Realismus: Die Auflösung der Folge ist geradezu Sci-Fi-esk. Dementsprechend muss man für sich selbst entscheiden, sich darauf einzulassen oder es als Quatsch abzutun. Auch das die zierliche Biologieprofessorin die Kraft hat, ihren Ex-Freund dermaßen aufzuspießen ist ein wenig verwunderlich. Zudem ist es als Hacker, auch wenn es durchaus praktiziert wird, besonders wenn man dazu auch noch Angst hat entdeckt zu werden, nicht sonderlich schlau seine Grußkarte, anhand derer eine Identifikation möglich ist, im System zurückzulassen.
Fazit
Mit dieser Episode meldet sich Castle in alter Frische wieder zurück und besinnt sich auf die eigentlichen Stärken der Serie. Wer sich mit der weit hergeholten Aufklärung des Falles anfreunden kann, bekommt eine gelungene Folge im bekannt lockeren Stil mit lebhaften Dialogen und spaßigen Ideen geliefert. Die Serie hat also ihr Flair nicht verloren und der positive Eindruck lässt einen mit Vorfreude auf zukünftige Folgen blicken.
Castle: Promo zur Episode 7x04:
Verfasser: Tim Krüger am Mittwoch, 15. Oktober 2014Castle 7x03 Trailer
(Castle 7x03)
Schauspieler in der Episode Castle 7x03
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?