The Big Bang Theory 8x22

The Big Bang Theory 8x22

Leonard wird in der Episode The Graduation Transmission von seiner ehemaligen Schule eingeladen, eine Rede auf der Abschlussfeier zu halten. Er nutzt die Gelegenheit, eine herzergreifende Rede darüber abzuliefern, dass Unbeliebtheit in der Highschool der Start für eine tolle Laufbahn sein kann.

Penny (Kaley Cuoco-Sweeting) und Leonard (Johnny Galecki) der Serie „The Big Bang Theory“ / (c) CBS
Penny (Kaley Cuoco-Sweeting) und Leonard (Johnny Galecki) der Serie „The Big Bang Theory“ / (c) CBS

Die Episode The Graduation Transmission legt einen überraschenden Fokus auf Leonard (Johnny Galecki), der in letzter Zeit als eigenständige Figur eigentlich nicht mehr anwesend war. Doch dann darf er nur das tun, was man ohnehin von ihm erwarten würde: rührende Worte über das Schulleben als Außenseiter vorzubringen.

Die Rede seines Lebens

Leonard wird an seine Highschool eingeladen, um die Rede auf der Abschlussfeier zu halten. Damit die Episode The Graduation Transmission nicht so viel kostet und die Autoren noch einen kleinen Gag reinschmeißen können, in dem Leonard sich als Lustobjekt für seine Penny (Kaley Cuoco-Sweeting) darstellt. Zündend ist das nicht, aber immerhin hat die Figur es verdient, dass er auch endlich mal wieder einen Plot bekommt, der uns daran erinnert, dass auch Leonard eine Hauptfigur ist.

Überhaupt ist es eine gute Episode für die Vernachlässigten, auch Raj (Kunal Nayyar) bekommt nach langer Zeit wieder einen echten Teil der Story ab.

Doch wenden wir uns zunächst Leonard und seinem kleinen Abenteuer in Unterhosen zu. Die Beziehung zu Penny hat eine Wendung genommen, die sich seit einigen Episoden aufbaut. Sie hat ihr Leben im Griff, einen festen Job, bei dem sie sogar mehr verdient als ihr Verlobter und diese neue Lebensphase verleiht ihr auch direkt eine ungekannte Reife. Sie hat aufgehört regelmäßig Alkohol zu trinken, sich eine neue Frisur zugelegt und beweist in Konfliktsituationen große Umsicht. Sie lässt sich nicht mehr so einfach verunsichern und das wirkt sich auch auf die Beziehung zu Leonard aus, denn endlich ist nicht mehr zu erwarten, dass hinter der nächsten Kurve wieder eine Trennung auf die beiden wartet.

Während er kürzlich noch davon geschockt war, dass die Positionen der beiden sich verändert haben, ist er in The Graduation Transmission sehr zufrieden damit, Pennys Lustobjekt zu sein.

Der Plan, ihr seine alte Schule zu zeigen und ihre Vorfreude darauf, zeigt eine weitere Seite dieser neuen Beziehungsphase. Sie interessieren sich füreinander und Penny gibt sich nicht nur Mühe, ihrem Verlobten zu helfen, sie ist auch endlich in einer Verfassung, in der sie es kann. Auch wenn ein Graduate-Outfit zu kaufen und die Schule anzurufen nicht so aufwendig sind, von der fast durchgehend angetrunkenen Penny hätte man es nicht erwartet, immerhin ging ihre Verfassung auch Hand in Hand mit Zynismus und jeder Menge Antriebslosigkeit.

Zur Rede an sich kann man sagen, dass sie durchaus einen emotionalen Punkt hat, der nicht ganz ins Leere geht. Doch die Idee, eine vorgeschriebene Rede abzubrechen, um in tiefe Gefühle auszubrechen, ist ein Fernsehstereotyp und verhindert jeden Überraschungseffekt.

Der Punkt, dass diejenigen, die in der Highschool unbeliebt sind, weil sie anders sind und nicht die coolen Interessen haben, später im Leben, diejenigen sind, die erfolgreich sein werden, flimmert ebenfalls nicht das erste Mal über die Mattscheibe. Dass die Serie The Big Bang Theory das ausspricht, liegt auf der Hand, das Interessante ist der Zeitpunkt. Nicht nur Penny und die Beziehungen der Figuren sind gereift, auch die Serie an sich kommt langsam ins gehobene Alter.

Wenn es nicht gut läuft (und das tat es in letzter Zeit oft nicht), dann resultierte das Alter vor allem in dem Gefühl, eine neue Episode schon mehrfach gesehen zu haben, weil die Autoren alte Ideen recycelten. Doch wenn es gut läuft, dann bringt die lange Zeit, die wir die Figuren nun schon begleiten eine schöne Tiefe und Emotionalität in die Gags.

Leonards Rede kommt an einer Stelle, an der die Jungs ihren Weg gefunden haben und solche Aussagen machen können. Es ist ja nicht so gewesen, dass nach der Highschool alles urplötzlich traumhaft gewesen wäre. Sie haben die Jobs bekommen, die sie wollten, doch wir haben schon oft gesehen, dass das auch nur begrenztes Glück bringt. Im Privatleben lief es noch lange schleppend für die vier Freunde. Doch mittlerweile sind alle in glücklichen Beziehungen. Zumindest darf man das für Raj hoffen, wir sehen Emily ja leider nicht so häufig und die Erfahrung hat gezeigt, dass Rajs Beziehungen sich auch manchmal erledigen, ohne dass die The Big Bang Theory-Autoren es für notwendig halten, uns das unmittelbar zu erklären.

Der Plot der anderen Figuren, die Drohne, die Hotline, der Stolz des Ingenieurs, das alles kann unterhalten und stellenweise gibt es auch schöne Gags, doch die Story scheint in erster Linie da zu sein, um nicht alle Aufmerksamkeit auf Leonard zu richten.

Fazit

Die Episode The Graduation Transmission ist nicht enttäuschend, aber auch nicht herausstechend gut. Der Plot um die Drohne ist leicht zu konsumieren und schnell zu vergessen, Leonards Rede bringt einen kleinen emotionalen Moment, zeigt aber in erster Linie, wie sehr sich die Serie und die Figuren entwickelt haben.

Verfasser: Serienjunkies.de am Freitag, 24. April 2015
Episode
Staffel 8, Episode 22
(The Big Bang Theory 8x22)
Deutscher Titel der Episode
Angriff der Killerdrohne
Titel der Episode im Original
The Graduation Transmission
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 23. April 2015 (CBS)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 16. November 2015
Regisseur
Anthony Joseph Rich

Schauspieler in der Episode The Big Bang Theory 8x22

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