The Big Bang Theory 8x19

Irgendwann in den mittlerweile acht Staffeln ist die Serie The Big Bang Theory von einem Schicksal erwischt worden, dem kaum eine langlebige Sitcoms entkommen kann. Der Höhepunkt scheint überschritten, jede Story wurde erzählt und die Autoren scheinen sich für nicht wenige Episoden darauf auszuruhen, dass sie den Figuren jeweils zwei Charakterzüge zugeteilt haben, über die sich im Wechsel ausreichend Pseudo-Witze machen lassen, die jede Woche aufs Neue zwanzig Minuten füllen.
Das Schlechte
So einiges nervt an der Episode The Skywalker Incursion und das ist in erster Linie Sheldon zu verdanken. Wobei man es nicht dem Darsteller Jim Parsons anlasten kann, die aktuelle Misere geht voll auf das Konto der Autoren. In dem mittlerweile schon verzweifelten Bemühen, die beliebte Figur in den Mittelpunkt zu rücken und auf jeden Fall zahlreiche Lacher mitzunehmen, schlagen sie auch dieses Mal wieder über die Stränge.
Es geht in dieser The Big Bang Theory-Episode schleichend bergrunter. Zunächst kann Sheldon noch wie üblich bezaubern, nach Antritt des kleinen Roadtrips wird er dann schon düsterer. Sein kleines Spiel geht noch gut durch, doch seine Ankündigung nun Musik zu akzeptieren und die versehentlichen Songzitate fallen irgendwo in eine nervige, am besten schnell wieder zu vergessene Kategorie, die zwischen Fanservice, Charakterbruch und Vorhersehbarkeit angesiedelt ist.
Doch spätestens als er am Lucas-Anwesen aus dem Auto springt und wir die Vorgänge nur noch durch seine Zurufe miterleben können, tritt die Fremdscham in den Vordergrund - ein bisschen Schämen für die Figur und jede Menge für die Autoren.
Sheldon kann urkomisch, emotional und sogar bestechend sein, aber wenn er als Charakter in einer Episode an die Wand gefahren wird, dann lassen die Serienmacher keine Niedrigkeit aus.
Auch in der Story ist nicht wirklich viel zu holen. Auf der einen Seite einen Roadtrip, auf der anderen Seite eine Wette unter Freunden, verknüpft mit einem Paarkonflikt. Neu ist das bei weitem nicht und amüsant leider auch nur partiell.
Amy (Mayim Bialik) wird wieder zurückgestuft auf eine verzweifelte Freundin, die sich erniedrigen lässt, wenn es dafür die Aussicht darauf gibt, dass sie Sheldon in ihr Schlafzimmer locken kann.
Das halbwegs Gute
Schön ist immerhin, dass in der Gruppenstory Raj (Kunal Nayyar) und Bernadette (Melissa Rauch) tragende Rollen übernehmen. Die beiden sind oft für einen Lacher gut, auch wenn es sich dabei oft um Einzeiler handelt. Bernadettes Niedlichkeit, gepaart mit ihrer Kaltherzigkeit, sind zwar ebenfalls bereits in zahlreichen Variationen gezeigt worden, aber für einen Schmunzler reicht es auch dieses Mal wieder.
Amy darf wieder die einsame Kindheit ausspielen und Penny (Kaley Cuoco-Sweeting) eine ausschweifende Alkoholerfahrung. Was ziemlich lange lustig war, hat den Höhepunkt nach acht Staffeln lange überschritten. Immerhin die Interaktion zwischen den Figuren kann die Story ein Stück weit retten.
Bernadette darf ihren manipulativen Charme spielen lassen und kramt dazu auch ihr Wissen über die Lieblingsserien ihres Mannes hervor, das gibt Pluspunkte. Amy ist mal wieder gut in etwas, auch wenn sich das auf traumatische Erfahrungen zurückführen lässt, auch hier immerhin ein Anerkennungspunkt.
Fazit
Am meisten kann man jedoch mit Penny mitfühlen, die nach einer kurzen Überlegung feststellt, dass ihr die ganze Sache ohnehin egal ist. Ähnlich kann es einem beim Zuschauen gehen. Bei den ersten schlechten Szenen der Episode The Skywalker Incursion fühlt man sich noch ein bisschen von den Autoren verschaukelt, aber dann erinnert man sich an den Abwärtstrend der letzten Staffeln und stellt fest, dass es einem ohnehin nicht mehr so wichtig ist.
Verfasser: Serienjunkies.de am Freitag, 3. April 2015(The Big Bang Theory 8x19)
Schauspieler in der Episode The Big Bang Theory 8x19
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?