The Big Bang Theory 7x11

Die Episode The Cooper Extraction nimmt sich des Weihnachtsfilms „It's a Wonderful Life“ aus dem Jahr 1946 an und stellt die Frage: Was wäre, wenn es Sheldon nicht im Leben der Gruppe gäbe. Die Idee ist super, auch wenn man sie etwas mutiger hätte umsetzen können. Für The Big Bang Theory-Verhältnisse kommt aber auch so eine ungewöhnliche und amüsante Episode dabei heraus.
Der Mann in der Mitte
Sheldon (Jim Parsons) ist das Zentrum des The Big Bang Theory-Universums, innerhalb und außerhalb der Serien-Welt. Das haben die Autoren in den letzten Episoden verstärkt bewiesen. Es ist also angemessen, Sheldon ins Zentrum der obigen Frage zu stellen.
Sheldon hat in der Episode The Cooper Extraction eine interessante Sonderrolle: Weihnachtsvorbereitungen ohne Sheldons Sonderregeln ermöglichen es der Gang, sich über die Rolle des Freundes klar zu werden. Unterdessen müssen wir glücklicherweise dennoch nicht auf Sheldon verzichten, einige der besten Sprüche der Episode gehen auf sein Konto. „This is no way to make new humans. People coming out of people. Some kind of dirty magic show.“
Die Paralleluniversen
Die Idee, unter dem Motto „was wäre wenn?“ kleine Szenen in die Episode einzustreuen, macht sich äußerst gut. Jede Figur bekommt so ihren Anteil an der Geschichte. Dabei verlassen die The Big Bang Theory-Macher sich nicht nur auf die immer gleichen Gags, die wir schon in den letzten Episoden gesehen haben. Nur Penny (Kaley Cuoco) kommt nicht so ganz über ihr Dumm-und-Sexy-Image hinaus. Immerhin wird der Aspekt Alkohol diesmal rausgelassen.
Von den kleinen Zwischenszenen sind besonders die Szenarien mit Leonards und Rajs Wohngemeinschaft amüsant und originell. Auch Howards Nervenzusammenbruch und der kurze Moment, in dem man sich fragt, ob gleich wirklich seine Mutter erscheint, machen Spaß.
Ein Happy End gibt es selbst für Stuart, zumindest im Paralleluniversum. Das ist auch mal schön, immerhin ist Stuart ein ständiger Quell lahmer Depressionswitze, die seit langer Zeit kaum eine Variation erfahren haben und nicht mehr besonders gut funktionieren. Nachdem Kevin Sussman in den Hauptcast aufgenommen wurde, hätte man mehr erwarten dürfen. Wieso machen die TBBT-Autoren nicht mal ein bisschen mehr aus der Figur?
Ein schöner Abschluss
Am besten läuft die Episode The Cooper Extraction für Amy (Mayim Bialik). Der Bildschirmschoner ist das wohl Niedlichste, was Sheldon jemals für sie getan hat. Und niemand hat ein bisschen Glück mehr verdient als Amy. Die Idylle geht nicht auf Kosten der Witze. Es ist also möglich, Sheldon weiterhin amüsant und trotzdem in einer funktionierenden Beziehung zu halten. Denn es ist nicht nur der Bildschirmschoner, in dieser The Big Bang Theory-Episode ist noch viel mehr los. Und das geht meistens auf Kosten von Leonard (Johnny Galecki). Sheldon will Amy nicht zur Last fallen, dafür muss Leonard herhalten, wenn eine Fahrt zum Flughafen ansteht.
Auch wenn der Bildschirmschoner eine schöne Belohnung für Amy ist - noch eindrucksvoller ist eigentlich die Unterhaltung zwischen ihr und Sheldon, als sie ihn dazu bringt, sich mit dem neugeborenen Familienmitglied doch weiterhin auseinanderzusetzen. Auch wenn es oft nicht so wirkt, Amy versteht Sheldon offenbar doch besser als die anderen. Es muss ja nicht immer so idyllisch ablaufen, aber für eine Weihnachtsepisode macht es sich sehr gut.
Fazit
Für die Episode The Cooper Extraction haben die The Big Bang Theory-Autoren sich eine schöne Idee einfallen lassen. Für eine Weihnachtsepisode herrscht angemessen schöne Idylle, die durch die starken Sprüche nicht auf Kosten der Komik geht.
Verfasser: Serienjunkies.de am Samstag, 14. Dezember 2013(The Big Bang Theory 7x11)
Schauspieler in der Episode The Big Bang Theory 7x11
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