The Big Bang Theory 12x22

The Big Bang Theory 12x22

Das Serienfinale von The Big Bang Theory geht erst kommende Woche über die Bühne, doch bereits jetzt liegt Abschiedsstimmung in der Luft. Welche der Figuren können sich über ihr verfrühtes Happy End freuen?

Szenenbild der „The Big Bang Theory“-Episode „The Maternal Conclusion“ (c) CBS
Szenenbild der „The Big Bang Theory“-Episode „The Maternal Conclusion“ (c) CBS
© zenenbild der „The Big Bang Theory“-Episode „The Maternal Conclusion“ (c) CBS

Okay, langsam wird es wirklich ernst, denn bereits am kommenden Donnerstag, den 16. Mai erscheinen mit The Change Constant (12x23) und The Stockholm Syndrome (12x24) tatsächlich die zwei letzten Episoden von The Big Bang Theory. Das bevorstehende Serienfinale der Erfolgssitcom bedeutet für CBS den Abschluss einer Ära. Doch erst die aktuelle Folge mit dem passenden Titel The Maternal Conclusion (12x22), erweckt nun den Eindruck, dass hier etwas zu Ende geht...

Versöhnung

Bereits in weniger als sieben Tagen ist die erfolgreichste Sitcom des Jahrzehnts - das Friends des frühen 21. Jahrhunderts, um es hyperbolisch auszudrücken - ein für alle Mal Geschichte. Dabei schien die zwölfte Staffel mit Ausnahme der Nobelpreisstoryline rund um Sheldon (Jim Parsons) und Amy (Mayim Bialik) bislang nur wenig Interesse an einem befriedigenden und vor allem gut vorbereiteten Abschluss der Serie zu haben. Das ändert sich nun, denn nach Howard (Simon Helberg) und Bernadette (Melissa Rauch) bekommen nun auch Leonard (Johnny Galecki) und der einst so einsame Stuart (Kevin Sussman) ihr Happy End. Hinter Raj (Kunal Nayyar) steht jedoch weiterhin ein Fragezeichen.

Eigentlich hat Leonard ja schon alles: die Frau, die er abgöttisch liebt, einen Beruf, der ihm endlich wieder Spaß macht und viele (mehr oder weniger nette) Freunde. Doch nach einer Sache sehnte er sich sein Leben lang am meisten, nämlich nach der Anerkennung seiner Mutter. Ohne einen letzten Auftritt der über die Jahre immer wieder fantastischen Christine Baranski als Dr. Beverly Hofstadter wäre The Big Bang Theory natürlich nicht komplett gewesen. Und selbstverständlich ist das finale Wiedersehen mit der unterkühlten Psychiaterin ein ungewöhnlich emotionales.

Anfangs wirkt sie wie ausgetauscht, was Leonard logischerweise stutzig macht. Urplötzlich scheint sie interessiert an seiner Arbeit und sogar an seinen Gefühlen. Vor allem Sheldon, der sonst von ihr bevorzugt wird, versteht die Welt nicht mehr. Der Publikumsliebling, dem sowieso schon das Finale nächste Woche gehören wird, hält sich in dieser Folge aber zum Glück weitestgehend im Hintergrund. Stattdessen darf Leonard sogar noch mal ein bisschen Rückgrat beweisen, denn, als er erfährt, dass der Wandel seiner Mutter mal wieder nur Teil eines psychologischen Experimentes ist, platzt ihm endgültig der Kragen. Schließt er nun mit Beverly ab? Ja, allerdings auf eine gesunde Art und Weise.

Szenenbild der TBBT-Episode The Maternal Conclusion
Szenenbild der TBBT-Episode The Maternal Conclusion - © CBS

Endlich erreicht Leonard den Punkt, an dem er seine Mutter einfach als unperfektes Wesen wahrnimmt und ihr ihre Fehler verzeiht. Überraschend emotional ist auch seine Retour, als sie ihm sagt, dass sie seine Vergebung gar nicht will. „Ist mir egal, du kriegst sie trotzdem!“ Was folgt, ist eine bedeutungsvolle Umarmung, zögerlich gespielt von beiden Darstellern. Noch bedeutungsvoller wäre das Ganze sicherlich gewesen, wenn es über die Jahre nicht schon so viele andere vermeintliche Durchbrüche in der Mutter-Sohn-Beziehung gegeben hätte. Hier herrschte stets ein ähnliches Problem wie bei Sheldon: Charakterentwicklung ist bei The Big Bang Theory sehr wenig nachhaltig. Obwohl: Ist es im wahren Leben nicht genauso?

Liebe und Freundschaft

Die B-Storyline der Episode, die man auch als Vorfinale bezeichnen könnte, teilen sich die zwei Problemfiguren Raj und Stuart. Für letztgenannten könnte die Geschichte kaum besser ausgehen: Endlich findet er den Mut, seiner großen Liebe Denise (Lauren Lapkus) mitzuteilen, was sie ihm bedeutet. Und endlich ziehen sie auch zusammen, auf Drängen des Ehepaares Wolowitz, das sich mal wieder fleißig ins Liebesleben des Freundeskreises einmischt. Als Gaststar lernen wir auch Denises merkwürdigen Mitbewohner Mitch kennen, der von Todd Giebenhain gespielt wird.

Raj hingegen will (übrigens sehr charakterkonform) sein romantisches Finale erzwingen. Seine Verlobte Anu (Rati Gupta) eröffnet ihm, dass sie aus beruflichen Gründen nach London umziehen muss und er würde ihr natürlich sofort hinterherziehen, weil unzählige Liebesfilme ihm es so vorgelebt haben. Am Ende macht sich sein bester Kumpel Howard diese Besessenheit zunutze, indem er den klassischen Last-Minute-Moment am Flughafen reinszeniert und Raj davon überzeugt, in Los Angeles zu bleiben, wo seine wahren Freunde leben (auch dies eine nette Anspielung aufs Vorbild Friends).

Zwar scheint Raj nun als Single ins Serienfinale zu gehen, doch die Beziehung zwischen ihm und Anu hatte ihm wohl sowieso kein Fan abgekauft. Aber warum eigentlich auch nicht? Wenn sich Penny den Klischees entziehen kann, indem sie zum Abschluss ausnahmsweise nicht schwanger wird, warum sollte Raj dann auf Biegen und Brechen eine Partnerin aufgedrückt werden? Mal schauen, ob The Big Bang Theory tatsächlich Mut beweist. In einer Woche müssen wir endgültig Abschied nehmen von den Nerds, nachdem diese Woche auch das zweite geplante Spin-off vorerst abgeblasen wurde (wir berichteten).

Der offizielle Trailer zum Serienfinale von „The Big Bang Theory" (12x23):

The Big Bang Theory, Season 12 bei iTunes

Verfasser: Bjarne Bock am Freitag, 10. Mai 2019

The Big Bang Theory 12x22 Trailer

Episode
Staffel 12, Episode 22
(The Big Bang Theory 12x22)
Deutscher Titel der Episode
Das Nothing-Hill-Paradigma
Titel der Episode im Original
The Maternal Conclusion
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 9. Mai 2019 (CBS)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 18. November 2019
Regisseur
Kristy Cecil

Schauspieler in der Episode The Big Bang Theory 12x22

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