The Big Bang Theory 12x13

© zenenbild der „The Big Bang Theory“-Episode „The Confirmation Polarization“ (c) CBS
Lange Zeit wurde es nur vage angedeutet, doch nun steht fest: Dr. Dr. Sheldon Cooper (Jim Parsons) ist auf dem besten Weg zum Nobelpreis, also der Erfüllung seines Lebenstraums. Es wäre ein perfektes Finale für die Nerd- und Wissenschaftssitcom The Big Bang Theory, die sich nach der laufenden Staffel zwölf bei CBS in den Ruhestand begibt. In der jüngsten Episode The Confirmation Polarization (12x13) treten nun Sean Astin („Der Herr der Ringe“, Stranger Things) und Kal Penn (Designated Survivor, House) aufs Parkett, um den langersehnten Anruf aus Stockholm vorzubereiten.
Teufelspakt der Physiker
Während einer stinknormalen - aber rückblickend möglicherweise allerletzten - Ausgabe von „Fun with Flags“ erhalten Sheldon und Amy (Mayim Bialik) die spektakuläre Neuigkeit: Zwei Physiker einer anderen Uni, Dr. Pemberton (Astin) und Dr. Campbell (Penn), haben ihre Theorie der Super-Asymmetrie bewiesen. Nun geht alles ganz schnell: Präsident Siebert (Joshua Malina) lädt seine beiden Campus-Superstars zu sich ins Büro ein, um ihnen freudig mitzuteilen, dass sie höchstwahrscheinlich zum 39. und 40. Nobelpreisträger der Caltech avancieren werden.
Alles scheint perfekt, doch dann kommt der große Haken: Pemberton und Campbell sind zwei ordentliche Flachzangen, die nie absichtlich die Super-Asymmetrie belegen wollten, sondern eher zufällig darüber stolperten - wie Kolumbus über Amerika. Vollkommen zu Recht warnt Leonard (Johnny Galecki) daher davor, dass sich Sheldon und Amy so kurz vor dem Ziel den verdienten Ruhm nicht abluchsen lassen dürfen. Denn ohnehin können nur drei Wissenschaftler ausgezeichnet werden...
Nun wird die Sache für Sheldon besonders vertrackt: Pemberton und Campbell machen ihm das Angebot, den Preis sicher mit ihm zu teilen, wenn er dafür Amy, die sowieso keine echte Physikerin sei, ausbootet. Und was tut Sheldon? Er lehnt ab und beweist Größe. Besonders schön zu sehen ist, dass ihn Siebert für sein Rückgrat sogar belohnt und ihm jedwede Unterstützung zusagt, falls es zum Bruch mit den anderen beiden Physikern kommen sollte. Schwer vorstellbar, dass Sheldon am Ende leer ausgeht. Fragt sich nur, ob die Autoren die Story noch bis zum Finale ausbreiten können...

Warum man sich ausgerechnet für Penn und Astin entschied, um besagte Gastrollen zu spielen, erschließt sich einem bislang noch nicht. Da ihre Figuren in den kommenden Wochen allerdings nicht ganz unwichtig sein dürften, ergibt sich vielleicht noch der eine oder andere Moment, der das Casting abrundet. Weil Astin bekanntlich als Sam in „Der Herr der Ringe“ zu sehen war, wäre eine Anspielung diesbezüglich durchaus vorstellbar. Penn dürfte derweil keine besondere Verbindung zum Nerdkosmos haben. Herrlich unsympathisch, also genau richtig für die Charaktere, wirken beide aber allemal.
Penny und die Puppenspielerin
Apropos unsympathisch: Der Nebenhandlungsstrang gehört diese Woche Bernadette (Melissa Rausch), die zuletzt eher im Hintergrund agierte. Nun manipuliert sie wieder munter im Leben ihrer „Freunde“ herum und klopft sich dafür auch noch kräftig auf die Schulter. Diesmal trifft es Penny (Kaley Cuoco), der sie bereits einen Job in ihrem Pharmaunternehmen verschaffte. Ein neues Medikament muss verkauft werden und Bernadette hat dafür ihre Freundin im Auge - egal, ob diese will oder nicht.
Ja, natürlich kann man Menschen zu ihrem Glück zwingen und manche wollen das sogar, aber ein bisschen mehr Demut würde Bernadette sicher mal gut zu Gesicht stehen. Zumal sie am Ende für ihr übergriffiges Verhalten auch noch belohnt und somit bestätigt wird. Besonders traurig: Als Penny den Auftrag schließlich annimmt, agiert sie als Chefin genauso rücksichtslos wie ihr Vorbild. Welche Lektion soll einem dabei vermittelt werden? Die Serienmacher sollten doch gerade in ihrer eigenen Branche gelernt haben, dass diese Art von tyrannischem Führungsstil aus einer vergangenen Zeit stammt...
Elf Episoden stehen von The Big Bang Theory noch aus. Die Zeit ist also knapp, denn Figuren wie Raj (Kunal Nayyar) oder Stuart (Kevin Sussman) müssen auch noch irgendwie ein zufriedenstellendes Finale erhalten. Dass Penny endlich im Beruflichen mal wieder Fortschritte machen darf, ist aber an sich schon zu begrüßen. Wohin ihre Reise und die ihres Gatten Leonard geht, ist aktuell am unklarsten. Zuletzt sah es noch so aus, als käme vielleicht doch noch Nachwuchs infrage...
Kommende Woche pausiert „The Big Bang Theory" bei CBS. Die nächste Episode wird am 31. Januar 2019 ausgestrahlt.
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Verfasser: Bjarne Bock am Freitag, 18. Januar 2019The Big Bang Theory 12x13 Trailer
(The Big Bang Theory 12x13)
Schauspieler in der Episode The Big Bang Theory 12x13
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