Funeral for a Dog: Review der Pilotepisode der deutschen Sky-Serie

Funeral for a Dog: Review der Pilotepisode der deutschen Sky-Serie

Der deutschen Sky-Serie Funeral for a Dog merkt man den literarischen Unterbau aus der Romanvorlage im besten Sinne an. Wir bekommen eine dramatische Dreiecksgeschichte, die sich über Jahrzehnte spannt und das zwischenmenschliche Emotionsspektrum breitflächig abdeckt.

Poster zur Serie Funeral for a Dog (c) Sky Atlantic
Poster zur Serie Funeral for a Dog (c) Sky Atlantic
© oster zur Serie Funeral for a Dog (c) Sky Atlantic

Die Serie Funeral for a Dog erzählt uns von den ganz großen Gefühlen und Dramen. Anhand eines aufgeladenen Dreiecks durchstreifen wir die Welt von Kolumbien bis Italien. Kann Sky mit dieser neuen Eigen-Produktion die Zuschauer:innen begeistern?

Wovon handelt die Serie Funeral for a Dog?

Das Grundkonstrukt der Pilotepisode basiert auf zwei Zeitzonen. Im Jahr 2010 begleiten wir den Journalisten Daniel Mandelkern (Albrecht Schuch) nach Italien, wo er den erfolgreichen, aber öffentlichkeitsscheuen Autoren Mark Svensson (Friedrich Mücke) interviewen will.

Im Jahr 1985 ist ebenjener Svensson in jungen Jahren mit seinem besten Freund Felix Blaumeiser (Daniel Sträßer) für ein Sozialprojekt in Kolumbien, wo die beiden auf die charismatische finnische Medizinstudentin Tuuli Kovero (Alina Tomnikov) treffen.

Daniel Mandelkern lernt ebenjene dann Jahre später auf dem Weg zu Svensson kennen, womit der Kreis zwischen den beiden Zeitachsen sich schließt, noch bevor wir uns richtig in der Geschichte orientieren konnten. Der literarische Unterbau der Geschichte ist kaum zu übersehen.

Doch beginnen wir am Anfang. Die Gegenwart des Jahres 2010 ist grau. Und direkt zu Beginn auch einengend und belastend. Wir lernen Daniel Mandelbaum in schlechter körperlicher Verfassung auf der Flugzeugtoilette kennen, auf der er am Ende einer schon beim Zuschauen beklemmenden Reinigungsaktion seinen Ehering die Toilette runterspült. Zurück auf seinem Platz lernt er eine Frau auf dem Nachbarsitz kennen, die ein Kind dabei hat. Sie spricht ihn auf das Buch von Mark Svensson in seinem Schoß an, ohne zu offenbaren, dass sie die Protagonistin desselben ist, nämlich Tuuli.

Im Rückblick sind wir dabei, wie diese Tuuli in Kolumbien ankommt und von Mark und Felix am Flughafen abgeholt wird. Alle drei sind voneinander fasziniert und schon in der Pilotepisode wird deutlich, dass es hier noch emotional und kompliziert wird.

Wie kommt es rüber?

Zuerst der einzige Wermutstropfen einer gelungenen Produktion: Der Roman von Thomas Pletzinger, auf dem die Miniserie basiert, erschien 2008. Und ein bisschen merkt man das der Serie auch an. Wir begleiten drei Europäer durch ein südamerikanisches Land, die Probleme werden recht oberflächlich behandelt, alle Einwohner unterliegen mehr oder weniger großen Klischees, Charaktere dürfen vor allem die Besucher aus der ersten Welt haben. Da darf man mittlerweile glücklicherweise mehr gewohnt sein. Aber ein echter Mangel für die Sky-Serie ist das dann auch nicht, denn die will nun mal die Geschichte eines Dreiecks erzählen und wandert dafür in den kommenden Episoden ohnehin recht schnell aus Kolumbien heraus und durch die Welt.

Die literarische Vorlage tut dem Drehbuch gut, denn im Zuge der Adaption ist das Beste rausgezogen worden: eine interessante Story mit starken Charakteren und einem Hang zum Theatralischen - im positiven Sinne. Wenig wirkt gekünstelt in der ersten Episode. Die großen Gefühle schleichen sich durch die Hintertür ein, entfalten ihre ganze Wucht, ohne dass man es wirklich kommen sieht. Die Figuren in der Serie „Funeral for a Dog“ müssen nicht aussprechen, was sie fühlen, manchmal nicht mal direkt, was sie denken. Drehbuch, Regie und Darsteller leisten ganze Arbeit dadurch, dass wir erfühlen und erleben können, was passiert.

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Funeral for a Dog: Serientrailer

Hier noch der Trailer zur neuen Serie „Funeral for a Dog“:

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