Arrow 6x12

Arrow 6x12

Star City ist in der Arrow-Episode All for Nothing fest in der Hand des erpresserischen und mörderischen Cayden James. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer durch einen Maulwurf. Kann das Arrow-Team einen Erfolg feiern?

Szenenfoto aus der „Arrow“-Episode „All for Nothing“ (c) The CW
Szenenfoto aus der „Arrow“-Episode „All for Nothing“ (c) The CW
© zenenfoto aus der „Arrow“-Episode „All for Nothing“ (c) The CW

Zehn Millionen Dollar pro Tag soll Bürgermeister Oliver Queen (Stephen Amell) täglich an den Schurken Cayden James (Michael Emerson) überweisen, da sonst die Bewohner von Star City leiden. In der aktuellen Folge All for Nothing geht das nun schon eine Woche lang so und langsam laufen die Optionen aus und die Geldreserven werden knapp. Auch ARGUS kann da nichts ausrichten, denn gleich eine ganz Reihe von Tauchern wird durch den tödlichen Kommunikationshack von James ermordet (was ich immer noch und jedes Mal wieder ziemlich albern finde).

Zudem hat James eine gefährliche Bombe in seinem Besitz, die große Verluste anrichten könnte, darum sollen Bombenschutzräume organisiert werden, denn auch die Bundesbehörden können nicht helfen. James hat alle wichtigen Ein- und Ausgänge der Stadt unter Kontrolle und das Team muss unbedingt besagte Bombe finden, um eine Katastrophe zu verhindern.

Undercover Lover

Szenenfoto aus der „Arrow“-Episode „All for Nothing“
Szenenfoto aus der „Arrow“-Episode „All for Nothing“ - © The CW

Die Hoffnung liegt auf Vincent (Johann Urb), der als Maulwurf bei Cayden James untergetaucht ist und seiner Freundin Dinah (Juliana Harkavy) und ihren Heldenkollegen Hilfe anbietet, während er nebenbei sein Cover schützen muss. Denn James hasst unvorhergesehene Überraschungen und Verrate. So betrauert er mit seinem inneren Kreis den jüngsten Verlust von Sheck (Tobias Jelinek) und hat schon eine Ahnung, dass ein Verräter in den eigenen Reihen sein muss.

Nebenbei erleben wir auch einen Flashback aus der Sicht von Dinah und Vincent. Er spielt rund um das Kennenlernen und die gemeinsamen acht Monate undercover in Central City, wobei ich den Eindruck habe, dass wir fast alles davon schon bei der damaligen Einführung von Dinah in Staffel fünf gesehen hatten. Das neue Material liefert jedenfalls keine bahnbrechenden Erkenntnisse, außer vielleicht, dass die beiden ein riskantes Spiel gespielt haben als Undercoverlover und dann eben aufgeflogen sind.

Honeymoon in Aruba

Im Star City der Gegenwart hat Felicity (Emily Bett Rickards) derweil den Traum, die Flitterwochen mit Oliver in Aruba nachzuholen, sobald Cayden James besiegt ist. Die beiden Dreierteams möchten sich die Stadt aufteilen, um an die Bombe zu kommen, wobei Olivers Teil darüber eingeweiht wird, dass Vincent ein Doppelagent ist und beide Teams wieder die Kräfte bündeln. Bis auf Oliver haben die anderen wenig Probleme damit, Vincent zu vertrauen und schon bald soll er auf eine Art Selbstmordmission in die Höhle des Löwen gehen und Daten von James stehlen.

My fake daughter is a stalker

Quentin (Paul Blackthorne) wird derweil auf Schritt und Tritt von Laurel aka Black Siren (Katie Cassidy) verfolgt, die aber immer wieder verschwindet, wenn er sich umdreht. Dieser Handlungsstrang und dessen Ausführung wirkt in meinen Augen ein wenig slapstickmäßig, das könnte man so auch in der „Benny Hill Show“ mit lustiger Musik sehen.

Weil Quentin und Thea sonst wenig zu tun haben, ist das nun aber ihr aktueller Arc und gemeinsam versuchen sie, Laurel auf ihre Seite zu ziehen. Sie locken sie in einen Raum, in dem Quentin ihr schöne und positive Erinnerungen „seiner“ Laurel zeigt und auch kurz sicher ist, zu ihr durchzudringen, da er etwas in ihren Augen zu sehen glaubt, was von Güte zeugt. Mit einem Canary-Schrei zerstört sie jedoch die Erinnerungs-Installation und ist als Siren abseits der Begegnungen mit Quentin weiterhin mörderisch unterwegs, was auch noch eine andere Figur in der Folge zu spüren bekommt. Es ist ein bisschen schade, dass Thea und Quentin eher die zweite oder doch dritte Geige spielen, wobei die Autoren im Falle Quentins ja bereits die gesamte Staffel über die Storyline um Siren aufbauen, die sich in eine klare Richtung zur Läuterung der Schurkin entwickelt.

Beste Internetleitung der Welt

Szenenfoto aus der „Arrow“-Episode „All for Nothing“
Szenenfoto aus der „Arrow“-Episode „All for Nothing“ - © The CW

Ich entschuldige mich an dieser Stelle dafür, dass meine Zwischenüberschriften diesmal alberner als gewohnt sind, aber manche Szenen und Aktionen sind einfach zu hanebüchen, um sie unkommentiert hinzunehmen. Die Übertragung der riesigen Datenmenge von 80 Terrabyte innerhalb weniger Sekunden gesellt sich dabei zu dem 50-Meter-Fall vom Berg nach einer Schwertwunde, der mit Wunderkräutern geheilt wird, und dem Shuttle-Flieger nach Nanda Parbat, den Malcolm und andere Figuren abonniert haben. Manche nennen es nitpicking, aber es sind vermeidbare Störfaktoren.

Immerhin gibt es eine halbwegs spannende Szene zwischen Vincent und James, der ihn in seinem Computerraum ertappt und dabei von Felicitys Fachjargon gerettet wird, wobei James sicherlich dort schon prüft, ob sein temporärer Verbündeter ihn hintergeht. Denn kurz darauf gibt es Ausflüchte rund um eine Freundin im Krankenhaus und den Versuch, den Excop per Folter zum Reden zu bringen. Da seine Selbstheilungsgabe ihn allerdings auch Folter überstehen lässt, ist das nur Show vom Aggressor James, um das Arrow-Team und vor allem Dinah zu provozieren und ihre Aufmerksamkeit zu teilen.

Im Arrow-HQ gelingt mit Alenas Hilfe die Auswertung der riesigen Datenmenge und so wird der Entschluss getroffen, nach der Bombe, die immer wieder den Ort wechselt, zu suchen. Wenn da nicht eine vermeintliche Botschaft von Vincent wäre, dessen Folter übertragen wird und Dinah dazu bringt, emotional - wie von James wahrscheinlich gewünscht - zu reagieren.

Beim Anschauen dieser Folge ist mir durch den Kopf gegangen, dass man als Macher einer Networksuperheldenserie dazu verdammt ist, irgendwann im Verlauf einer Staffel dazu überzugehen, die Protagonisten zu immerwährenden Niederlagen zu verdonnern. Sonst würde man sich über Langeweile, fehlende Spannung und zu perfekte Helden beschweren. In dieser Folge kriegen die Helden gehörig auf den Deckel, weil die gesäte Zwietracht fruchtet.

Green Arrow und Spartan suchen also alleine nach der Bombe und finden nur eine Gruppe von Geiseln mit einer anderen Bombe, die Zeit schinden soll, während Dinah und Vince direkt in die Falle tappen, durch eine Explosion verwundet und verschüttet werden und die Rache von James spüren. Der durch die Explosion aufgespießte Excop kann seine Freundin nicht befreien, während James Siren damit beauftragt, ihre Treue ihm gegenüber zu beweisen. Ihr Canary-Schrei geht gebündelt auf Vincents Hirnbereich und tötet den fast unzerstörbaren Vigilante. Die Szene ist überraschend brutal und intensiv und das Ableben kommt unerwartet, ist aber auch ein konsequenter Aufbau von James als Schurken zur Staffelhalbzeit. Dennoch habe ich Sorgen, wie sich der Rest der Staffel gestalten wird, denn bislang bleibt James als Schurke hinter den Erwartungen zurück oder vollbringt vor allem unfreiwillig komische Morde durch Elektrizität (vielleicht sollte jemand Black Lightning rufen?)

Alles für nichts

Szenenfoto aus der „Arrow“-Episode „All for Nothing“
Szenenfoto aus der „Arrow“-Episode „All for Nothing“ - © The CW

Das Team hat diesmal nichts gewonnen. Vincent ist tot und auch die Bombe wieder spurlos verschwunden, dafür hat Alena aber im gestohlenen Material ein paar interessante Details gefunden. Beispielsweise ein erschreckend offensichtlich gefaktes Video zum Mord an Caydens Sohn, aber auch den Zusammenhang, dass es die gleiche Person sein muss, die dem FBI ein bearbeitetes Bild von Oliver hatte zukommen lassen. Fakefotos und News vom russischen Kollegen Anatoly vielleicht? Er weiß zumindest am meisten über Oliver Queen und stellt sich über mehrere Ecken noch als wahrer Schurke heraus. Irgendwas lauert da noch im Hintergrund. Dinah will derweil Rache für den Tod von Vince und Thea glaubt wieder, dass Laurel womöglich doch nicht zu retten ist. Das Problem an der Laurel-Storyline ist, dass die Figuren wie Ping-Pong-Bälle die Seiten und Einstellungen ihr gegenüber wechseln. Wobei auf der negativen Seite ihrer Taten eine sehr viel längere Liste steht als die wenigen positiven Akte, an die sich Quentin immer wieder klammert.

Fazit

Szenenfoto aus der „Arrow“-Episode „All for Nothing“
Szenenfoto aus der „Arrow“-Episode „All for Nothing“ - © The CW

Das Arrow-Team zieht weiterhin gegen Cayden James den Kürzeren, obwohl sie eigentlich eine Geheimwaffe hatten, die nun nicht mehr im Spiel ist. Außerdem leidet die Stadt unter seiner Tyrannei. Es wäre wohl an der Zeit, Verstärkung anzufordern, doch würde diese es überhaupt nach Star City schaffen?

Die sechste Arrow-Staffel leidet weiterhin an bereits mehrfach aufgeführten Schwächen, die ich nicht wiederholen muss. Momentan ist alles nur sehr durchschnittlich spannend und sehenswert, während Teilaspekte regelrecht albern sind und mir aus dem Grund einfach nicht gefallen.

Trailer zur Episode The Devil's Greatest Trick (6x13) der US-Serie Arrow:

Verfasser: Adam Arndt am Freitag, 2. Februar 2018

Arrow 6x12 Trailer

Episode
Staffel 6, Episode 12
(Arrow 6x12)
Deutscher Titel der Episode
Pyrrhussieg
Titel der Episode im Original
All for Nothing
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 1. Februar 2018 (The CW)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Dienstag, 23. Oktober 2018
Erstausstrahlung der Episode in Österreich
Dienstag, 23. Oktober 2018
Regisseur
Mairzee Almas

Schauspieler in der Episode Arrow 6x12

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?