Arrow 5x17

© zenenbild aus der Arrow-Episode „Kapiushon “ / (c) The CW
Oliver Queen (Stephen Amell) steckt in der Arrow-Episode Kapiushon in der Gewalt von Adrian Chase aka Prometheus (Josh Segarra), der ihn so lange foltern möchte, bis dieser ihm sein Geheimnis verrät. Dafür konfrontiert er ihn mit seinen vergangen Opfern und hofft ihn zu brechen.
Im Flashback geht es weiterhin um den Kampf gegen den Bratva-Verräter Gregor und darum einen Plan von Konstantin Kovar (Dolph Lundgren) zu vereiteln. Diese beiden Stränge machen den Großteil der Episode aus, wobei der Flashback-Part die meiste Screentime erhält.
Kapuze

Anders als vermutet, lebt Bratva-Pakhan Gregor (David Meunier) noch immer und wurde von Oliver, Anatoly (David Nykl) und Co mitgenommen, um weitere Informationen zu seiner Zusammenarbeit zu erfahren. Die Warnung die er beim letzten Mal ausgestoßen hat, kann Anatoly mit der Russischen Revolution in Verbindung bringen und beim Verhör warnt er seine ehemaligen Kameraden, dass sie sich aus dem Staub machen sollen, denn Kovar wird niemanden verschonen.
Tatsächlich stirbt Gregor dann doch endlich und erhält eine Bratva-Trauerfeier, bei der dem Verstorbenen Geld für die Unterwelt (zum Bestechen des Teufels) mit auf den Weg gegeben wird. Zeit wird es also für einen neuen Big Boss und da das nach Seniorität geregelt wird, soll Anatoly die Nachfolge übernehmen. Ein paar Blutschwüre später und er hat nun also das Sagen, wobei Victor (Foreshadowing lässt grüßen) ein wenig zu tief schneidet. Um weitere Informationen zu Kovars Plan zu erhalten, will Oliver Galina (Natalia Vasiluk), Mutter von Taiana und Vlad aus Staffel vier, um Unterstützung bitten, löst auf dem Markt aber eine kleine Szene aus.
Derweil erfahren wir, dass Malcolm (John Barrowman) hier schon seine Hände im Spiel hatte und Kontakt zu Kovar aufgebaut hat. Amüsant ist der Kontrast in der Vorstellung von CEO Malcolm und Gangster Anatoly. Von Merlyn stammt offenbar das Gas, mit dem Kovar seinen tödlichen Plan durchführen möchte und die russische Regierung stürzen will.
Also versucht die kleine Bratva-Gruppierung die Übergabe zu verhindern, während Oliver als the Hood Rückendeckung zu geben versucht. Doch Kovars Männer sind in der Mehrzahl und könnten das Sarin stehlen. Dabei kommt auch einer der ihren um, was verdeutlicht wie tödlich es sein kann.
Coup mit Sarin

Anschließend versucht Oliver per Foltermethoden Informationen aus einem von Kovars Männern zu holen und droht ihn, ihn mit einer neu gelernten Methode zu häuten. Der Oliver dieser Phase ist wohl der skrupelloseste, was das Über-Leichen-Gehen angeht. Doch da Kovar nicht nur die politische Elite des Landes, sondern auch Unschuldige umbringen will, scheint ihm jedes Mittel recht.
Um das und Kovars Terroranschlag bei der großen Casinoeröffnung zu verhindern, will Oliver es noch einmal bei Galina versuchen. Diesmal in dem er sie auf etwas anspricht, was ihm ihre Tochter mitgeteilt hat und so kann er sie auch tatsächlich als geheime Unterstützerin gewinnen.
Eines teilt er ihr jedoch nicht mit, nämlich den wahren Mörder ihrer beiden Kinder: ein Monster namens Oliver.
Tödliches Casino
Der Sturm auf das Casino gelingt dann - auch durch die Hilfe von Kovars Angestellten, allerdings wird das Gas trotzdem freigelassen und fordert manches Opfer. Nebenbei betrügt Victor auch noch Anatoly, was viel zu plötzlich kommt, wenn er sich doch vor wenigen Episoden erst auf seine Seite geschlagen hat und Galina muss für den Verrat mit ihrem Leben zahlen, genauso wie Victor, der vom Gas erwischt wird.
Natürlich kommt es zum Kampf zwischen Oliver und Kovar (beziehungsweise deren viel wendigeren jüngeren Stuntmen), wobei Kovar etwas würgen darf, aber Oliver doch die Oberhand gewinnt und ihn erstechen und so aus dem Verkehr ziehen kann. Die Autoren versuchen das ganze mit einer Parallelmontage mit den Szenen aus der Gegenwart spritziger zu gestalten, was diesmal aber - in meinen Augen -nur bedingt gut funktioniert. Jedenfalls glaubt Oliver den Feind besiegt und Russland gerettet zu haben. Putin approves (sofern er in dieser Welt überhaupt im Kreml sitzt).
Captain Queen

Zur Feier des Tages wird Oliver zum Bratva-Captain befördert und erhält sein charakteristisches Tattoo auf der Brust, wobei er eigentlich nicht vor hat, sehr viel länger in Russland zu verweilen. Doch das ist gleichzeitig eine Visitenkarte, wenn er weltweit anderen Bratva-Mitglieder über den Weg läuft. Wie nützlich das sein kann, haben wir auch schon gesehen.
In der letzten Szene der Flashbacks erfahren wir, dass Malcolm dafür sorgt, dass Kovar wiederbelebt oder am Leben erhalten wird, auch wenn er eine Weile aus dem Verkehr gezogen sein wird. Seine Rache - so sieht es beim Blick in seine Augen aus - dürfte furchtbar sein. Allerdings wissen wir aktuell noch nicht, was Malcolm mit ihm hat anstellen lassen. Leider blieb die Figur und die Flashback-Geschichte um sie herum hinter den Erwartungen zurück, was allerdings auch an den mittelmäßigen Stories aus Russland liegt, die zwar besser als die Rückkehr auf die Insel sind, aber auch wenig spannendes bieten. Zum Glück dauert es nicht mehr lang, bis wir sie (hoffentlich) endgültig los sind.
154 Sekunden
In der Gegenwart foltert Chase Oliver fröhlich vor sich hin und versucht Rache für den Mord an seinem Vater zu bekommen, der sich 154 Sekunden lang quälen musste, ehe er das Zeitliche segnete. Seinen Künstlernamen Prometheus hat er gewählt, weil er in der Sage diejenige Person war, die sich getraut hat von den Göttern zu stehlen und ähnliches will er nun auch bei Oliver machen, der sich als Held feiert.
Zudem drapiert er noch einige Fotos von Olivers Opfern an seinen Wänden, beispielsweise eines das er mit drei Pfeilen hingerichtet hat, um Felicity zu schützen. Chase will Gleiches mit Gleichem vergelten, wenn er nicht mit seinem dunkelsten Geheimnis rausrückt, also kassiert Oliver drei Pfeile, versteht aber nicht, worauf sein Feind hinaus will.
Ein Lob gebührt sowohl Amell, der bislang eine seiner stärksten Performances abliefert, als auch seinem Gegenüber, der nun voll aufdrehen und den rachsüchtigen Psychopathen herauslassen kann.
Einen weiteren Psychoterror-Versuch unternimmt Chase, als er Evelyn (Madison McLaughlin) in seine Zelle bringen lässt und ihn vor die Wahl stellt, ob Oliver sie umbringt oder er es später vor seinen Augen tut. Olivers Verzweiflung ist allgegenwärtig und er weiß nicht, was er tun soll.
Confess!
Chase provoziert ihn weiter und lässt ihn denken, dass er sein ehemaliges Teammitglied umbringt (Spoiler: Beide tun nur so und stecken weiter unter einer Decke), doch in Oliver brodelt es gewaltig und diese Tat sorgt dafür, dass er das gesteht, was Chase hören wollte. Er hat gemordet, weil es ihm gefallen und in manchen Fällen (man denke wohl an Kovar) auch Genugtuung bereitet hat. Bevor er ihn gehen lässt, brennt er ihm jedoch noch sein Bratva-Tattoo mit einem Brenner vom Leib. Im Endeffekt erfahren wir, das Oliver sechs Tage lang fort war und sein Team sich Sorgen um ihn gemacht hat, aber ihn offensichtlich nicht finden konnte. Allerdings scheint Prometheus ihn gebrochen zu haben, denn er möchte nicht mehr weitermachen und seine Karriere als Green Arrow an den Nagel hängen. Ein recht typischer Arrow-Cliffhanger, der mit hoher Wahrscheinlichkeit schon in der nächsten Folge relativiert wird, weil Prometheus etwas macht, was ihn zur Rückkehr zwingt.
Fazit
Während mir der Gegenwarts-Teil recht gut gefallen hat, kann ich mit den Flashbacks einfach nichts anfangen. An sich ist die Idee sich in Kapiushon mehr Zeit für den Russland-Plot zu nehmen zu begrüßen. Allerdings sollte man dann auf Autorenseite auch genug interessanten Stoff haben, um die Zuschauer zu unterhalten und nicht zu langweilen und das ist hier nicht der Fall.
Das zieht dann auch den gut gespielten und durchaus spannenden Gegenwarts-Plot mit dem Katz-und-Maus-Spiel beziehungsweise die Gesamtwertung der Episode runter. Kurz hatte ich die Hoffnung, dass wir durch Kovars „Tod“ schon früher von den Flashbacks verschont werden, aber leider ist das doch nicht der Fall. Dass Malcolm dort nun schon eine Rolle spielt, gefällt mir wiederum eigentlich ganz gut, denn das könnte die erste Staffel in der Rückschau vielleicht sogar für einen Rewatch attraktiv machen.
Verfasser: Adam Arndt am Donnerstag, 23. März 2017Arrow 5x17 Trailer
(Arrow 5x17)
Schauspieler in der Episode Arrow 5x17
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