American Auto: Review der Pilotepisode

American Auto: Review der Pilotepisode

Die Comedy American Auto stammt von den Superstore-Machern. Sogar mit Darstellern der Supermarktserie gibt es vereinzelt ein Wiedersehen. Erzählt wird die Geschichte der Führungsetage eines amerikanischen Automobilherstellers auf urkomisch-charmante Art und Weise.

Serienposter zur Serie American Auto (c) NBC
Serienposter zur Serie American Auto (c) NBC
© erienposter zur Serie American Auto (c) NBC

Die neue Serie American Auto lässt sich in einer aktuell spärlich besetzten Sparte nieder, der komisch-emotionalen Workplace Comedy. Das ist kein Zufall, schließlich stammt sie vom Superstore-Team, der schmerzlich vermissten Serie über eine fiktive Supermarktfiliale.

Wovon handelt die Serie American Auto?

Manche Fans der Serie „Superstore“ könnten in Ermangelung adäquaten Nachschubs in Versuchung geraten sein, das wunderbare Serienfinale öfter mal zu rewatchen. Das muss nun nicht mehr unbedingt ein wöchentliches Ritual sein, denn mit „American Auto“ kommt ein starker Kandidat auf die Mattscheibe, der die Lücke im Herzen füllen könnte.

Wir lernen in der Pilotepisode die Chefetage eines amerikanischen Automobilherstellers kennen. An der Spitze steht die neue CEO Katherine Hastings (Ana Gasteyer). Sie ist schlau, schlagfertig, geschäftsorientiert, nur leider hat sie kein Verständnis für Autos, nicht mal einen Führerschein nennt sie ihr Eigen. Das ist aber kein Problem, schließlich findet Katherine, dass es ohnehin hinderlich ist, wenn man zu sehr mit dem Produkt verbunden ist, das man verkaufen möchte.

An ihrer Seite ist der Autofan und gleichzeitig fleißige Kommunikationsleiterin Sadie (Harriet Dyer). Sie versucht, alles richtig zu machen und dazu gehört auch, ihre Affäre mit dem Fließbandarbeiter Jack (Tye White) vor ihren Kollegen geheim zu halten.

Am Tisch der Executives nimmt auch Wesley (Jon Barinholtz) Platz, ein Nachfahre der Gründerfamilie, der jedoch für den CEO-Posten übersprungen wurde. Elliot (Humphrey Ker) ist Chief Sales Officer, Cyrus (Michael Benjamin Washington) der Chefdesigner. Als Assistentin der Geschäftsführung glänzt Dori (X Mayo).

Über den Verlauf der Pilotepisode sehen wir, wie Katherine sich den neuen selbstfahrenden Wagen präsentieren lässt, den Cyrus mit seinem Team entwickelt hat und der abends vorgestellt werden soll. Sechs Stunden davor stellt das Team jedoch fest, dass das Auto Menschen auf der Faarbahn nur dann erkennen kann, wenn sie sehr helle Haut haben. Um das rassistische Auto zu ersetzen, müssen die Manager sich schnell was einfallen lassen. Die Rettung ist eher eine Notlösung, die während der Vorstellung notdürftig durch Sadie gerettet wird.

Unterdessen wird Sadies Freund Jack in das Chefteam gezogen, nachdem er von dem rassistischen Auto angefahren wurde. Katherine erkennt sein Potential und befördert ihn zu einem Schreibtischjob. Das macht Sadie nun wiederum nervös, die gehofft hatte, ihre Affäre durch räumliche Distanz besser verheimlichen zu können.

Wie kommt es rüber?

Wer sich nicht für Autos oder Unternehmen generell interessiert, der kann hier erleichtert aufatmen. Die Story an sich tritt schon in der Pilotepisode in den Hintergrund und macht Platz für den eigentlichen Star der Serie: den sympathisch-verqueren Teamgeist, der sich blitzschnell zwischen Katherine und den anderen breitmacht. Besonders Superstore-Fans werden keine fünf Minuten brauchen, um in die neue Serie zu finden. Das liegt nicht nur daran, dass mit Jon Barinholtz ein „Cloud-9“-Kollege seine Rolle in einem neuen, aber auch arg bekannten Gewand wieder auf die Mattscheibe bringt. Auch die anderen Figuren hätten im Supermarkt ihren Platz gefunden.

Doch auch alle anderen Zuschauer können sich von der Komik und dem Gefühl mitreißen lassen. Die Charaktere wirken runder, als man es von anderen Comedys in den ersten 22 Minuten gewohnt ist. Wenig Klischees, kaum Übererklärungen liegen vor. Die Drehbuch-Autoren verschwenden keine Zeit und erwarten, dass wir uns schon reinfinden in die Dynamik der Gang. Das geht dann auch erwartungsgemäß schnell, schließlich liegt dem Ganzen ein schon oft verwendeter Grundriss unter. Doch nur, weil das Rad nicht neu erfunden wird, ist die Serie dadurch keinen Deut schlechter. Was sie machen soll, ist, die Zuschauer emotional abzuholen und auf nicht zu platte Art humoristisch zu unterhalten. Das gelingt in bewährter „Superstore“-Formel, mit ein bisschen Klamauk, ein bisschen Intelligenz und ein bisschen Gesellschaftskritik.

American Auto: Teaser-Trailer

Hier abschließend noch der aktuelle Teasertrailer zur Serie „American Auto“, die gerade beim amerikanischen Network NBC an den Start gegangen ist:

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