A to Z 1x01

© en Feldman und Cristin Milioti in âA to Zâ / (c) NBC
Mit A to Z wirft der US-Sender NBC eine neue Serie auf den Markt, um sich auf dem Comedysektor zu verstÀrken. Dabei geht es um die alphabetisch aufgestellte achtmonatige Datinghistorie von Andrew (Ben Feldman) und Zelda (Cristin Milioti) und um die Frage, ob sie am Ende vor dem Altar landen oder getrennte Wege gehen.
Have we met before?
Andrew ist ein hoffnungsloser Romantiker, der im Gegensatz zu seinen Arbeitskollegen bei einer Partnervermittlung noch an die wahre Liebe und Schicksal glaubt. Zelda ist eine pragmatische, zielorientierte AnwĂ€ltin. Beide sind jedoch solo. Als Zelda in Andrews Agentur zu einem Interview ĂŒber ihre Erfahrungen mit dem Service der Firma erscheint, kommen die beiden ins GesprĂ€ch. Kurze Zeit spĂ€ter stellen sie fest, dass sich ihre BĂŒros gegenĂŒberliegen und dass sie sich vom Fenster aus sehen können. Nachdem sie ihre AktivitĂ€ten und ErzĂ€hlungen eine Zeit lang gegenseitig per Social-Media beobachten, entschlieĂen sie sich schlieĂlich, es mit einem Date zu versuchen.
ZunĂ€chst lĂ€uft es nicht schlecht, bis sie feststellen, dass sie vor ein paar Jahren beim gleichen Konzert gewesen sind. Andrew beteuert, er habe sie in einem silbernen Kleid gesehen und ihr jetziges Treffen wĂ€re deswegen Schicksal. Offensichtlich abgeschreckt verneint Zelda dort gewesen zu sein und beendet das Date vorzeitig. Doch Andrew gibt nicht auf und setzt seine Kollegen darauf an, herauszufinden und zu bestĂ€tigen, dass Zelda die Frau im silbernen Dress war. Allerdings laufen die Dinge fĂŒr Andrew abermals schief als seine Kollegen ihre Ergebnisse der Suche vor ihm und unwissentlich auch vor Zelda prĂ€sentieren. Diese ist wenig begeistert ĂŒber den Eingriff in ihre PrivatsphĂ€re. DarĂŒber hinaus sind die Bilder von ihr auch noch von einer anderen Show, welche an einem anderen Tag statt fand und zeigen sie in einem roten Kleid.
Kurze Zeit spĂ€ter wird Zelda allerdings klar, dass noch nie jemand sich viel MĂŒhe gegeben hat, bevor er ĂŒberhaupt mit ihr zusammen war und ruft Andrew Abends im BĂŒro an, um ihm die Wahrheit zu gestehen: Sie kann sich auch an ihn erinnern, denn sie war bei beiden Shows an diesem Wochenende und trug an diesem Tag das silberne Kleid. Das zukĂŒnftige Paar trifft sich beim verlassen des GebĂ€udes. Andrew stört sich nicht an ihrer LĂŒge beziehungsweise ihrem Zögern und kĂŒsst sie, nachdem sie ihm gesteht, dass sie ein bisschen Schicksal gebrauchen könnte.

Maybe I could use a little meant to be
A to Z ist durch und durch eine Romantic-Comedy im Serienformat. Hierbei verlÀsst man sich ganz und gar auf die beiden Hauptdarsteller Ben Feldman und Cristin Milioti, die zugegeben eine ausgezeichnete Chemie miteinander haben. Vor allem Milioti liefert eine ansprechende Leistung ab. Die PrÀmisse, die Beziehungsgeschichte namensgebend nach dem ABC aufzubauen, klingt interessant, doch sonderlich innovativ ist das dahinter steckende Konzept nicht.
Auffallend ist, dass es einige Darstellungen in der Serie gibt, die sehr stark an die Serie How I Met Your Mother erinnern. Zum einen wĂ€re da die Narration durch die angenehme Stimme von Katey Sagal, deren Voice-Overs stark an den Stil der möglichen Inspirationsquelle erinnert. Von Miliotis Rolle in âHIMYMâ abgesehen, welche allein schon eine Verbindung zur Serie herstellt, besitzt auch Andrew viele gemeinsame Merkmale mit der Figurenzeichnung von Ted Mosby: Er ist ein etwas ungeschickter, aber charmanter und witziger Romantiker, der an das Schicksal und die wahre Liebe glaubt. Auch sein ziemlich verfrĂŒhtes „This is Destiny. This is meant to be,“ erinnert sehr an Teds „I love you“ beim ersten Date.
WĂ€hrend die Hauptfiguren sehr gut miteinander harmonieren will der Funke bei den Nebendarstellern noch nicht wirklich ĂŒberspringen. Gerade die Versuche von Andrews Freund und Sidekick Stu (Henry Zebrowski), die Situationen mit etwas stumpferem Humor zu kommentieren, wirken noch stark aufgesetzt. Generell sind bis auf die liebevoll in Szene gesetzten „Back to the Future“-Sequenzen eher wenig wirkliche Lacher in der Pilotepisode vorhanden. Der romantische Plot hingegen, ist durchaus gelungen.
Fazit
Die erste Episode von A to Z beinhaltet viele charmante Momente und wird hauptsĂ€chlich von ihren guten Hauptdarstellern getragen. Wer ĂŒber den Innovationsmangel hinwegsehen kann und die Parallelen zu vielen romantischen Komödien nicht als störend empfindet, der bekommt eine kleine aber feine Geschichte, die es vielleicht Wert ist, einen zweiten Blick zu riskieren. Alle, die eine hohe Witzdichte erwarten, werden mit der Serie allerdings nicht viel anfangen können, denn zumindest momentan ist der Fokus und die QualitĂ€t eindeutig in der romantischen Abteilung zu finden.
Verfasser: Tim KrĂŒger am Freitag, 3. Oktober 2014A to Z 1x01 Trailer
(A to Z 1x01)
Schauspieler in der Episode A to Z 1x01
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?