Veronica Mars Staffel 4
Veronica Mars Staffel 4 Episodenguide
News zur 4. Staffel Veronica Mars
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Es ist wieder so weit. Unsere geliebte „Vroni“ ist mit ihren Freunden und Familienmitgliedern zurück im kalifornischen Neptune unterwegs und bekommt es in der vierten Staffel mit diversen Bombenanschlägen, mexikanischen Killern und alten Bekannten zu tun. Bevor wir hier in das Staffelreview gehen, muss ich vorweg vielleicht einmal meine persönliche Vergangenheit mit der Serie, dem Film und den Büchern wiedergeben, da dies mein später erfolgendes Fazit der Staffel erklärt und vielleicht sogar Hinweise auf den bereits aufgekommenen shitstorm im Netz geben kann. Wer keine Lust auf eine persönliche Seriengeschichte hat, sollte gleich auf Seite drei springen. Dort wird es ein Fazit ohne Spoiler geben und eines mit Spoiler. „Marshmallows, here we go!“
Die Serie Veronica Mars 2004-2007 - Persönliches
Als am 22. September 2004 damals noch bei UPN der Pilot von Veronica Mars über die US-Bildschirme lief und einige Zeit später bei uns in Deutschland stiefmütterlich vernachlässigt auch beim ZDF ausgestrahlt wurde, war dies für mich eine kleine Offenbarung. Eine Teenager-, coming-of-age-Serie, die es mit abgeschlossenen Fällen der Woche und einem sehr düsteren seriellen Plot schafft, interessant, tiefgründig und sogar lustig zu sein. Ein für die damalige Zeit sehr ungewöhnlicher Serienmix, den wohl viele Zuschauer/-innen so noch nicht gesehen hatten.
Die bis dato noch unbekannte Kristen Bell schaffte es mit Charme und Esprit, diesen fantastischen Charakter, erdacht von Showrunner Rob Thomas, der/dem Zuschauer/-in zu präsentieren und wurde auch durch spätere Rollen weltbekannt. Die Titelheldin Veronica muss hierbei nicht nur den Mord an ihrer besten Freundin aufklären und bekommt es im fiktiven Neptune mit allerlei Kleinkriminellen zu tun, sondern wurde auch auf einer Party vergewaltigt. Verschiedenste gesellschaftliche Themen wurden so im Mikrokosmos Schule und Kleinstadt beleuchtet. Dabei war Veronica eine sehr ungewöhnliche Heldin: wunderhübsch, aber trotzdem nicht sonderlich beliebt, aus ärmeren Verhältnissen in einem sehr wohlhabenden Umfeld, mit dem gefährlichen Nebenjob in der Detektei ihres Vaters. Dazu natürlich immer ein kesser Spruch auf den Lippen. Hinzu gesellten sich die Irrungen und Wirrungen der ersten Liebe und diese gipfelten in einer recht schockierenden Finalauflösung der ersten Staffel, die für mich auch nach einem kürzlich absolvierten rewatch nichts von meiner hohen Wertschätzung verloren hat.
Die folgenden Staffeln zwei und drei sind schwächer, die Liebschaften nicht wirklich gut ausgearbeitet und auch die Fälle schwanken meist zwischen spannend-genial oder merkwürdig nichtssagend. Die Serie hatte jedoch immer einen starken Fokus auf brisante Themen: Mobbing, Vergewaltigung, Erpressung und Missbrauch von Frauen. Themen, die im Network-TV der 2000er-Jahre und vor allem in einer Teenagerserie kaum behandelt wurden. Für diese Betrachtung und die Bearbeitung von wichtigen Themen bin ich der Serie, ihrem Showrunner und Hauptautor Rob Thomas und auch Kristen Bell für die charmante Verkörperung dieser Heldin immer dankbar.
Aus meinem Freundeskreis und unserer Redaktion ist mir bekannt, dass „VM“ bei vielen anderen Serienjunkies ebenfalls diese positiven Erinnerungen hervorruft. Natürlich ist dies auch ein Grund dafür, warum die Kickstarter-Kampagne zum Film 2013 statt der festgelegten zwei Millionen US-Dollar sogar fünf Millionen von den Unterstützer/-innen einsammeln konnte.
Mehr zum Film, Hulu und der vierten Staffel auf der folgenden Seite. Das Fazit folgt auf Seite drei.

Als der gleichnamige Film Veronica Mars 2014 veröffentlicht wurde, hatte ich riesige Erwartungen. So schön es war, wieder in diese Welt einzutauchen, hat mich die Geschichte allerdings nicht abgeholt und enttäuscht zurückgelassen. Ich vermisste die nie bestellte vierte Staffel und hatte mit der Serie erst mal abgeschlossen. Hier noch einmal die produzierte zwölfminütige Trailerpräsentation aus dem Jahre 2007, in der Veronica zum FBI geht. Achtung, Taschentücher bereithalten...
Der Streamingdienst Hulu bestellt eine vierte Staffel und überrascht Fans auf der SDCC
Die Nostalgie- und Reboot-Welle in der Serienwelt ist jedoch noch lange nicht zu Ende, denn im September 2018 verkündet der US-Streamingdienst Hulu offiziell die Bestellung einer vierten Staffel von Veronica Mars. Regelmäßig erscheinen Castingnews über alte Bekannte, die in der neuen Staffel auftreten werden und auch die Darsteller/-innen liefern schönen Content auf ihren jeweiligen Social-Media-Kanälen. Ich bin wieder positiv optimistisch, erwarte aber nach dem Film nicht allzu viel.
Am vergangenen Wochenende trudelten dann unzählige Marvel-, Star Trek: Picard- und The Witcher-News von der diesjährigen San Diego Comic-Con ein, unter anderem auch eine vom Veronica Mars-Panel mit der Überraschung, dass Hulu die Ausstrahlung vorzieht. Außerdem ist die komplette Staffel gleich online und nicht wie zum Beispiel bei The Handmaid's Tale erst drei Episoden und dann wöchentlich jeweils eine.
Die neue Staffel dreht sich natürlich wieder einmal primär um Veronica. Sie ist in Neptune, arbeitet weiterhin als Detektivin mit ihrem Vater Keith (Enrico Colantoni) zusammen, wohnt mit ihrem Freund Logan (Jason Dohring) in einer Strandwohnung und hat ein Hund namens Pony - ihr wiederkehrender Wunsch aus den ersten Staffeln nach einem Pony ist also doch noch in Erfüllung gegangen. Ein Bombenanschlag während der jährlich stattfindenden spring break-Feierlichkeiten bringt nun allerdings Unruhe in die Kleinstadt. Mexikanische Gangster suchen den Täter, der umtriebige Immobilienhai Dick Casablancas („Big Dick“; gespielt von Ryan Hansen) und sein Gehilfe Clyde (J. K. Simmons) mischen in der Sache mit, der Pizzabote Penn (Patton Oswalt) ist mit seiner Online-Crew in den Fall involviert sowie der Senator Maloof (Mido Hamada), die Red-Neck-Familie eines der Opfer, eine rabiate Barbesitzerin, eine junge Version von Veronica und, und, und... Dazu stoßen alte Bekannte wie Wallace (Percy Daggs, Leo (Max Greenfield), Vinnie (Ken Marino) und viele weitere Charaktere, die ihre Momente in einigen Szenen für die Fans bekommen sollen.
Hier noch einmal derTrailerzur neuen Staffel. Das Fazit und das Spoilerfazit folgen auf der nächsten Seite.
Fazit
Schon bei der kurzen Zusammenfassung wird deutlich, dass die Anzahl der Charaktere, die erwartbaren vielen Wendungen und falschen Fährten ziemlich viel Plot für acht Episoden mit einer Laufzeit unter einer Stunde darstellen. Da diese wenig stringente Erzählweise und der Einbau kleinere Subplots immer schon Teil der Serie waren, freut es einen fast, dass man auf die altbekannte Erzählstruktur zurückgegriffen hat. Bei manchen Szenen frage ich mich jedoch, ob der Ton wirklich so beabsichtigt war. Speziell alles rund um die beiden mexikanischen Killer Alonzo (Clifton Collins Jr.) und Dodie (Frank Gallegos) wirkt für mich wie überzeichneter Klamauk. So witzig der Hinweis auf die englische Sprache ist, so merkwürdig wirkt es, wenn eine Szene mit einem brutalen Mord inklusive abgeschlagenem Kopf daraufhin mit purem Slapstick abgeschlossen wird. Die Musikauswahl im Piloten von „In the Ghetto“ verstärkt diesbezüglich nur meine Verwirrung bei der Darstellung. Dazu gesellen sich die ringsuchenden Rednecks, die einer Folge des A-Teams entstammen könnten, genau wie der haarsträubende Schusswechsel in einer Hütte. Dazwischen haben wir tiefgreifende Szenen mit Veronica und ihrem Vater, ein eigentlich interessanter Beziehungsbogen mit Logan, spannende Aufträge und jede Menge hervorragende one-liner unserer Titelheldin. Ein wunderbar nostalgischer Binge, der mich an meine Jugend und an wunderbare Momente der ersten Staffeln erinnern lässt. Für alte Fans wohl ohnehin ein Muss, wenn die Erwartungen nicht zu hoch gesteckt sind. Neueinsteiger/-innen werden die nostalgische Faszination an der Serie wohl eher nicht verstehen und sollten einen Bogen um Neptune machen. Das Fazit inklusive diverser Spoiler folgt unter dem Bild.

ACHTUNG, Spoilerfazit
In der finalen Episode wird der beziehungsweise werden die Bombenleger natürlich geschnappt, Keith und seine Spätfolgen des Unfalls sind kein Thema mehr und Veronica und Logan heiraten. Alles schön, mag man denken. Pustekuchen. Kurz vor dem Antritt der Flitterwochen, geht Logan zum Auto, in dem Penn seine finale Bombe platziert hat und durch das Fenster hört Veronica die Explosion. Logan ist tot. Ein Jahr später wird Veronica eine Nachricht ihres verstorbenen Mannes von seiner Therapeutin zugespielt, in der er ihre unfassbare Stärke und Kraft lobt. Shitstorm incoming!
In den USA und auch bei uns in den Kommentaren wurde dieses Ende unterschiedlich aufgefasst. Einige sind sehr zufrieden und glücklich mit der Staffel, andere unterstellen dem Showrunner und den Autoren absolute Unfähigkeit. Dies ist natürlich eine überspitze Zusammenfassung der unterschiedlichen Meinungen, die jede/-r für sich noch einmal unter dem oben angegebenen Link nachlesen kann. Serienmacher Rob Thomas äußerte sich selbst zum Finale und bevorzugt eine härtere Film-Noir-Geschichte in einer möglichen nächsten Staffel - ohne einen Ehemann, der zu Hause auf unsere Heldin wartet. In diesem Interview mit TV Line macht Thomas seine Gedanken recht deutlich und bittet alle Fans, Ruhe zu bewahren.
Ich kann den Ansatz gut verstehen, hätte jedoch eine andere Variante ohne Todesfall favorisiert. Zu Anfang der neuen Staffel wird gezeigt, dass Logan und Veronica auch Probleme in ihrer Beziehung haben. Diesbezüglich hätte ich mir eine tiefere Ausarbeitung der Problematik gewünscht. Dass sich Veronica eine gewalttätigere und weniger lethargische Version des früheren bad boy Logan wünscht, wurde später kaum mehr behandelt. Eine mögliche Trennung der beiden hätte diese tiefgreifenden psychologischen Aspekte begründen können.
Auch sein gefährlicher Beruf wäre Grund genug für eine profundere Beziehungskomplikation gewesen. Logans Tod musste für die Fortführung der Geschichte - so wie Rob Thomas sie sich vorstellt - nicht zwangsläufig geschehen, vor allem dann nicht, wenn es wieder einmal in die bekannte Trope fällt, dass Frauen nur „stark“ sein können, wenn ihnen ein Unheil oder ein Verlust widerfährt. Logan bestätigt dies explizit in der Nachricht am Ende. Hier jedoch wirkt es für mich fast so, als ob er sie nur deswegen liebt und nicht unbedingt wegen ihrer Person oder ihres eigentlichen Charakters.
So ganz im Reinen bin ich somit mit dem Finale der Staffel nicht. Habe ich mich amüsiert, gefreut und gelacht bei der Staffel? Ja, absolut. War sie wirklich qualitativ hochwertig produziert oder toll geschrieben? Irgendwie nicht. Trotzdem will ich mehr!
Derzeit sind die ersten drei Staffeln von Veronica Mars leider nur auf DVD oder im Einzelabruf in Deutschland erhältlich. Es gibt noch keine offizielle Meldung, ob ein Sender oder ein Streamingdienstanbieter die Serie/Staffel lizenziert hat. Viel Spaß also im USA-Urlaub...
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