Law & Order: Special Victims Unit 13x03

Law & Order: Special Victims Unit 13x03

Law & Order: SVU versteht es in dieser Staffel, alte Themen in neuem Licht zu präsentieren. So war auch „Blood Brothers“ eine interessante Episode, die mehrere Überraschungen bereithielt, als man sich zu Beginn vorstellen konnte.

Dreh- und Angelpunkt in dieser Episode war vor allem Diane Neals erster Auftritt in der 13. Staffel. Denn sie war es erst, die die nötige Spannung in die Folge hineinbringen konnte. Und das war auch dringend nötig. Denn nach ihrer etwas abschätzigen Äußerung gegenüber Bensons (Mariska Hargitay) „neuem Partner“, Det. Amaro (Danny Pino), am Anfang der Folge, plätscherte sie zunächst einige Zeit vor sich hin.

Die danach präsentierte Geschichte der Marke „Junge aus reichem Haus vergewaltigt Mädchen aus armem Haus und irgendwie war aber eigentlich sein Vater der Täter“ wanderte dadurch auf ziemlich ausgelutschten Pfaden. Erst eine Auseinandersetzung über Grundfragen der Arbeit von Poizei- und Staatsanwaltschaft zwischen Benson und Novak (Neal) konnte für ein kurzes Aufhorchen sorgen.

Und das wurde auch nicht enttäuscht. Denn dadurch, dass sich die Prämisse durch den Tod des mutmaßlichen Täters und die komplett andere Verwicklung des Vaters in den Fall komplett drehen konnte, überraschte SVU erneut. Dies wiederum ist etwas, was der Serie in den letzten Jahren kaum so oft gelingen konnte wie bisher bereits in dieser Staffel.

Schön auch, dass die Politikerrolle diesmal nicht wie in der Law & Order-Reihe sonst üblich klischeehaft schleimig, machtvoll und am Ende (scheinbar) siegend dargestellt wurde. Nein - der auch hier abermals in seiner Rolle des Andrew Raines überragende Kyle MacLachlan spielte den stolzen Vater überzeugend emotional und - Law & Order-storyuntypisch - mit durchaus nachvollziehbaren Handlungen.

Auch die bei Scrubs gerne mal nervende Judy Reyes konnte als mitleidende Mutter des Täters überzeugen. Ansonsten war es, wie in den Wochen zuvor bereits, schön mitanzusehen, dass der komplette Cast erneut in die Klärung des Falls einbezogen war. Genau dieser gleichberechtigte Einbezug aller sympathischer Chraktere war es immer, was die Serie von Beginn an von anderen Procedurals unterschied. Und es war genau das, was der Serie in den letzten Staffeln fehlte...

Fazit

Solange Law & Order: Special Victims Unit weiterhin so gut als Ensemble-Krimi funktioniert wünscht man sich gar nicht, dass diverse Rollen mehr in den Vorder- bzw. Hintergrund gerückt werden. Deswegen kann man hoffen, dass das für den Rest der Staffel Angekündigte noch einige Episoden auf sich warten lässt.

Ebenso bleibt zu hoffen, dass die Storys weiterhin so schön ohne größere Benutzung von Klischees auskommen, denn die Arm vs. Reich-Thematik wurde hier deutlich wertungsfreier dargestellt als erwartet.

Verfasser: Sebastian Detzler am Samstag, 8. Oktober 2011
Episode
Staffel 13, Episode 3
(Law & Order: Special Victims Unit 13x03)
Deutscher Titel der Episode
Blutsbrüder
Titel der Episode im Original
Blood Brothers
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Mittwoch, 5. Oktober 2011 (NBC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Freitag, 25. Januar 2013
Autor
Ildiko Kemeny
Regisseur
Tom DiCillo

Schauspieler in der Episode Law & Order: Special Victims Unit 13x03

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?