Bones 5x09

James Camerons neuer Film „Avatar“ hat einen ziemlich prominenten Platz in der jüngsten Bones-Episode The Gamer in the Grease bekommen, der geradezu einem Cross-Over glich. Die Idee für den Plot bekamen die Produzenten vom Produzenten des Films, Jon Landau, der Bones als die ideale Serie für sein zweifelhaftes Marketing-Projekt sah; schließlich nimmt sich Bones oftmals selbst nicht so ernst. Außerdem bot sich diese faszinierende Cross-Over-Episode geradezu selbst an: Joel David Moore, den wir bei Bones als einen der rotierenden Assistenten namens Fisher kennen, spielt auch im neuen Cameron-Film mit.
Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich habe nichts gegen Product-Placement in TV-Serien, solange es relativ unauffällig abläuft. Sogar in V gibt es für das aufmerksame Auge Apple-Werbung zu entdecken. Am Raumschiff-Empfang, in der letzten Episode, arbeitet die V-Angestellte mit einem iMac - statt des Apfels ist ein Apfel-ähnliches V-Symbol zu sehen. Aber eine komplette Episode in den Dienst der Filmwerbung zu stellen, kann zu viel des Guten sein.
In The Gamer in the Grease war nicht nur alles voll von „Avatar“-Bildern, sondern auch die Figuren mussten sich Sätze über die Lippen kommen lassen wie: „This is so much more than a movie.“ Okay, man kann das von der komischen Seite betrachten. Auf diese Weise wirken solche Aussagen und die gesamte Konstruktion als Ironisierung des künstlich von FOX kreierten Avatar-Hypes; unter anderem erschien diese Woche, wenn auch im Hintergrund, auch bei Lie to Me ein „Avatar“-Hinweis. Das Problem ist, dass die ganze Sache eben nicht als Slapstick gemeint war.
Und damit der Verschnitte nicht genug: Der Fall der Woche, der Mord an einem Gamer, basiert auf dem Dokumentarfilm „The King of Kong: A Fistful of Quarters“. Cross-Over, Hommage oder was auch immer beiseite: Viel wirkungsvoller als „Avatar“ war der Fund am Anfang, mit dem Bones sein hohes Niveau an ekelerregenden Bildern wieder einmal unter Beweis stellte. Punky Pong heißt das Spiel, um das sich die Untersuchungen drehen und welches von einem autistischen Kind perfekt gespielt wurde - den Weltmeister-Titel aber bekommt jemand anders, der das Kind beim Spielen abfilmte. Während Bones (Emily Deschanel) und Booth (David Boreanaz) sich darum streiten, welcher Wettbewerb als Sport bezeichnet und anerkannt werden darf und welcher nicht, lädt Fisher Sweets (John Francis Daley) und Hodgins zur Erstaufführung von „Avatar“ ein, da er drei Tickets ersteigern konnte.
Oh, fast vergessen: In der Bones-Werbepause fand sich ein „Avatar“-Werbespot. Nur so zu Information.
Und Sweets schafft es beinahe, „to pitch a tent“ - Hodgins' Umschreibung für Sex - mit einem unbekannten tätowierten Mädchen, das er an der Schlange vor dem Kino kennenlernt.
Hodgins (T.J. Thyne) hat zudem ein großes Angela-Tattoo an seinem Arm, dessen Entstehen ihrem Vater zu verdanken ist. Angela (Michaela Conlin) will, dass er es entfernt, vor allem damit er nicht über ihr Gesicht schwitzt.
Von den „Avatar“-Anspielungen abgesehen war wohl das lustigste an der Episode Booths „Boom chicka wow wow“ als Euphemismus zu „to pitch a tent“.
(Bones 5x09)
Schauspieler in der Episode Bones 5x09
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?