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Darum geht es in der Folge Die Fünfhundert-Regel der US-Serie 1923: Auf Yellowstone ist der Winter eingebrochen. Jack (Darren Mann, Chilling Adventures of Sabrina) und Elizabeth (Michelle Randolph, „The Throwback“) erfreuen sich an ihrem Glück und Jacob Dutton (Harrison Ford, „Indiana Jones“) hat sich mittlerweile weitestgehend von seinen beim Attentat von Banner Creighton (Jerome Flynn, Ripper Street) erlittenen Verletzungen erholt.
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Zusammen mit den neuen und alten Cowboys der Ranch reiten die beiden in die Stadt, um dort zusammen mit Sheriff McDowell (Robert Patrick, The Night Agent) Creighton zu verhaften. Dieser lebt in einer Villa Donald Whitfields (Timothy Dalton, Penny Dreadful) wie die Made im Speck und wird verhaftet, als er sich gerade zwei Prostituierte in das Haus geholt hat.
Als Whitfield von Creightons Verhaftung hört, setzt er einen Anwalt auf die Sache an, der den Mörder herauspauken soll. Danach begibt sich der skrupellose Geschäftsmann in das Haus und lässt an den beiden Prostituierten seine kranken sadistischen Triebe aus.
Zu Hause auf Yellowstone sind Cara (Helen Mirren, „Shazam! Fury of the Gods“) und Elizabeth zunehmend besorgt über die aufkommenden Entwicklungen, die einen schweren Konflikt völlig unvermeidlich machen. Cara kann nichts anderes tun, als ihren beiden Männern Gespräche über Politik wenigstens bei Tisch energisch zu verbieten.
Der lange abwesende Vater von Teonna Rainwater, Runs His Horse (Michael Spears, „Into the West: In den Westen“) findet derweil die Leiche seiner Schwiegermutter Issaxche, die von einem Ermittler ermordet wurde. Kurz darauf stößt der junge Pete Plenty Clouds (Newcomer Cole Brings Plenty) zu ihm, der Sohn von Hank (Michael Greyeyes, „Firestarter“), bei dem sich Teonna (Aminah Nieves, „Blueberry“) versteckt. Pete reitet ihm voraus.
Während einer Rast fällt Pete in die Hände der drei Priester, die auf der Suche nach Teonna sind. Nach einem kurzen Kampf, bei dem der junge Indigene einen der drei Angreifer verletzt, können diese ihn überwältigen und schlagen ihn übel zusammen. Der von Pete Angegriffene will ihn in das Klosterinternat bringen, während seine beiden Kollegen weiter nach Teonna suchen.
Runs His Horse, der Spuren des Kampfes gefunden hat, verfolgt den Priester und Pete. Dieser fühlt sich von dem Jungen provoziert und will ihn töten, allerdings kommt Runs His Horse rechtzeitig hinzu und die beiden töten den mörderischen Aggressor.
Allerdings haben die zwei anderen Priester mittlerweile Teonna aufgespürt. Im entbrennenden Kampf, in dem Teonna ein weiteres Mal von den angeblichen Gottesmännern misshandelt wird, kann sie einem davon ein Auge ausdrücken, ehe Hank erscheint und die beiden mit dem Gewehr niederstreckt. Allerdings ist der nunmehr Einäugige nicht tot und erschießt seinerseits Hank, ehe Teonna ihn mit einem Stein erschlägt.
Spencer (Brandon Sklenar, Westworld) und Alexandra (Julia Schlaepfer, „Über mir der Himmel“) sind an Bord der Lambridge unter Captain Shipley (Joseph Mawle, The Lord of the Rings: The Rings of Power) inzwischen nach Sizilien gelangt, von wo aus sie ihre Heimreise nach Amerika antreten wollen. Allerdings hat Alexandra dort eine ebenso unerwartete wie unerfreuliche Begegnung.
Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit
Folge sieben der ersten Staffel von „1923“ beschert dem Zuschauer das reinste Wechselbad der Gefühle für die agierenden Charaktere. Der Freude über die Erholung Jacob Duttons (Harrison Ford) (die ehrlicherweise zu erwarten war) folgt direkt die Erkenntnis, dass auch im titelgebenden Jahr, in dem die Serie spielt, Geld die Welt regiert. Obwohl der schmierige Banner Creighton (Jerome Flynn) erwiesenermaßen ein Mörder ist, lässt sein neuer Geschäftspartner nichts unversucht, seinen Handlanger aus dem Gefängnis zu holen.
Diabolischer Bösewicht

Timothy Dalton setzt derweil der ohnehin bereits alles andere als sympathischen Zeichnung des feindlich gesinnten Geschäftsmannes Donald Whitfield die (darstellerische) Krone auf: Dieser entpuppt sich letztlich als schweinischer Sadist, der die Anwesenheit der von Creighton engagierten Prostituierten in seinem Haus dazu ausnutzt, sein Mütchen an den Mädchen zu kühlen. Spätestens jetzt wünscht man dem Erzfeind der Duttons baldmöglichst die Pest an den Hals, während man gleichzeitig den Hut vor dem grandiosen britischen Charakterdarsteller zieht.
Männer Gottes?
Seit ihrem Beginn zeichnet 1923 ein düsteres Bild von der (in diesem Falle katholischen) Kirche; möglicherweise ein Indiz dafür, dass Showrunner Taylor Sheridan dem Bodenpersonal des lieben Gottes hier auf Erden nicht sonderlich wohlgesonnen ist.
Die drei Priester, die Internatsleiter Renaud (Sebastian Roche, The Man in the High Castle) wegen der Verzweiflungstötung zweier missbräuchlicher Nonnen hinter Teonna hergeschickt hat, erweisen sich als wahre Monstren in schwarzen Roben mit unbändigem Hass auf Indigene. Diese sind in ihren Augen dumme, bösartige und primitive Heiden. Diesen Hass lassen sie diesmal an Hanks Teenagersohn Pete (Cole Brings Plenty) aus und veranstalten schließlich ein Blutbad, das jedoch auch sie selbst nicht überleben...

Besondere Aktualität erhält dieser Aspekt der Serie (der übrigens auch in der siebten Folge nicht zu einem Bestandteil der Haupthandlung geworden ist) insbesondere durch die gegenwärtigen Kontroversen bezüglich der Kirche auch hierzulande.
Es ist allerdings anzunehmen, dass die junge Teonna (Aminah Nieves) möglicherweise eine der Hauptfiguren in der zweiten Staffel werden wird, da die letzte Folge mit ihrer bevorstehenden Hauptthematik ziemlich sicher nicht ihre schicksalhafte Geschichte zu Ende bringen kann.
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Der Stand der Dinge
Das Ziel der vorliegenden, zeitweise überaus blutigen Episode ist es, den Stand der Dinge noch einmal deutlich zu machen, ehe es in der letzten Folge der nächsten Woche ans große Finale geht. Schließlich müssen Bösewichter dem Gesetz der TV-Serienwelt nun einmal möglichst hassenswert sein, und diese Darstellung gelingt den Serienmachern geradezu perfekt.
Die Duttons hingegen werden deswegen keinesfalls als unbefleckte Heldenfiguren mit blütenweißen Westen gezeigt, bieten sich aber mit ihrer teils grimmigen, teils liebenswert-brummigen Ambivalenz geradezu als Identifikationsfiguren für das Publikum an.
Insbesondere das Ende der Folge dieser Woche um Spencer (Brendan Sklenar) und Alexandra (Julia Schlaepfer) eröffnet unter Umständen die Chancen für eine Wandlung des entsprechenden Handlungsstrangs. Aber wir werden sehen und wollen nicht zu viel spoilern. Ansonsten auch diesmal wieder vier (Sheriff-)Sterne für eine konstant gute Serie.
Verfasser: Thorsten Walch am Montag, 3. Juli 2023(1923 1x07)
Schauspieler in der Episode 1923 1x07
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