12 Monkeys 1x08

12 Monkeys 1x08

Der Kern der Zeitmaschine ist beschädigt und Dr. Jones muss einen alten Bekannten um Hilfe bitten, um Cole aus der Vergangenheit zu retten. Hier unser Review zum ersten Kapitel des Zweiteilers Yesterday und Tomorrow von 12 Monkeys.

Barbara Sukowa als Dr. Jones / (c) Syfy
Barbara Sukowa als Dr. Jones / (c) Syfy
© (c) Syfy

Nach den aufregenden Ereignissen in der letzten Folge (The Keys) stellte sich die Frage, wie es nach der Bombardierung des Anwesens in Tschetschenien und dem vermeintlichen Tod von Cole (Aaron Stanford) weitergehen würde. Die erstmal enttäuschende Antwort: Cole hat den Raketenangriff einfach überlebt und sitzt nun im Keller fest, wo er auf Rettung wartet.

Im Jahr 2043 wird Jones (Barbara Sukowa) und ihrem Team klar, dass die Plage nicht aufgehalten wurde. Ein weiteres Problem besteht darin, dass der für den Betrieb der Zeitmaschine notwendige Kern angeschlagen ist. Nach einem Versuch, den in der Vergangenheit festsitzenden Cole zurück in die Zukunft zu holen, ist der Kern schließlich vollkommen hinüber. Um das Projekt zur Rettung der Menschheit weiterverfolgen zu können, muss also ein Ersatz her. Wie wir erfahren, gibt es noch einen zweiten Kern, doch dieser ist im Besitz von Colonel Foster (Xander Berkeley), der sich mit seinen Männern in der Militäreinrichtung Spearhead aufhält und einen gänzlich anderen Rettungsplan verfolgt.

Im Gegensatz zu Jones, verwendet der religiöse Foster seinen Kern, um ein Computernetzwerk zu betreiben, welches an einem Heilungsmittel arbeitet. Das Problem: Der Virus mutiert ständig, was die Herstellung einer Impfung oder eines Gegenmittels beinahe unmöglich macht. Zudem glaubt Foster noch nicht an die erfolgreich durchgeführte Zeitreise und ist nicht gut auf Jones zu sprechen, die den Offizier noch von früher kennt, als er nach dem Tod seiner Frau einen Coup startete und die Kontrolle von Spearhead übernahm.

Colonel Foster (Xander Berkeley) © Syfy
Colonel Foster (Xander Berkeley) © Syfy

Ramse (Kirk Acevedo) und Whitley (Demore Barnes) machen sich als erstes auf den Weg, um trotz der schlechten Vorzeichen Überzeugungsarbeit zu leisten. Dabei gibt es für Ramse ein Wiedersehen mit der bereits erwähnten Ex-Freundin Helena, die ihn für tot hielt. Bei der Gelegenheit erfährt er auch, dass er einen Sohn hat. Viel interessanter wird es endlich, als Jones schließlich selbst aufkreuzt, um mit Foster zu reden. Die Zeitreise-Enthusiastin kann ihren alten Bekannten davon überzeugen, dass sie mit ihrer temporalen Manipulation erfolgreich war, doch seinen wertvollen Kern gibt Foster deshalb noch lange nicht auf. Er ist nach wie vor davon überzeugt, die beste Chance der Menschheit liege im Finden eines Heilmittels.

Zurück im Splice-Hauptquartier macht Jones deutlich, dass sie bereit ist über Leichen zu gehen, um Foster seinen Kern abzunehmen. Die kommende Episode wird womöglich weniger ruhig und unblutig ausfallen...


Im Jahr 2015 bekommt Cassandra (Amanda Schull) noch immer keinen Seelenfrieden, obwohl sie davon ausgehen muss, die Zukunft geändert zu haben. Also macht sie sich allein auf den Weg nach Tschetschenien, um den bombardierten Zielort, wo Cole dem Virus ausgesetzt wurde, zu untersuchen. Als Cole schließlich aus dem verschütteten Rest des Anwesens befreit wird, muss er feststellen, dass er beim fehlgeschlagenen Versuch in die Zukunft geholt zu werden, zwei Jahre in die Zukunft gesprungen ist. So befindet er sich nun in einem 2017, in welchem die Welt nach wie vor den Virusausbruch erlebt hat. Cassandra hingegen ist im Jahr 2015 davon überzeugt, nichts habe den Raketenangriff überlebt.

Fazit

Yesterday (1) ist der erste Part eines Zweiteilers, was sich schmerzlich bemerkbar macht. Die gesamte Folge fühlt sich wie ein Set-Up an, zu welchem es erst kommende Woche die Auflösung geben wird und ist dementsprechend unspannend. Vor allem Cassandras Reise nach Tschetschenien und Coles Ausharren im Keller sorgen für Langeweile und das Einführen eines kleinen Kindes, um wenigstens ein bisschen emotionale Resonanz zu erzeugen, wirkt wie ein billiger Kniff aus der dramaturgischen Trickkiste.

Cassandra (Amanda Schull) in Tschetschenien © Syfy
Cassandra (Amanda Schull) in Tschetschenien © Syfy

Xander Berkeley als Colonel Foster ist eine feine Ergänzung des Casts und bringt eine legitime Fragestellung in der postapokalyptischen Zukunft auf: Was, wenn Zeitreise nicht die Antwort ist? Er und Sukowas Dr. Jones ergänzen sich wunderbar, weshalb ich hoffe, dass Spearhead nicht nur dazu dient, dem Zeitreiseprojekt einen neuen Kern zu kredenzen. Vielmehr wünsche ich mir eine Art Kompromiss. Immerhin wurde bereits angedeutet, dass Fosters Leute ein Gegenmittel für eine ältere Version des Virus gefunden haben.

Interessant könnte es auch werden, wenn die Handlung fortan tatsächlich auf drei Zeitebenen stattfindet. Ein baldiges Wiedersehen mit dem Pallid Man (Tom Noonan) wäre allerdings auch nicht verkehrt.

Verfasser: Mario Giglio am Samstag, 7. März 2015
Episode
Staffel 1, Episode 8
(12 Monkeys 1x08)
Deutscher Titel der Episode
Rückschläge
Titel der Episode im Original
Yesterday (1)
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Freitag, 6. März 2015 (Syfy)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Mittwoch, 15. Juni 2016
Regisseur
Michael Waxman

Schauspieler in der Episode 12 Monkeys 1x08

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?