12 Monkeys 1x02

12 Monkeys 1x02

Die zweite Episode von 12 Monkeys schickt Cole ins Jahr 2015, um Informationen über die Armee der 12 Monkeys von Jennifer Goines zu extrahieren, die Patientin in einer Nervenheilanstalt ist. Dabei schafft es die Serie durchaus, Spannung zu erzeugen.

Emily Hampshire als Jennifer Goines in „12 Monkeys“ / (c) Syfy
Emily Hampshire als Jennifer Goines in „12 Monkeys“ / (c) Syfy
© (c) Syfy

Cole (Aaron Stanford) wird in das Jahr 2015 geschickt, um Informationen von Goines' Tochter Jennifer (Emily Hampshire) über die Armee der 12 Monkeys zu bekommen. Dr. Railly (Amanda Schull) sucht währenddessen weiterhin auf eigene Faust nach Antworten. Dabei kreuzt sie auch den Weg eines mysteriösen und gefährlichen Mannes (Tom Noonan), der sich auch bald in Coles Ermittlungen einmischt.

The Nightroom

Um mehr der Armee der 12 Monkeys auf die Spur zu kommen, sucht Cole im Jahr 2015 nach Antworten. Allerdings nicht ohne zuvor noch einen unfreiwilligen Abstecher ins Jahr 2006 nach Nordkorea zu machen. Wieder auf Kurs findet er 2015 ohne Umschweife einen Weg, sich in die Psychartrie, in der sich Jennifer Goines befindet, einweisen zu lassen.

Diese ist anscheinend nicht so verrückt und neben der Spur, wie es zunächst den Anschein hat. Sie verrät Cole, dass sie eins für ihren Vater in dessen geheimem Labor mit dem Namen „Nightroom“ erarbeitet hat. Dort wurden allerdings sämtliche Wissenschaftler, bis auf zwei Überlebende von einer geheimnisvollen Organisation, verkörpert durch den Pallid Man (Tom Noonan), ermordet.

Sie und die zweite überlebende Person kennen demnach den Standort des versteckten Labors, in dem möglicherweise am tödlichen Virus gearbeitet wurde, welches die Menschheit in der Zukunft in die Knie zwingen wird. Doch der Pallid Man ist ihnen auf den Fersen. Zunächst hat Dr. Railly eine unangenehme Begegnung mit ihm, in der ihr dessen Praktiken auf fürchterliche Weise demonstriert werden.

In der psychiatrischen Anstalt kommt es schließlich zur Begegnung aller Beteiligten, in dessen Zügen es dem Pallid Man gelingt, Goines in seine Gewalt zu bringen. Bevor Cole in die Zukunft zurückkehren muss, legt er noch gemeinsam mit Railly fest, dass sie fortan als Team gegen die düstere Zukunft ankämpfen werden.

Twelve is not primary

Mentally Divergent spinnt die Geschichte um Zeitreisen und Viren weiter, wobei es den Autoren dieses Mal gelingt, ein anständiges Maß an Spannung aufzubauen. Zunächst lernen wir Coles Freund Ramse (Kirk Acevedo) aus der Zukunft kennen, der sicherlich noch eine wichtige Rolle spielen wird, bisher allerdings noch keinen großen Einfluss auf die Geschichte hat.

Das gilt allerdings nicht für Jennifer Goines (Emily Hampshire), die sich bereits direkt als wichtiger Faktor der Storyline etabliert. Die Darstellung von Emily Hampshire ist dabei an der Grenze zum overacting, bleibt aber dennoch in einem angebrachten Rahmen, schließlich ist das Spielen von psychisch kranken Menschen ein ziemlich schmaler Grat. Letztendlich weiß sie mit ihrer Darbietung zu überzeugen.

Eine weiterer neuer Akteur ist der Pallid Man (Tom Noonan), der gelungen den Eindruck des dunklen Bösen sowohl in seinem Schauspiel als auch in seiner Inszenierung erweckt. Lediglich sein psychotisches Pfeifen, als er sich von Cole entfernt, erweckt ein wenig übertrieben die Assoziation eines Superschurken aus weniger ernsten Werken.

Auch dass Coles Einweisung musikalisch von dem Lied untermalt wird, welches der Internetgemeinde auch als der „Trololo-Song“ bekannt ist, durchbricht ein wenig die finstere Atmosphäre und brachte mich zum Grinsen. Aaron Stanford als Cole kann mich momentan schauspielerisch noch nicht richtig überzeugen. Möglicherweise braucht er noch ein paar Episoden mehr, um eine klare Linie für sich und seine Figur zu finden. Seine Kollegin Amanda Schull hingegen macht nach wie vor einen ordentlichen Eindruck.

Wie bereits abzusehen war, driftet die Serie deutlich von der philosophisch anspruchsvolleren Vorlage ab und ist dabei wesentlich geradliniger und simpler als sein Ausgangsmaterial. Als Sci-Fi-Thriller an sich funktioniert 12 Monkeys aber immer noch durchaus und so kann diese Folge im Vergleich zur Pilotepisode gerade beim Spannungsbogen einiges an Boden gutmachen.

Fazit

Vielversprechende neue Figuren und mehr Spannung tragen in Mentally Divergent dazu bei, dass ein qualitativer Sprung nach vorne zu verzeichnen ist. Es bleibt zu hoffen, dass diese Richtung beibehalten wird.

12 Monkeys: Promo zue Episode 1x03:
Verfasser: Tim Krüger am Samstag, 24. Januar 2015
Episode
Staffel 1, Episode 2
(12 Monkeys 1x02)
Deutscher Titel der Episode
Patientin 248
Titel der Episode im Original
Mentally Divergent
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Freitag, 23. Januar 2015 (Syfy)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Mittwoch, 15. Juni 2016
Regisseur
David Grossman

Schauspieler in der Episode 12 Monkeys 1x02

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