What We Do in the Shadows Staffel 3 Episodenguide: Alle Folgen im Überblick!

What We Do in the Shadows Staffel 3

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Review zu What We Do in the Shadows Staffel 3

Im letzten Jahr ging im September die dritte Staffel der Serie What We Do in the Shadows bei FX an den Start. Seit letzter Woche ist sie auch hierzulande via Joyn Plus+ streambar, davor war sie schon über Amazon Prime Video im englischen Original verfügbar. Kann sie mit den hervorragenden ersten beiden Staffeln mithalten?

Wir erinnern uns: Im Finale der zweiten Season rettete Guillermo (Harvey Guillen) seinen Meister Nandor (Kayvan Novak) sowie Laszlo (Matt Berry), Nadja (Natasia Demetriou) und Colin Robinson (Mark Proksch) aus der Falle, die ihnen das Vampiric Council im Theater gestellt hatte. Eigenhändig und gefährlich gekonnt nahm der gemütlich gebaute Slayer die gesamte versammelte Untotenschaft aus dem Verkehr, outete sich damit aber auch vor seinen ihm bekannten Vampiren. Im Auftakt der neuen Staffel (The Prisoner) berät die Gruselgang, was nun mit dem Van-Helsing-Familiar anzustellen ist. Lässt man ihn aus Dank am Leben oder geht von ihm eine zu große Gefahr für sie aus?

Am Ende darf er weiterleben und wird sogar vom Diener zum Bodyguard befördert - die ersehnte Vampirmachung ist allerdings immer noch nicht auf dem Tisch, wird dafür aber immer wieder Thema in dieser Staffel. Dabei steht nicht mehr so sehr sein Unwürdigsein im Weg, sondern Nandors depressive Phase in seinem Unleben, wodurch er Guillermo nicht dasselbe aufbürden will. Das wird zum Teil sehr Anne-Rice-mäßig dramatisch, ab und zu vielleicht etwas auf Kosten der Komik.

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FX - © FX

Nach der Auslöschung des Konzils benötigt Staten Island allerdings auch eine neue lokale Vampirverwaltung, so dass Viago (Serienschöpfer Taika Waititi) die WG kurzerhand zum neuen Council ernennt, was zu Blutsauger-Boss-Beef zwischen Nadja und Nandor führt. Dessen Schauspieler kann in der Episode The Cloak of Duplication dann einmal richtig beweisen, was er draufhat, denn um mit einer Fitnessstudio-Rezeptionistin (Lauren Collins) zu flirten, nehmen die anderen mit dem Zauberumhang Nandors Gestalt an, woraufhin Novak seine Co-Stars im jeweiligen Flirtversuch imitiert. Bloody brilliant!

Durch die Council-Storyline bekommen wir angenehmerweise noch mehr von Kristen Schaal als The Guide zu sehen, die immer noch nicht der größte Fan der Gruppe ist, sich aber etwas seltsam an Guillermo ranschmeißt. Dieser hat weiterhin nur Nandors Zuneigung und Lob im Sinn, was in dieser Staffel beinahe explizit romantisch wird, wenn er mit der besagten Rezeptionistin in Nandors Gestalt über ihre Beziehung spricht oder er offensichtlich eifersüchtig reagiert, sobald Nandor zu seiner alten Menschenfreundin Gail (Aida Turturro) Kontakt aufnimmt, die nach der Folge Gail benannt ist. Sie ist, wie sich herausstellt, irgendwann in der Zwischenzeit zur Werwölfin geworden, wodurch es zwischen den Vampiren und diesen zu einem „Twilight“-inspirierten Baseballspiel kommt. Um die dabei tödlich verletzte Gail am Ende zu retten, macht Nandor sie kurzerhand zu einem Werwolf-Vampir-Hybridwesen, was in anderen Vampirstorys oft als Tabu behandelt wird.

Tief in weitere Vampirmythologien tauchen wir wieder ein, wenn es in The Casino mit dem uneingeweihten Nachbarspaar Sean (Anthony Atamanuik) und Charmaine (Marissa Jaret Winokur) nach Atlantic City geht, wo der Zimmerservice die Heimaterde wegputzt, ohne die Vampire nicht regenerierend schlummern können. So wird Guillermo kurzerhand auf eine Rundreise quer durch Europa geschickt, während Nandor sich am The Big Bang Theory-Spielautomaten vergnügt, Colin nicht genug von Hotelzimmer-TV bekommen kann und Nadja einen Rat-Pack-Akt für die echten Musiker von damals hält. Eine andere Lore-Frage blieb aber nach wie vor mit der Anomalie der Energievampire offen, aber dazu später mehr...

Im Rahmen der Council-Arbeit gibt es in The Chamber of Judgement ein Wiedersehen mit Derek (Chris Sandiford) aus dem Vampirjägerclub, der nach den Ereignissen im Vampirfamilienhaus nun ebenfalls ein Blutsauger ist, sich aber mit der Etikette der Maskerade nicht gut auskennt. Das Vampirgericht ist schon drauf und dran, ihn hinrichten zu lassen, doch während Nadja und Nandor um den einen Sitz auf dem Thron buhlen, versucht sich Guillermo an Game of Thrones-mäßigen Intrigen, um die beiden zu manipulieren. Überhaupt ist er seit seinem Outing als gebürtiger Vampirjäger und seiner Beförderung zum Leibwächter viel selbstbewusster.

Das zeigt er auch in The Escape, wenn er die Kontrolle über die brenzlige Situation ergreift, nachdem der monströse Urvampir The Sire, von dessen Unversehrtheit alle nachfolgenden Vampire abhängen, aus seiner Zelle entkommt und ausfindig gemacht werden muss. Bei der Gelegenheit gräbt man auch den fast vergessenen Baron Afanas (Doug Jones, yay!) im Garten aus, der nach Guillermos kleinem Sonnenlichtunfall doch nicht komplett den Untotentod gestorben ist. Am Ende der Folge werden er und der Sire mit Dereks Höllenhund zusammen in eine eigene Odd-Couple-WG verfrachtet, in der die alten, blassen Monstermänner es ziemlich nett zu haben scheinen.

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FX - © FX

Eine Episode (The Siren) ist dann zur Hälfte Geister-Nadja gewidmet, die sich übersehen vorkommt. Ihr Puppeneffekt ist immer noch Weltklasse und wird hier auf die Spitze getrieben, wenn Püppchen-Nadja sich ein Schwertduell mit Nandor leistet oder später von einem Gefäß ins nächste hopst. Chucky-Crossover, anyone? Unterdessen unterliegen Lazlo und Colin Robinson dem Gesang einer schrillen Sirene (Catherine Cohen), was nicht das einzige Duoabenteuer der beiden bisher kaum interagierenden Vampire ist. Man könnte meinen, neue Charakterkonstellationen werden einfach so ausprobiert in späteren Staffeln - das Ganze hat aber einen guten Grund, wie sich später herausstellt...

Eine absolute Highlight-Episode ist The Wellness Center. Sängerin, Synchronsprecherin und Schauspielerin Cree Summer führt darin als Jan einen regelrechten Kult für Vampire an, die lieber wieder Menschen wären und stiehlt absolut die Schau, während sie den ohnehin schon depressiven Nandor um den Finger wickelt, sich ebenfalls die (zum Glück nachwachsenden) Fangzähne ziehen zu lassen und seiner Vamprinatur auf sehr toxische Weise den gehirngewaschenen Rücken zu kehren. Gut, dass auf Bodyguard Guillermo Verlass ist, auch wenn es hoffentlich noch ein Wiedersehen mit Jan geben wird...

Die letzten beiden Folgen (A Farewell und The Portrait) sind dann fast mehr dramatisch als komisch, wenn Nandor in Betracht zieht, einen Super Slumber zu unternehmen, bei dem er möglicherweise jahrhundertelang verschläft, was der nach wie vor sterbliche Guillermo überhaupt nicht befürworten kann. Dabei werden auch jede Menge Gaststars von David Cross (Arrested Development) über Khandi Alexander (CSI: Miami) bis hin zu „Blade“-Co-Star Donal Logue als er selbst aufgefahren, nachdem vorher schon Scott Bakula (Quantum Leap) per Webcam zugeschaltet war, weil man ihn für Scott „Dracula“ hielt.

Fun Fact: Das Stück, das Lazslo in der Finalfolge am Klavier klimpert, ist die Titelmelodie aus dem Opening von Matt Berrys Comedyserie Toast of London, die in diesem Jahr mit einer vierten, in Amerika spielenden Season namens „Toast of Tinseltown“ zurückkehrte.

Nadja erhält schließlich die Chance, sich in London dem International Coucil of Vampires anzuschließen, woraufhin die WG droht, sich nach Colin Robinsons 100. Geburtstag aufzulösen. Zu diesem erfahren wir nämlich die Wahrheit über Energievampire, die Lazlo schon die ganze Staffel mit sich herumträgt: sie werden nur exakt 100 Jahre alt. Doch damit ist die letzte Energie noch nicht ausgelutscht, wie sich herausstellt...

Fazit

Die dritte Staffel der Serie What We Do in the Shadows ist vermutlich die bisher schwächste der Serie, was das Format aber absolut verkraften kann, da es sich hierbei immer noch um eine der aktuell amüsantesten Comedys überhaupt handelt. Wir meckern hier also höchstens auf ganz hohem Niveau. Vielleicht hat das Wegfallen von Co-Serienschöpfer Jermaine Clement etwas damit zu tun, dass sich dieses Kapitel ein bisschen anders anfühlt und ein Shift von absolutem Gruselklamauk zu mehr dramatischen Momenten zu verspüren ist - nicht nur, wenn es um die sich allmählich ändernde Meister-Diener-Beziehung zwischen Nandor und Guillermo geht. Der perfekte Cast, das messerscharfe Editing und die cleveren Referenzen auf Vampirmythologien aus allen möglichen Richtungen machen die Season aber wie immer unendlich unterhaltsam und, wenn Ihr uns fragt, „okay-A!“, wie Nandor sagen würde.

Staffel vier ist bereits abgedreht und soll schon demnächst im US-Fernsehen bei FX anlaufen. Hoffentlich dann nicht mit auf der ganzen Welt verstreuten Charakteren und zu vielen parallel laufenden Storylines...

Hier noch mal der Trailer zur dritten Season der Serie „What We Do in the Shadows“, die nun auf Joyn Plus+ streambar ist:

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«What We Do in the Shadows» Trailer

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