Star Trek: Lower Decks 5x10

Star Trek: Lower Decks 5x10

Mit der Folge „The New Next Generation“ beendet die US-Serie „Star Trek: Lower Decks“ ihre fünfte und letzte Staffel. Die Cerritos und ihre Crew müssen das Universum retten, aber ein paar Klingonen grätschen dazwischen.

Unsere Hauptfiguren retten das Universum
Unsere Hauptfiguren retten das Universum
© Paramount+

Readings are getting freaky!“ - „All hands, brace for weird!

The New Next Generation

The New Next Generation (dt.:„Die neue nächste Generation“) muss im Staffel- und Serienfinale diverse Aufgaben bewältigen. Schließlich gilt es nicht nur, den Cliffhanger von Fissure Quest aufzulösen, sondern auch, unserer Crew einen würdigen Abschied zu verpassen. Entsprechend stehen unsere Hauptfiguren im Vordergrund und die Gastauftritte beschränken sich größtenteils auf Figuren, die wir zuvor in Star Trek: Lower Decks gesehen haben. Eine - wie ich finde - passende Vorgehensweise. Das Serienfinale fühlt sich dadurch sehr rund an und man merkt, dass die Macher um Mike McMahan auch genug Zeit hatten, um die Story um Mariner (Tawny Newsome), Boimler (Jack Quaid), Rutherford (Eugene Cordero), Tendi (Noel Well) und T'Lyn (Gabrielle Ruiz) zu einem zufriedenstellenden Ende (mit Ausblick auf mehr, sollte es doch einmal weitergehen) zu bringen. Denn am Ende ist keine unserer Hauptfiguren mehr ein Lower Decker.

Storytechnisch setzt alles vor dem Cliffhanger der letzten Woche ein. Zunächst beobachten wir eine kleine Flotte von Klingonen, die unter der Führung von Relga (Roxana Ortega) am Rand des klingonischen Imperiums zuerst auf die Anomalie trifft. Eines der Schiffe erhält einen Vorgeschmack dessen, was sich auf das gesamte Universum auswirken soll - nach der Verwandlung in Klingonen aus der Ära von Star Trek: Discovery (Staffel 1) wird ihr Schiff zerstört. Ein Vorfall, den Relga Ma'ah (Jon Curry) anhängen will, der ihre Brüder Bargh und Dorg (wie wir wissen) getötet hat und jetzt mit seinem Bruder Malor (Sam Witwer) im Blutwein-Geschäft tätig ist.

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Auf der Cerritos ist noch für die meisten Figuren Freizeit angesagt. Während Shaxs (Fred Tatasciore) und Dr. T'Ana (Gillian Vigman) das Holodeck aufsuchen wollen, um „Sexy Treasure Island“ zu spielen, sitzen unsere fünf Hauptfiguren gemeinsam am Tisch und führen uns noch einmal vor Augen, wie weit sie diese Staffel gekommen sind. Mariners neue Haltung wird angeführt, Tendi und T'Lyn arbeiten als neue Senior Science Officers an einem gemeinsamen Projekt, Rutherford beschwert sich über die veraltete Technologie der Cerritos, die mit seinem (modernen) Implantat nicht kooperiert, und Boimler hat sein PADD aus der Parallelwelt dabei, um weiterhin in die Fußstapfen seines Alter Ego zu treten. Anschließend kommt die Nachricht von William Boimler herein und Boims rennt kreischend davon.

Wir haben nur noch eine Nacelle - soll ich kreischen?
Wir haben nur noch eine Nacelle - soll ich kreischen? - © Paramount+

Aber unser jetzt bärtiger Boimler soll sich schnell erholen und zusammen mit Mariner Captain Freeman (Dawnn Lewis) und Jack Ransom (Jerry O'Connell) auf die Gefahr hinweisen. Überraschenderweise nimmt Freeman die Lage direkt ernst und lobt sogar Mariner und Boimler als zwei der besten Offiziere an Bord (was Ransom sichtlich auch als Lob an sich selbst versteht). Das Sternenflottenkommando wird informiert und ja, diese Mission ist so kritisch, dass eigentlich die Enterprise sich darum kümmern müsste und nicht ein Schiff der California-Class wie die Cerritos. Aber die Enterprise ist nicht in Reichweite (Klassiker) und die Verbindung der beiden Boimlers laut Kommando ebenfalls kritisch für die Mission. Also darf die Cerritos diese Krise bewältigen, worüber sich auf den ersten Blick niemand freut. Aber hey, wenn William unseren Figuren vertraut, dann tun wir das selbstverständlich auch. Wir erinnern uns kurz an das Motto der kommandierenden Offiziere aus Upper Decks: „Strong and brave, wise and true - that's what makes us Cerritos crew!

Die Klingonen können es nicht lassen

In der Folge wird mehrfach hervorgehoben, dass es eine Allianz zwischen den Klingonen und der Föderation gibt. Aber diese Allianz wurde nie wirklich gefestigt, was Relga sichtlich ausnutzen möchte, wenn sie von Freeman verlangt, Ma'ah und Malor an sie auszuliefern. Denn die beiden Brüder haben an Bord der Cerritos Schutz gesucht - die Verbindung zu Mariner hat Malor dazu animiert, diesen Schritt zu gehen - und eigentlich müsste Freeman den Fall genauer untersuchen, aber die Zeit drängt halt.

Flüchtlinge an Bord
Flüchtlinge an Bord - © Paramount+

Relga will derweil vom Spalt, der alles zerstören wird, nichts wissen. Sie ist so dermaßen auf ihre persönliche Rache fokussiert, dass sie fast blind dafür ist. Als Bösewicht bleibt sie damit eindimensional, auch wenn ihre Crew vermutlich schneller darin ist, die Anpassungen vorzunehmen, die nötig sind, um den Effekten des sogenannten Schrödinger-Felds zu entgehen. Obwohl, ein weiteres Schiff fällt diesem Effekt zum Opfer, wenn es sich in ein gewöhnliches Seemannsschiff verwandelt, welches dem Weltraum gegenüber offen gestaltet ist. Die Barke der Toten bekommt hier eine weitere Bedeutung.

Das Wiedersehen mit Ma'ah und Malor hat mich jedenfalls gefreut. A Farewell to Farms ist da noch gut in Erinnerung, ebenso wie die damalige Auflösung, dass die Weltraumspalte von irgendwem verursacht werden. Für Freeman ist die ganze Klingonen-Geschichte ein zusätzlicher Stressfaktor, denn die eigentliche Mission duldet keinen Aufschub - da steht eben weit mehr auf dem Spiel.

Überraschend fand ich, dass Ransom Malor versteckt hat (ich nehme die Bezeichnung „Doofus“ damit zurück) und auch, dass Malor am Ende die zündende Idee gibt, die Mariner die Krise lösen lässt, indem sie den Spalt eindämmt, statt ihn zu schließen. Ohne die Klingonen hätte es diese Lösung folglich nicht gegeben, womit sich vor allem Malors Auftritte gelohnt haben. Sein Versteckspiel führt außerdem indirekt dazu, dass Boimler seinen (nicht mehr geheimen) Ratgeber zerstört und sich von diesem Pfad löst. Insofern ist diese Nebenhandlung nicht nur für die Haupthandlung nützlich, sondern hilft unseren Figuren dabei, über sich hinauszuwachsen. Und amüsant sind die ungleichen Brüder Ma'ah und Malor ohnehin zu betrachten. Wobei letzteres auch für Relga und ihr Schoßhündchen (ein Chihuahua-Targ?) gilt. Da bleibt am Ende lediglich die Frage offen, ob Bargh und Dorg noch weitere Geschwister haben.

Wie? Ich habe den Preis für den hässlichsten Targ gewonnen?
Wie? Ich habe den Preis für den hässlichsten Targ gewonnen? - © Paramount+

Unsere Hauptfiguren: Rutherford

Betrachten wir dieses (vorerst?) finale Abenteuer mit der ersten Staffel, so sind unsere Hauptfiguren tatsächlich sehr weit gekommen. Eingangs wollte ich schon kritisieren, dass Rutherford plötzlich die veraltete Technik der Cerritos kritisiert und seine Liebe für das Schiff verloren hat, aber im anfänglichen „previously on“ wird uns noch einmal die Szene gezeigt, wie er in einer Vorfolge mit einer Tür hadert. Als persönlicher Handlungsbogen ist das natürlich sehr dünn und hätte über die Staffel hinweg weiter ausgebaut werden müssen. Aber wenn er am Ende erkennt, dass nicht die Cerritos sondern sein Implant das Problem ist, finde ich diese überschnell inszenierte Reise okay.

Wir erfahren schließlich, dass veraltete Technologie auch ihre Vorteile haben kann, wie schon in Starbase 80?!. Und genau diese Basis wird am Ende am Spalt positioniert, weil die Effekte sich nicht auf diese alte Technologie auswirken. Die Föderation hat außerdem vor, mit Hilfe des Spalts andere Welten zu erkunden. Wie das funktionieren soll, bleibt erstmal fraglich, denn das klingt gefährlich. Passend wiederum erscheint die Versetzung von Freeman zu eben dieser Sternbasis - was sie seit Dos Cerritos gefürchtet hat, sich jetzt aber als große Beförderung erweist.

Aber zurück zu Rutherford. Nachdem er das eigentliche Problem erkannt hat und sein Implantat abschaltet und später sogar entfernen lässt (ja, diese Option hat er), wächst er über sich hinaus und kann die anderen Ingenieure beeindrucken. Außerdem macht das Ende deutlich, dass er für Tendi mehr als Freundschaft empfindet, und da er jetzt seinen Dopamin-Spiegel nicht mehr mit Hilfe des Implantats unter Kontrolle halten kann, könnte sich das freundschaftliche Verhältnis tatsächlich in eine neue Richtung entwickeln. Aber das werden wir wohl leider nicht mehr zu sehen bekommen. Andererseits, in meinen Augen haben die beiden schon immer ein gutes Paar abgegeben. Insofern bin ich zuversichtlich, dass sie in Zukunft auch diesen Weg gehen werden - ob wir es zu sehen bekommen oder nicht.

Unsere Hauptfiguren: Tendi und T'Lyn

T'Lyn kam zwar erst später an Bord und wurde in der fünften Staffel auch wieder für mehrere Episoden vermisst, aber für mich gehört sie mittlerweile zum Team. Sicher, ihre Beiträge bestehen oft nur aus wenigen Zeilen Dialog, aber unsereins konnte es nie erwarten, ihre verbalen Reaktionen auf bestimmte Ereignisse zu erleben. Sie ist auf jeden Fall eine Bereicherung, gerade mit Blick auf ihre Hintergrundgeschichte und der Tatsache, dass sie sich schließlich bewusst dazu entschieden hat, an Bord der Cerritos zu bleiben. Außerdem sind ihre kurzen Bemerkungen stets auf den Punkt und in letzter Zeit hat sie ihren ganz eigenen Humor gefunden, den ich sehr begrüße.

In dieser Staffel gab es bereits einen Konkurrenzkampf zwischen T'Lyn und Tendi in Fully Dilated. Dieser Kampf war allerdings einseitig und wurde von Tendi betrieben, während T'Lyn sie immer in ihre Ideen eingeweiht hat und an ihrer Seite haben wollte. Da ist es schon ein wenig schade, wenn Tendi erneut eine Konkurrentin in T'Lyn sieht, obwohl beide am gleichen Problem arbeiten. Klar, unterschiedliche Lösungsstrategien können zu Konflikten führen, aber für mich war es ungewohnt, Tendi erneut in diese Gefilde abdriften zu sehen - schließlich ist sie die Person, die sonst immer und überall das Positive sieht, trotz ihrer zugegebenermaßen nicht gerade gutartigen Herkunft und Vergangenheit.

Hier ist fraglos Nerdpower gefragt
Hier ist fraglos Nerdpower gefragt - © Paramount+

Aber was hier zählt, ist auch wieder das Endergebnis, wenn beide über sich hinauswachsen und sich gegenseitig ergänzen, um der Cerritos und der gesamten Besatzung das Leben zu erleichtern. Derartige Momente sind einfach toll und unterstreichen die Wichtigkeit von Teamwork und mitunter auch „Nerdpower“ - denn nichts anderes ist Spezialwissen, egal, welchen Bereich es nun betreffen mag. Ich glaube jedenfalls, dass die beiden noch eine schöne, gemeinsame Zukunft auf ihrem geteilten Posten haben werden. Vielleicht nicht ohne weitere Konflikte, aber auch das gehört dann eben dazu. Insofern auch wieder gut getroffen und vielversprechend für die Zukunft.

Unsere Hauptfiguren: Mariner und Boimler

Alte Gewohnheiten lassen sich nur schwer ablegen, weshalb ich den Auftakt in der Bar direkt gelungen fand. Mariner kann noch immer die Leute verschrecken und Boimler kann noch immer kreischen, was das Zeug hält. Aber wir sehen auch direkt, dass beide Figuren längst weitergekommen sind und irgendwie erwachsener wirken. Bei Boims ist da vielleicht ein bisschen was auf seinen Bart zurückzuführen und den PADD aus der Parallelwelt, an dem er sich nach wie vor orientiert. Aber das Ergebnis ist durchaus beachtlich und beide Figuren sind deutlich selbstbewusster und gewissermaßen „besser“ als noch zu Beginn der Serie.

Diese Entwicklung ist offenbar auch an Captain Freeman nicht vorbeigegangen, wenn sie die beiden als zwei ihrer besten Offiziere bezeichnet. Ein unerwartetes Lob, denn normalerweise hätte Freeman die Nachricht von William sicher mit mehr Skepsis betrachtet und bei Mariner vermutet, dass sie wieder irgendwas im Schilde führt. Nicht so hier. Freeman nimmt die Botschaft ernst, kontaktiert das Sternenflottenkommando und erfährt, dass die Cerritos dazu auserwählt wurde, unser Universum zu retten. Ein wenig Hilfestellung der theoretischen Natur gibt es mit auf den Weg, aber anschließend ist die Cerritos samt Crew auf sich gestellt, womit ein Vertrauensbeweis dem nächsten folgt.

Aber zurück zu Mariner und Boimler. Dass die beiden ein gutes Team bilden und sich gegenseitig ergänzen, muss ich gar nicht erst anführen. Auch nicht die Tatsache, dass beide sich gerne necken, um den jeweils anderen anzuspornen, über sich hinauszuwachsen. Darauf kommt es in dieser Folge auch nicht an, obwohl, ein bisschen vielleicht schon. Insgesamt wird aber herausgestellt - und das fängt mit dem Lob von Freeman an - dass beide zu Profis auf ihren Gebieten geworden sind. Das gilt für Außenmissionen aus der Vergangenheit genauso wie für Krisen an Bord, wie es auch diese Woche der Fall ist. Ob nun die Klingonen dazwischen grätschen oder die Cerritos plötzlich nur noch eine Nacelle hat, der Fokus von Mariner und Boimler bleibt bei der eigentlichen Mission mit nur kleinen Ablenkungen.

Wobei hier - wie oben weiter bereits angeführt - die Klingonen den beiden die großen Momente bescheren, wenn Boimler sein Parallelwelt-PADD zerstört oder Mariner die zündende Idee hat, um den Spalt einzudämmen. Da ist die Belohnung am Ende, dass beide von Captain Ransom (ja, er wird befördert) zu ersten Offizieren auf Probe ernannt werden, redlich verdient. Klar, hier würde uns in einer Fortsetzung der Serie sicher auch ein Konkurrenzkampf bevorstehen, ähnlich vielleicht wie bei Tendi und T'Lyn. Aber immerhin wurden beide befördert und erhalten somit die Chance, dem Captain's Chair näherzukommen. Dass ich gerne mehr von den beiden sehen möchte, steht außer Frage, aber mit dieser Endsituation der Serie bin ich trotzdem zufrieden.

Wie funktioniert das mit dem Blitzdingsda noch gleich?
Wie funktioniert das mit dem Blitzdingsda noch gleich? - © Paramount+

Cerritos Crew

Diverse Figuren habe ich bereits erwähnt, wie Captain Freeman, den „neuen“ Captain Ransom, Shaxs und Dr. T'Ana. Aber es gibt noch so viele weitere Figuren, die diese Woche mehr oder weniger wichtig sind, dass ich mich im Vorfeld schon dafür entschuldige, falls ich jemanden übersehen habe. Und oh, Shaxs hat nicht unbedingt eine wichtige Rolle. Als sich die Cerritos in ein Schiff vom Spiegeluniversum verwandelt, freut er sich nur kurz über die zahlreichen Waffensysteme, denn die sind offline. Und T'Ana ist in mehreren Szenen zwar dabei, aber nicht wirklich aktiv (zum Glück muss niemand auf die Krankenstation). Da ist Billups (Paul Scheer) schon mehr gefragt, wenn es um die Integration der Abwehr zum Schrödinger-Feld geht. Aber immerhin sehen wir zahlreiche Figuren aus der Vergangenheit, auch wenn sie nicht alle Dialoge erhalten.

Aufgefallen sind mir aber Kassia Nox (Nicole Byer), Fähnrich Barnes (Jessica McKenna), Fähnrich Meredith (Charlotte Nicdao) und Fähnrich Livik (Nolan North), auch wenn sie keine bis wenige Sprechrollen diese Woche erhalten. Ähnlich wie ein paar Offiziere unserer Crew oder die Beta- und Delta-Schicht, aber das lässt sich verschmerzen.

Gefreut habe ich mir derweil über Olly (Saba Homayoon), die ihre göttlichen Fähigkeiten spielen lassen darf und auch über Kayshon (Carl Tart), der seine kryptischen Bemerkungen loslässt. Und Admiral Freeman (Phil LaMarr) erhält ebenfalls Auftritte, auch wenn einer davon direkt als Fake zu bemerken ist.

Unterm Strich zählt aber, dass unsere Crew hier gemeinsam am gleichen Strang zieht und am Ende die Bedrohung im wahrsten Sinne des Wortes „eindämmen“ kann. Gegenseitiges Vertrauen hat da die Hauptrolle und soll zur Lösung führen. Besser lässt sich ein solches Finale auch nicht umsetzen. Und auch, nachdem die Bedrohung vom Tisch ist, geht einem das Herz auf, wenn es um die Zukunft aller Figuren geht. Die Cerritos mag nicht das Flaggschiff der Föderation sein und mit täglichen Problemen kämpfen, aber sie und ihre Crew sind durchaus in der Lage, das Universum zu retten, wenn es darauf ankommt. Eine klare Botschaft und auch der Grund dafür, weshalb die Absetzung mir zu früh erscheint.

Zur Serie

Ich habe keine Ahnung, weshalb hier der Stecker gezogen wurde. Star Trek: Lower Decks mag mit den ersten Folgen oder gar der ersten Staffel vielleicht nicht direkt beim Trekkie angekommen sein, aber wenn ich jetzt nach fünf Staffeln zurückblicke, möchte ich keinen der zahlreichen großartigen Momente missen. Ebenso wenig die zahlreichen Gastauftritte in Sachen Sprechrollen, wozu eine ganze Reihe von bekannten Trek-Figuren gehören - man blicke nur auf letzte Woche, als in Fissure Quest Darsteller/innen wie Jolene Blalock, Garrett Wang, Alfre Woodard, Alexander Siddig oder Andrew Robinson zu hören waren.

Und derartige Gastsprecher sind keine Seltenheit, wie Robert Duncan McNeill, Jonathan Frakes, John de Lancie, Marina Sirtis, Jeffrey Combs, Alice Krige, James Cromwell, George Takei, Wil Wheaton, Brent Spiner und andere sicher bestätigen können. Ja, okay, es wird einiges durch den Kakao gezogen und amüsant betrachtet. Aber am Ende des Tages oder der Folge wird respektvoll mit der Trek-Vergangenheit umgegangen, die Hauptfiguren entwickeln sich weiter und der große Vorteil dieser animierten Serie ist eben, dass auch mal eben Spezies eingebaut werden können, die sonst bloß am Rande vorkamen. Oder deren Heimatwelten oder Schiffe, die sonst nur am Rande erwähnt wurden oder, oder, oder…

Unterm Strich werde ich diese Serie garantiert vermissen und hoffe auf eine Fortsetzung mit den Hauptfiguren, in welcher Form auch immer. Das Serienfinale hätte durchaus noch ausgebaut werden und im Kino laufen können, keine Frage. Aber als Abschluss war das perfekt, denn hier stand die eigene Mythologie im Vordergrund und der Wert wurde auf eben diese sowie auf die Figuren gelegt.

Fazit

Ein perfektes Finale einer vielleicht nicht immer perfekten Serie, welches auf mehr hoffen lässt. Einerseits könnte ich heulen, weil die vermeintlich letzte Folge gelaufen ist, aber andererseits bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden und empfinde diesen Abschluss als sehr gelungen. Gerade weil unsere Crew im Vordergrund steht und dafür keine (oder nur wenige) Gastsprecher benötigt werden. Das ist Star Trek: Lower Decks in Bestform. Weniger als fünf von fünf Sternen gibt es da nicht. Oder was meint ihr?

Verfasser: Christian Schäfer am Samstag, 21. Dezember 2024
Episode
Staffel 5, Episode 10
(Star Trek: Lower Decks 5x10)
Deutscher Titel der Episode
Folge 10
Titel der Episode im Original
The New Next Generation
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 19. Dezember 2024 (Paramount+)

Schauspieler in der Episode Star Trek: Lower Decks 5x10

Darsteller
Rolle
Tawny Newsome
Jack Quaid
Eugene Cordero
Dawnn Lewis
Gillian Vigman
Jerry O'Connell
Fred Tatasciore

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