Vier einsame Herzen in New York auf der Suche nach Liebe und Stabilität: Caryn, Stosh, Zara und Eric haben kein glückliches Händchen in der Liebe, aber durch Zufall finden sie zueinander. Und plötzlich ist die Welt kein so furchtbar einsamer Ort mehr in der Pilotepisode der Serie Weird Loners.

Cast der Serie „Weird Loners“ / (c) FOX
Cast der Serie „Weird Loners“ / (c) FOX
© (c) FOX

An Sitcoms über Singles, die es einfach nicht in den Hafen der Ehe schaffen, sich durch furchtbare Dates quälen und immer wieder beruhigt feststellen, dass die wahre Freude im Leben Freunde sind, herrscht aktuell kein Mangel. FOX bringt mit Weird Loners noch eine weitere dazu und die ist gar nicht so schlecht, wie man befürchten könnte.

Worum es geht

In kurzen Szenen lernen wir zu Beginn der Pilotepisode Weird Pilot die vier Hauptfiguren kennen und die Art, wie sie sich aus ihrem gewohnten Leben verabschieden, in einigen Fällen sogar verabschieden müssen. Sie haben nicht die besten Entscheidungen getroffen, um ein Leben nach den Konventionen zu führen und mit ihren Mitmenschen haben sie es nicht leicht.

Caryn (Becki Newton; Ugly Betty, The Goodwin Games) zum Beispiel sieht man die Verzweiflung, mit der sie auf der Suche nach dem Mann für die Ehe ist, schon fast an. Doch es klappt einfach nicht. Nach den ersten Minuten der Episode Weird Pilot können wir erahnen, woran es liegen könnte: Sie fragt Marty (Josh Casaubon, „Down Dog“), den sie seit wenigen Tagen kennt, was passiert sei und ob er zu einer Paartherapie bereit wäre. Der ordert jedoch lieber die Rechnung. In einem Telefonat mit ihrer Mutter erfahren wir, dass jemand anderes in den Startlöchern steht für eine Ehe mit Caryn und nur auf ein Zeichen wartet. Im Zustand der Verzweiflung entscheidet sie sich, das Angebot anzunehmen, auch wenn sie weder Gefühle noch Leidenschaft für den verwitweten Vater und Arzt Howard empfindet. Doch, wie ihre Mutter rät: Tu' es einfach und dann bist du damit durch.

Unterdessen muss auch Stosh ( Zachary Knighton; Happy Endings, FlashForward) einer Veränderung ins Auge blicken. Obwohl er der beste Verkäufer seines Unternehmens ist, wird er gefeuert, nachdem er mit der Frau seines Chefs geschlafen hat. Das hat den Verlust seines Vermögens und der firmeneigenen Wohnung zur Folge.

Mit Geld beschäftigt sich sein Cousin Eric (Nate Torrence; Super Fun Night, Hello Ladies) nicht, denn während eines gemeinsam geschauten Spiels stirbt sein verwitweter Vater, mit dem er zusammenlebt. Der liebenswerte, aber etwas naive Sohn freut sich über jede Kleinigkeit in seinem Leben. Um sich um seine Eltern zu kümmern, hat er einst einen Nachtjob in einem Mauthäuschen angenommen und dort arbeitet er seither.

Die einzige, die die Veränderung in ihrem Leben selbst herbeiführt, ist Künstlerin Zara (Meera Rohit Kumbhani). Sie wird dabei erwischt, wie sie heimlich ihren Freund David (John Charles Meyer) verlassen will und ihm schließlich von Angesicht zu Angesicht das Herz brechen muss.

Weil Caryn und Eric Nachbarn sind, treffen die vier schließlich aufeinander, nachdem der nun wohnungslose Stosh sich bei seinem Cousin einquartiert hat und Eric beim Kauf eines Gemäldes von Zara so bemitleidet wird, dass sie das Werk samt Käufer mit ihrem VW-Bus nach Hause bugsiert und noch etwas bleibt. Durch eine Lüge landen die drei schließlich auf Caryns Sofa, wo sie für ihren neuen Verlobten Howard einen Buchclub mimen sollen.

Doch unterdessen bekommt Stosh die Gelegenheit, Caryn davon zu überzeugen, dass es nicht richtig sein kann, jemanden zu heiraten, für den sie nichts fühlt. Am Ende der Nacht landet die Neuclique auf der Hochzeit fremder Leute und findet nicht nur Trost, sondern auch Verständnis und Unterhaltung bei den jeweils anderen.

Wie kommt es rüber?

Die Mitglieder der Viererclique sind ein bisschen älter, als es die Protagonisten in Singlessitcoms gewöhnlich sind, der Altersdurchschnitt pendelt sich bei 35 ein. Damit sind sie über den Punkt hinaus, an dem Ted und die anderen sich stets gefragt haben, ob mit ihnen eigentlich etwas nicht stimmt. Die Weird Loners-Gang weiß bereits, dass etwas nicht so gelaufen ist, wie sie es sich vorgestellt haben. Anstelle von Ratlosigkeit und stets aufs Neue enttäuschter Hoffnung tritt Zynismus und ein bisschen Verbitterung zutage - natürlich nach Sitcomart. Das führt dazu, dass die vier am Ende der Episode auf einer Parkbank sitzen und eine Outdoorhochzeit beobachten, zu der sie ihren eigenen Text einsprechen, als das Paar seine Gelöbnisse spricht.

Die Pilotepisode verspricht nicht viel. Das, was man erwarten darf, bringt sie jedoch ein. Man merkt, dass hinter der Produktion ein erfahrenes Team steht. Serienschöpfer Michael J. Weithorn hatte einst gemeinsam mit David Litt auch King of Queens erfunden. Executive Producer Jake Kasdan sitzt unter anderem für New Girl und Californication auf dem Regiestuhl.

Anders als bei vielen anderen Pilotepisoden beschleicht einen beim Zuschauen nicht das Gefühl, dass die Serie ihre Richtung erst finden muss. Alles ist an dem Platz, wo es hingehört. Das ist durchaus solide Unterhaltung, aber nichts Aufsehenerregendes.

Am Ende der Episode Weird Pilot sind aus Caryns und Erics Wohnung Wohngemeinschaften geworden. Die Serienmacher steuern also ziemlich offensiv auf eine Mitbewohnersitcom zu.

Fazit

Die Weird Loners-Pilotepisode ist unterhaltsam und an einigen Stellen wirklich komisch. Es ist eine Serie, die man sehr gut nebenbei gucken kann, sich damit auch sehr unterhalten fühlt, aber nicht wirklich Leidenschaft investieren muss.

Promo zur Serie „Weird Loners“:

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