Weird City: Pilot - Review

Weird City: Pilot - Review

In der ersten Episode von Jordan Peeles Sci-Fi-Comedyserie Weird City bekommen wir eine Einführung in den Aufbau einer geteilten Stadt in der Zukunft und eine unkonventionelle Liebesgeschichte serviert. Kann dieser Start überzeugen?

Ed O'Neill und Dylan O'Brien in „Weird City“ (c) YouTube
Ed O'Neill und Dylan O'Brien in „Weird City“ (c) YouTube
© d O'Neill und Dylan O'Brien in „Weird City“ (c) YouTube

Die Pilotepisode der neuen Sci-Fi-Comedy Weird City stellt uns eine sehr eigenwillige Stadt in der Zukunft vor und erzählt dabei die Geschichte von Stu (Dylan O'Brien), der durch einen Fehler eines Datingunternehmens den wesentlich älteren Burt (Ed O'Neill) kennenlernt, der angeblich sein Partner fürs Leben sein soll. Doch eigentlich ist keiner der beiden homosexuell, wodurch die beiden natürlich nicht zusammenpassen - oder...?

Was geschieht im Serienauftakt von „Weird City"?

Stu und Burt sind sich sicher, dass das Ergebnis nicht stimmen kann, gehen aber, bevor sich ihre Wege trennen, spontan ins Diner, da sie beide auf das herzhafte Essen dort stehen. Schnell merken sie, dass sie sehr viele Gemeinsamkeiten haben und sich eigentlich sehr sympathisch finden. Als sie am nächsten Tag beide der Firma „The One That's the One“ einen Besuch abstatten, um ihre Credits wiederzubekommen, geschieht das Unerwartete und sie landen zusammen im Bett.

Von nun an führen sie ein glückliches Leben miteinander und durchlaufen alle Ereignisse, die ein Paar eben durchläuft, wie etwa einen Abend bei den Eltern beziehungsweise in Burts Fall bei dessen Kindern. Doch plötzlich stehen die Mitarbeiter des Datingunternehmens (gespielt von LeVar Burton und Shaughn Buchholz) in ihrem Wohnzimmer und erklären, dass ihre Zusammenführung ein Fehler war und ihre neuen Partner bereits auf sie warten.

Widerwillig und dazu gezwungen trennen sich die beiden, doch Stu merkt schnell, dass er so nicht glücklich ist und beschließt, Burt abzufangen, bevor dieser umziehen kann. Beide entscheiden sich füreinander und bleiben fortan zusammen, um in einem gemeinsamen Haus auf der weniger privilegierten Seite der Stadt zu leben, auf der sie aufgewachsen sind.

Mehr als einfach nur „weird"?

Im Vorfeld konnte man über Weird City hören, dass es als Anthologie ein bisschen wie Black Mirror ist, von dem es stellenweise eindeutig inspiriert zu sein scheint - nur ohne die traurigen Töne und dafür mit Humor à la Key and Peele. Die erste Episode will mit ihren Ambitionen und ihrem Anliegen aber mehr sein als nur ein langgezogener Sketch. Zunächst einmal bekommen wir mit einer durch eine Grenze getrennten Stadt und somit einer in der Zukunft angelegten Zwei-Schichten-Gesellschaft eine denkbar simple Prämisse präsentiert, die jedoch viele Möglichkeiten bereithält.

Für die insgesamt sechs Episoden, von denen die ersten beiden derzeit ohne Mitgliedschaft bei YouTube Premium zu sehen sind, welche aus der Feder von Charlie Sanders (Episode eins gemeinsam mit Jordan Peele) stammen, konnte man einen beeindruckenden Cast versammeln. Denn während hier Ed O'Neill und Dylan O'Brien, die ihre Sache wirklich gut machen, zu sehen sind, warten noch weitere bekannte Schauspieler wie Michael Cera, Rosario Dawson, Gillian Jacobs und Steven Yeun auf die Zuschauer.

Als kleine Liebesgeschichte und Drama, welches die Aussage transportiert, dass Liebe sich keinen Konventionen beugt und weder Alter noch vorgegebene Geschlechterrollen kennt, funktioniert die Episode in sich wirklich gut. Enttäuschend ist eher der Comedyfaktor, der zu lange von dem „Witz“ zehrt, dass die beiden trotz der Umstände alle Phasen eines gewöhnlichen Paares durchlaufen. Der Rest des Humors verlässt sich titelgetreu auf seltsame Momente und Charaktere, die jedoch etwas zahnlos keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, auch wenn es kreative Ideen wie den Therapieautomat gibt, der die essentiellen Erkenntnisse einer ansonsten langwierigen Therapie einfach kurzum im Pfandbonformat ausdruckt.

Fazit

Als Drama beziehungsweise unbeschwert anmutende Liebesgeschichte funktioniert die Pilotepisode von Weird City auf jeden Fall. Doch die größtenteils auf „seltsam“ getrimmten und etwas zu milden Comedyelemente können nicht so richtig zünden und bleiben leider hinter den Erwartungen zurück. Potential ist in der Welt von „Weird City“ aber vorhanden, vor allem, wenn das Anthologieformat nach jeder Episode den Resetknopf drückt.

Hier noch der Serientrailer zu „Weird City“:

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