Warehouse 13 4x01

Was ist passiert?
Das ist die Ausgangslage am Beginn der Episode A New Hope der Serie Warehouse 13: Das Warehouse ist zerstört. Mrs. Frederic (CCH Pounder) ist fort. Steve (Aaron Ashmore) und H. G. Wells (Jaime Murray) sind tot. Aber noch ist nicht alles verloren. „Not yet“, sagt Artie (Saul Rubinek) und hält eine Uhr empor. Bei der Uhr handelt es sich um einen Teil eines Artefakts, das als Failsafe fungieren kann. Leider hat Artie keine Ahnung, wie es genau funktioniert und was die Konsequenzen der Benutzung sind. Und selbst wenn: Sollte es wirklich eingesetzt werden?
Die Frage erübrigt sich als das verbleibende Warehouse-Team herausfindet, dass auch die Büchse der Pandora (die im Warehouse lagerte) zerstört wurde und nun in der gesamten Welt die Hoffnung schwindet. Pete (Eddie McClintock), Myka (Joanne Kelly), Claudia (Allison Scagliotti) und Artie machen sich auf den Weg, die fehlenden Teile des Artefakts zu finden. Dabei stoßen sie in Frankreich und später in Italien auf eine Bruderschaft, die von Bruder Adrian (Brent Spiner) angeführt wird und die Beschaffung der restlichen Teile deutlich erschwert.
Nicht nur schwindet die Hoffnung auch im Warehouse-Team, sondern das Team selbst wird im Verlauf der Folge dezimiert. Claudia wird verschüttet, Myka wird verhaftet und Pete stirbt im Kampf mit Bruder Adrian. Nur Artie bleibt am Ende übrig und benutzt das Artefakt, um die Zeit und sich selbst einen Tag zurück zu stellen und kann innerhalb der wenigen verbleibenden Minuten die Bombe entschärfen, die Walter Sykes (Anthony Michael Hall) zuvor benutzte, um das Warehouse zu vernichten.
Bevor Bruder Adrian starb, hat er Artie allerdings eine Warnung zukommen lassen: Er darf niemandem erzählen, dass er das Artefakt benutzt hat. Und er wird ein großes Übel durch den Gebrauch heraufbeschwören.
Endlich wieder Warehouse 13
Zunächst mal ist es schön, die Serie wieder zu haben - und mit ihr die ganzen Charaktere mit ihren Eigenheiten, die die Darsteller zum Besten geben. Petes Sprüche und Vorahnungen, Mykas lexikalisches Wissen, Claudias technisches Know-How („the internet knows everything“) und Artie mit seinen ganz eigenen Ansichten: Das Team ist genau so, wie wir es vor gut einem Jahr zurück gelassen haben und die Chemie zwischen den Charakteren stimmt nach wie vor. Auch die Geschichte setzt nahtlos dort an, wo die Folge Stand aufhörte.
Die Büchse der Pandora
Laut der Legende enthielt die berüchtigte Büchse der Pandora alle Lasten und Untugenden (wenn man so will alles Böse), welche beim erstmaligen Öffnen (aus menschlicher Neugier) in die Welt entkommen sind. Das alleinig Positive in der Büchse war die Hoffnung, die aber erst beim zweiten Öffnen auf die Welt losgelassen wurde. Insofern verdrehen die Autoren die Geschichte hier ein wenig, wenn durch die Zerstörung der Büchse nun die Hoffnung aus der Welt schwinden soll. Aber das gibt natürlich erst den richtigen Anlass, um das Artefakt nicht allein aus egoistischen Motiven zu nutzen, wie auch in der Folge thematisiert wird.
Claudia vermisst Steve - aber wie sehr?
Als das Team herausfindet, dass ihnen nur 24 Stunden zum Auffinden der fehlenden Teile bleiben, ist Claudia sehr zögerlich, denn für Steve, der lange vor der Explosion verstarb, dürfte jede Hilfe zu spät kommen. Man kann schon ahnen, wo sie am Ende der Episode hin will: Steve wiederbeleben. Wir erinnern uns: Sykes Leibwächter Marcus (Sasha Roiz) wurde durch ein Artefakt am Leben gehalten, das ihn nahezu unsterblich machte. Claudia wird eben dieses benutzen, um Steve zurück zu bekommen. Ob sie (und folglich Artie indirekt) damit das Übel erschafft, vor dem Bruder Adrian warnte?
Artie und die Warnung
Artie bleibt natürlich keine andere Wahl als das Artefakt zu benutzen. Aber wird er es schaffen darüber zu schweigen? Einen ersten Test hat er am Ende der Folge bereits bestanden, als er sich für H. G. Wells einsetzt. Da sein Verhältnis zu H. G. nie das beste war, macht das Mrs. Frederic natürlich stutzig und sie ahnt bereits, dass irgendwas passiert ist. Aber Artie behält das Geheimnis vorerst für sich, schließlich bringt er Bruder Adrians Worten nach jeden in ernsthafte Gefahr, dem er von seinen Taten berichtet.
„... you will create an evil of your own making, an evil that will live with you for the rest of your days“. Aber wie wird sich das Böse äußern? Wird es tatsächlich durch Claudia in der Form von Steve zu Tage treten? Klingt irgendwie zu einfach. Andererseits, wenn man H. G. vom Gegenspieler zum Verbündeten umdrehen kann, sollte das auch umgekehrt funktionieren. Bekommen wir diese Staffel gar einen oder mehrere vertraute Gegenspieler in Form von Claudia und Steve?
Schnelle Auflösung
Wenn es etwas zu bemängelt gibt an der Folge A New Hope und diesem gelungenen Staffelauftakt, dann ist es wohl die schnelle Auflösung der Katastrophe. Ein Zweiteiler oder gar mehrere Folgen wären durchaus möglich gewesen, um den Zuschauer länger an den Fingernägeln knabbern zu lassen. Die längere Episodenzahl dieser Staffel hätte dahingehend gut genutzt werden können. Andererseits können viele nun beruhigt sein, dass zumindest H. G. und Mrs. Frederic sowie das Warehouse weiter dabei sind. Und „Junkyard 13“ klingt auch nicht so toll.
Fazit: Ein schöner Auftakt, der Entlohnung für die lange Pause bringt und gleichzeitig einige Andeutungen macht, wie es weitergehen wird. 4,5 von 5 Sternen.
Verfasser: Christian Schäfer am Mittwoch, 25. Juli 2012Warehouse 13 4x01 Trailer
(Warehouse 13 4x01)
Schauspieler in der Episode Warehouse 13 4x01
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?