Die neue Sitcom Undateable zieht ihren bisher eher spärlichen Charme vor allem aus den Darstellern. Die Witze um den Draufgänger Danny, der eine Gruppe von Männern in die Geheimnisse des Datings einführt, bleiben in der Pilotepisode auf einem enttäuschenden Niveau.

Auf dem Weg in die Freundschaft in der Serie „Undateable“. / (c) NBC
Auf dem Weg in die Freundschaft in der Serie „Undateable“. / (c) NBC

Danny hat den Dreh raus, er lebt in seiner Junggesellenbude, wechselnde weibliche Gäste geben sich die Klinke in die Hand, doch langsam gehen ihm die Mitbewohner aus. Alle seine Freunde heiraten, was für Danny einem Todesurteil gleichkommt. Es wäre einfach, Danny nervig zu finden, besonders wenn man einsehen muss, dass seine Witze meilenweit von Originalität entfernt angesiedelt sind. Die Serie Undateable hat Glück, dass Chris D'Elia, Whitney) es schafft, dem eher mau geschriebenem Charakter überraschenden Charme zu verleihen.

Worum geht es?

Danny wird ein weiteres Mal in seiner Männerhöhle alleine gelassen, sein Mitbewohner steuert zielstrebig den sicheren Hafen der Ehe an. Nachdem er sich kurz bei seiner Schwester ausgeheult hat, findet Danny seinen nächsten WG-Buddy, Justin (Brent Morin), seines Zeichens Barbesitzer. Was in Dannys Ohren eben noch so cool klang wird schnell entzaubert als die beiden sich treffen. Justin ist eher der Typ bodenständige Mann, der auf der Suche nach einer festen Beziehung ist. In seiner Bar trifft Danny dann auch auf die Clique seines neuen Mitbewohners, allesamt mit wenig Glück in Sachen Dating gesegnet. Mit wenig Aufwand auf Seiten der Autoren lernen wir die drei Nebenspieler kennen: Brett (David Fynn) hat sich erst kürzlich zu seiner Homosexualität bekannt, Burski (Rick Glassman) ist ein seltsamer Macho und Shelly (Ron Funches) wird in der Pilotepisode als Stichwortgeber verheizt. Keiner der vier hat nennenswerte Erfolge in Sachen Dating vorzuweisen, auch wenn Justin bereits seit Längerem ein Auge auf die Kellnerin Nikki (Megan Park, The Secret Life Of The American Teenager) geworfen hat.

Danny erkennt das Problem und nimmt die vier auf eine Party mit, um ihnen zu zeigen, wie es läuft. Justin hat Glück und landet in den Armen einer schönen Frau. Als sich herausstellt, dass es sich dabei um Dannys Schwester Leslie (Bianca Kajlich, Rules Of Engagement) handelt, scheint es einen kurzen Moment echter Handlung zu geben, doch für die Pilotepisode haben die Autoren sich dazu entschieden, die weitgehend außen vor zu lassen. Sie verlassen sich lieber auf flache Witze und klischeehafte Charakterisierungen.

Burski darf eine Frau, die offensichtlich nicht schwanger ist, nach dem Geburtstermin für das Kind fragen, Shelly interessiert sich angesichts einer heißen Nacht lediglich dafür, ob Kerzen an waren und Leslie darf ausufernd von ihrem einzigen guten BH erzählen.

Wo soll das nur hinführen?

Im Zentrum der Clique steht die neuaufkeimende Freundschaft der zwei gegensätzlichen Charaktere Danny und Justin. Die anderen spielen, zumindest in der Pilotepisode, keine weitere Rolle. Doch das Beste, was der Serie wohl passieren kann, ist eine angenehme Gruppendynamik, die die Datinglehrer-Schüler-Dynamik ablöst. Zumindest die richtigen Schauspieler hätten sie schon, das Problem der Pilotepisode muss in erster Linie den Autoren angelastet werden.

Der erste Streit zwischen den neuen Buddys steht schon in der Pilotepisode an und zeigt eine Tendenz auf: Danny hat einen kurzen Moment der Einsicht, als er erkennt, dass der Weg, den alle seine Freunde in die Stabilität gehen, vielleicht nicht so ganz der falsche ist, auch wenn er selbst noch nicht so weit ist.

Fazit

Die Sitcom Undateable bringt in der Pilotepisode jede Menge vorhersehbarer Witze, kaum eine interessante Handlung und die Figuren bleiben flach. Und doch schimmert Hoffnung durch, vor allem ausgelöst durch die Schauspieler, dass eine Steigerung möglich ist.

Trailer zur Serie „Undateable“

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