Unbreakable Kimmy Schmidt 1x01

Unbreakable Kimmy Schmidt 1x01

Kimmy ist seit ihrer Kindheit mit drei anderen Frauen im unterirdischen Bunker eines Sektengurus gefangen. In der Pilotepisode der Serie Unbreakable Kimmy Schmidt wird sie befreit und schickt sich an, auf ein amüsantes Abenteuer zu gehen: das Leben in New York City. Gut, dass sie uns mitnimmt.

Ellie Kemper als Titelfigur in der US-Serie „Unbreakable Kimms Schmidt“ / (c) Netflix
Ellie Kemper als Titelfigur in der US-Serie „Unbreakable Kimms Schmidt“ / (c) Netflix

Viele 30 Rock-Fans haben wohl auf diese Serie gewartet, denn die beiden Serien haben so einige gemeinsame Namen: Serienschöpferin Tina Fey ist darunter wohl der schillerndste. Eine Comedy, die sich Fey ausdenkt und in der Ellie Kemper (The Office) die Hauptrolle spielt, muss ja wohl gut werden, so sollte man meinen. Und nach der Pilotepisode kann man aufatmen: Ist sie auch geworden!

Worum es geht

Kimmy und drei andere Frauen werden nach 15 Jahren Gefangenschaft befreit. Sie waren in die Hände eines verrückten Sektengurus geraten, der sie in einem unterirdischen Bunker gefangen hielt und ihnen erzählte, dass alles Leben auf der Erdoberfläche ausgelöscht sei. Kimmy selbst wurde als junges Mädchen aus dem Vorgarten ihrer Eltern entführt und hat seit ihrer Kindheit kein eigenständiges Leben mehr führen können. An der Oberfläche zeigt sie sich dementsprechend kindlich, aber auf keinen Fall dumm.

Wir erleben die Odyssee der Frauen durch Talkshows und erste Schritte in der realen Welt mit und merken schnell, dass die Frauen ziemlich unterschiedlich sind. Auf dem Rückweg zum Bunker fasst Kimmy einen Entschluss: Sie will in New York bleiben und es dort schaffen. Sie sucht sich ein Zimmer und einen Job. Beides verläuft nicht ohne Komplikationen, denn sie hat es sich zum Ziel gesetzt, ihre Bunkervergangenheit geheim zu halten. Kimmy will vor allem eines: ganz normal sein.

Einen Jungen namens Tanner (Tanner Flood), den sie mehrfach dabei erwischt, wie er Süßigkeiten stibitzt, bringt sie nach Hause und lernt seine arrogante Mutter Jacqueline Voorhees (Jane Krakowski; 30 Rock, Ally McBeal) kennen, die Kimmy einen Job als Nanny anbietet. Auf der Suche nach einer Bleibe trifft sie auf Lillian (Carol Kane, Gotham), die ihr zunächst Drogen anbietet und ihr schließlich Titus (Tituss Burgess, 30 Rock) vorstellt, der in ihrem Haus wohnt.

Der erfolglose Sänger kann seine Miete nicht zahlen und, weil Lillian ihn nicht auf die Straße setzen will, sucht sie einen Mitbewohner für ihn - Kimmys Chance. Mit ihrem Charme und ihrer kindlichen Begeisterungsfähigkeit gewinnt sie schnell auch Titus' Herz, der ihr ein kleines Zimmer anbietet.

Doch so vielversprechend der Start auch war, schnell stellen sich die ersten Probleme ein: Kimmys Rucksack mit sämtlichem Bargeld wird in einer Disko gestohlen und sie verliert ihren Job als Nanny. Titus gegenüber gibt sie dann doch noch zu, wer sie wirklich ist, was ihn dazu bringt, ihr zu raten, New York den Rücken zu kehren, bevor es zu spät sei.

Kimmy, gerade auf dem Weg zur Bushaltestelle, erinnert sich daran, dass selbst ein verrückter Sektenführer es nicht geschafft hat, sie zu brechen. Sie ist längst eine Kämpferin und sie findet den Glauben an sich selbst und bleibt da, wo sie sein will - in New York City.

Wie kommt es rüber?

Zunächst einmal: Wie viel hat das Ganze mit 30 Rock gemeinsam? So einiges: Kimmy selbst zeigt schon in der Pilotepisode einige Facetten, die Liz Lemon nicht fremd sein dürften. Vieles schafft sie nicht auf Anhieb, aber das hindert sie nicht daran, weiter an sich zu glauben. Und vor allem verliert sie niemals ihr Selbstvertrauen, so viele Rückschläge sie auch hinnehmen muss. Jacqueline könnte sehr gut eine Schwester von Jenna Maroney sein oder jemand, mit dem die sich um ihre Hundemasseurin streitet. Dazu kommt der Humor, der jedem „30 Rock“-Zuschauer bereits bekannt ist: quirlig und oft slapstickartig, aber niemals ohne doppelten Boden.

Die Pilotepisode lebt davon, dass Ellie Kemper und die Autoren es schaffen, Kimmy einen unverwechselbaren Charakter zu verleihen. In gewisser Weise ist sie auf einer anderen Entwicklungsstufe stehengeblieben nach 15 Jahren Isolation. Handykameras und Polizisten mit Tätowierungen entlocken ihr ein ungläubiges Staunen, angesichts eines Süßigkeitenladens bekommt sie leuchtende Augen. Sie kennt sich nicht mit den Gepflogenheiten aus und nimmt Titus jede Mietkaution und Provision ab, die er ihr aufbürdet, als er sieht, wie viel Geld sie hat. Doch sie ist alles andere als dumm - eine weitere Täuschung enttarnt sie schnell als netten Versuch.

Ihr Staunen ist nicht dümmlich, ihre Begeisterung nicht nervend. Das ist in erster Linie der Darstellerin, aber auch den Autoren zu verdanken. Sie geben ihrer Protagonistin kindliche Züge, aber auch einige Klarsichten mit auf den Weg. Als Titus anhebt, sie etwas zu fragen, sagt sie, dass im Bunker seltsame Sexsachen passiert seien - sie weiß genau, was die meisten ihrer Mitmenschen interessiert. Sie kann nicht wissen, ob Roboter mittlerweile fester Teil des Lebens sind, aber sie ist eine gute Menschenkennerin und das haben ihr auch 15 Jahre im Bunker nicht nehmen können.

Fazit

Unbreakable Kimmy Schmidt ist eine Serie mit einer interessanten Idee, guten Schauspielern und einem starken Team hinter der Kamera. Es ist eine schöne Sache für alle, die unter „30 Rock“-Melancholie leiden, aber auch für andere Comedyfreunde. Es ist in jeder Hinsicht eine sehenswerte Serie, aber noch kein Überflieger.

Promo zur Serie „Unbreakable Kimmy Schmidt“:

Verfasser: Serienjunkies.de am Freitag, 6. März 2015

Unbreakable Kimmy Schmidt 1x01 Trailer

Episode
Staffel 1, Episode 1
(Unbreakable Kimmy Schmidt 1x01)
Deutscher Titel der Episode
Kimmy verlässt den Bunker!
Titel der Episode im Original
Kimmy Goes Outside!
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Freitag, 6. März 2015 (Netflix)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Freitag, 6. März 2015
Autoren
Tina Fey, Robert Carlock
Regisseur
Tristram Shapeero

Schauspieler in der Episode Unbreakable Kimmy Schmidt 1x01

Darsteller
Rolle
Tituss Burgess
Carol Kane
Jane Krakowski

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?