The Last Ship 4x09

The Last Ship 4x09

In der Folge Detect, Deceive, Destroy der US-Serie The Last Ship steht die Konfrontation auf dem Seeweg an. Die USS Nathan James sieht sich gleich drei griechischen Zerstörern gegenĂŒber. Der Auftakt zum Staffelfinale ist von Verlusten geprĂ€gt.

Peter Weller und Jackson Rathbone in „The Last Ship“ (c) TNT
Peter Weller und Jackson Rathbone in „The Last Ship“ (c) TNT
© eter Weller und Jackson Rathbone in „The Last Ship“ (c) TNT

Detect, Deceive, Destroy

Der Fokus der vorletzten Episode der vierten Staffel The Last Ship liegt auf einer groß angelegten Seeschlacht. Die USS Nathan James mit ihren drei KapitĂ€nen Chandler (Eric Dane), Slattery (Adam Baldwin) und Meylan (Emerson Brooks) sieht sich gleich drei griechischen Kriegsschiffen gegenĂŒber, wobei das vierte mit Vellek (Peter Weller) und den wertvollen Samen an Bord sich vorerst noch versteckt hĂ€lt. Lucia (Sibylla Deen) und Giorgio (Jackson Rathbone) befinden sich dabei zusammen mit Stavros (Christos Vasilopoulos) auf einem der Schiffe, die Vellek decken.

Die Nathan James agiert also aus einer klar benachteiligten Lage heraus, was unseren KapitÀnen auch bewusst ist. Sie haben keine Ahnung, welches Schiff die wertvolle Fracht trÀgt und somit nicht versenkt werden darf und anfangs auch nicht, dass da noch ein vierter Zerstörer lauert. Es ist folglich Taktik gefragt, weil man im offenen Kampf unterlegen wÀre. Und das Taktieren - sowohl von unseren Helden als auch von Stavros - kann sich durchaus sehen lassen.

Besonderen Gefallen kann man daran finden, dass beide Seiten in der Lage sind, den nĂ€chsten Zug des anderen abzuschĂ€tzen. Stavros wird nicht einfach als blöde Figur dargestellt, auch wenn er im Folgenverlauf (erwartungsgemĂ€ĂŸ) drei seiner Schiffe verliert. Er wird vielmehr ebenbĂŒrtig inszeniert, kann Ă€hnlich wie Chandler, Slattery und Meylan gekonnt auf die Schritte seines Gegners agieren, Angriffe abwehren, die Situation neu beurteilen und seinen Plan anpassen. Anders als bei den vielen ScharmĂŒtzeln zu Lande fĂ€llt der Gegner (jedenfalls vorerst) nicht reihenweise und kann auch der James herbe Verluste zufĂŒgen. So wird der Helikopter zerstört, was zwei Crewmitglieder das Leben kostet. Auch Vulture Team, dieses Mal bestehend aus Azima (Jodie Smith), Danny (Travis Van Winkle) und Wolf (Bren Foster), kommt beim Einsatz im kleineren Boot nicht unbeschadet davon. Wolf bekommt sogar ganz schön was ab.

Auf der Seite unserer KapitĂ€ne darf derweil jeder etwas zum Sieg beziehungsweise Überleben beisteuern. Chandler und Slattery zeigen sich zwar als eingespieltes Team, aber auch Meylan darf seine Ideen einbringen und die beiden beeindrucken. Das wirkt schön ausgeglichen und eben wie Teamarbeit. Der gegenseitige Schlagabtausch mit Stavros hĂ€lt zudem die Spannung durchgehend hoch - und zwar bis zum Ende. Das Finale dĂŒrfte dann wohl an Land stattfinden und wird hoffentlich Ă€hnlich gut inszeniert.

Als kleines Manko mĂŒssen an dieser Stelle allerdings die Effekte genannt werden. Gerade bei den Explosionen, wovon es nicht wenige gibt, sieht es oftmals billig aus. Und die griechischen Schiffe scheinen sich auch mehr oder weniger wie ein Ei dem anderen zu gleichen. Da wĂ€re jedenfalls mehr drin gewesen, auch wenn das im Großen und Ganzen bloß ein kleiner Kritikpunkt ist.

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Familie Vellek

Paul Vellek bestĂ€tigt uns kurz, dass der Tee, den er sich gegen Ende von Lazaretto) zubereitet hat, tatsĂ€chlich mit Nostos aufgesetzt wurde. Und natĂŒrlich, um Christos (Drew Roy) dadurch an seiner Seite zu haben - Ă€hnlich wie Slattery in Nostos durch die Droge von seiner Familie halluziniert. Dummerweise gehen Paul aber seine Drogen aus, was dazu fĂŒhrt, dass wir ihn zum Großteil als Junkie auf Entzug sehen. Ob das unbedingt notwendig war, sei mal dahingestellt. Diese Figur wurde uns sonst immer als eher ruhig und ĂŒberlegend vorgehend dargestellt, bloß Giorgio gegenĂŒber wurde er manchmal (oder oft) laut. Hier fĂŒhrt sein DrĂ€ngen darauf, die Geschwindigkeit zu erhöhen, schließlich dazu, dass sein Schiff entdeckt wird und das ist irgendwo schade, weil es ein blöder Fehler ist, der nicht zur Figur passt.

WĂ€hrend man bei Paul aber noch drĂŒber hinwegsehen kann, will Lucias AbhĂ€ngigkeit von der Droge gar nicht ins Bild passen. Ebenso wenig ihre Diskussionen mit Giorgio, die im Folgenverlauf stĂ€rker werden. Zu Beginn der Staffel (und dieser Folge) sah das noch nach einem guten VerhĂ€ltnis zwischen den Geschwistern aus. Lucia als das heimliche Hirn der beiden, die ihren Bruder schĂŒtzt und unterstĂŒtzt, was beim Vater nicht der Fall ist. Hier wird dieses Bild unnötigerweise gekippt, denn Giorgios Tod - den sie nun durch ihr DrĂ€ngen am Ende, doch gegen die James anzugehen, quasi mitverursacht hat - hĂ€tte sie auch ohne den vorherigen Streit getroffen. Wobei sie bereuen wird, nicht ihrem anfĂ€nglichen Instinkt gefolgt und schlicht mit allen vier Schiffen nach Malta gefahren zu sein.

Vielleicht wird sie durch den Verlust des Bruders nun auf Paul einreden und versuchen, ihren Vater davon zu ĂŒberzeugen, die Droge nicht in das rettende Nahrungsmittel einzubauen. Andeutungen dahingehend gab es bereits am Ende dieser Episode. Eventuell wĂ€re sogar ein Seitenwechsel drin und sie könnte versuchen, ihren Vater zu stoppen. Mal schauen, was da noch im Finale wartet. Aber das VerhĂ€ltnis zwischen Vater und Tochter hat durch Giorgios Tod einen Bruch erlitten.

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Unsere Crew

Unser Vulture Team hat zunĂ€chst die Aufgabe, einen falschen Aufenthaltsort der James vorzutĂ€uschen, was auch gelingt. Es war ohnehin spannend, dabei zuzuschauen, ob der jeweilige Plan der James aufgeht oder nicht und unsere drei Besatzungsmitglieder erfĂŒllen hier ihre Aufgabe mit der nötigen ProfessionalitĂ€t. Wenn man allerdings auf das Himmelfahrtskommando schaut, was anschließend stattfindet, darf man getrost mit der Stirn runzeln, wie realistisch das nun wieder war.

Mit einem (improvisierten) Sprengsatz im Schlepptau wird da kurzerhand eines der griechischen Schiffe versenkt. Alleine schon, dass es dem Boot möglich ist, so dicht an die Griechen heranzukommen, ohne dass das Feuer eröffnet wird, mutet mindestens kurios an. Aber die Explosion (die eigentlich am Bug hĂ€tte stattfinden mĂŒssen) reißt das Schiff dann mittig auseinander. WTF?

Wenigstens wirkt sich die unrealistisch heftige Explosion noch auf unsere drei Crewmitglieder aus, sonst hĂ€tte sich hier durchgehend mit den Augen rollen lassen. Wobei sich wirklich kurz um Wolf bangen ließ und die Gelegenheit benutzt wird, um Azimas Zuneigung erneut aufzugreifen, was wiederum vollkommen in Ordnung war. Im Staffelverlauf gab es zwar kaum Gelegenheit, die VerhĂ€ltnisse innerhalb der Mannschaft genauer zu beleuchten, aber die Andeutungen zwischen Wolf und Azima werden konsequent fortgesetzt.

Was uns gleich zu Kathleen Nolan (Jade Chynoweth) bringt, die als einzige den Helikopterabsturz ĂŒberlebt. Hier wurde in Vorfolgen schon angedeutet, dass sich zwischen ihr und Diaz (Adam Irigoyen) beziehungstechnisch etwas tut. Insofern verwundert es nicht, dass sie hinterher aus dem Wasser gefischt werden kann - zumal die anderen beiden eher Nonames waren. Erhöht die Chancen fĂŒr ein (weiteres) kleines Happy-End, sofern im Finale nicht noch etwas Unvorhergesehenes passiert.

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Ansonsten zeigt Jeter (Charles Parnell) sich stur und bleibt trotz punktierter Lunge weiterhin im Einsatz. Schön blöd. An Stelle von Doc Rios (Maximiliano Hernández) hĂ€tten wir ihm wohl strenge Bettruhe verpasst und ein paar Vorgesetzte darĂŒber informiert, dass er nicht einsatzfĂ€hig ist. BefĂŒrchtungen, dass Jeter durch seinen Zustand etwas versaut, bleiben allerdings unbegrĂŒndet. Womit uns wohl veranschaulicht werden soll, dass er die richtige (heldenhafte) Entscheidung getroffen hat. Na dann.

Fazit

Eine sehr spannende Folge, die gebannt auf das Finale warten lĂ€sst. Wie die James sich hier durchschlĂ€gt und ein griechisches Schiff nach dem anderen versenkt - obwohl Stavros auch nicht ohne ist, was Taktik angeht -, wusste zu ĂŒberzeugen. Daran können auch die zuweilen schlechten Effekte nichts schmĂ€lern. Mit der Besatzung der James hĂ€tte sich vielleicht etwas mehr anfangen lassen, aber das war im Großen und Ganzen in Ordnung. Der Fokus lag ohnehin bei den drei KapitĂ€nen. Was die Velleks angeht, naja, will nicht alles schmecken und irgendwie ist es schon sehr schade um Giorgio. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

Anmerkung: Das Review zum Staffelfinale kommt morgen. Ich bitte (abermals) um etwas Geduld.

Verfasser: Christian SchÀfer am Dienstag, 10. Oktober 2017

The Last Ship 4x09 Trailer

Episode
Staffel 4, Episode 9
(The Last Ship 4x09)
Deutscher Titel der Episode
Suchen, tÀuschen, zerstören
Titel der Episode im Original
Detect, Deceive, Destroy
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Sonntag, 8. Oktober 2017 (TNT)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 9. Oktober 2017

Schauspieler in der Episode The Last Ship 4x09

Darsteller
Rolle
Adam Baldwin
Charles Parnell
Travis Van Winkle
Christina Elmore
Bren Foster
Kevin Michael Martin

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