Sie sind keine coolen Sportler, aber auch keine totalen Verlierer - das US-Remake der gleichnamigen britischen Comedy-Serie The Inbetweeners begleitet vier Teeanger, die sich irgendwo dazwischen durch die Highschool schlagen.

Eine Schicksalsgemeinschaft der Durchschnittlichkeit vereint Will (Joey Pollari) und seine neuen Freunde in der Serie „The Inbetweeners US“ (c) MTV
Eine Schicksalsgemeinschaft der Durchschnittlichkeit vereint Will (Joey Pollari) und seine neuen Freunde in der Serie „The Inbetweeners US“ (c) MTV

Gemeinsam mit Will McKenzie (Joey Pollari) lernt der Zuschauer die Grove High School kennen. Bis zur Trennung seiner Eltern war er SchĂŒler einer exklusiven Privatschule, nun steht er neben einer Parkbank auf der seine neuen Freunde sitzen, die sich ĂŒber ihn lustig machen. Es sind der schwer verliebte und leicht tolpatschige Simon (Bubba Lewis), der trottelige Neil (Mark L. Young) und der angeberische Jay (Zack Pearlman), dessen wilde Sex-Abenteuer hauptsĂ€chlich in seiner Phantasie stattfinden. Ein StĂŒck weit zur Gruppe darf man bereits Carly (Alex Frnka) zĂ€hlen, Simons bereits vergebene Angebetete, mit der er seit Kindertagen befreundet ist.

Und damit ist der Rahmen fĂŒr die Teenager-Serie auch schon gelegt. Einige Nebenfiguren wurden in der Pilotepisode bereits vorgestellt, der verantwortungslose Konrektor sowie Wills heiße Mutter Polly (Christine Scott Bennett).

Aller Anfang ist schwer

Will steht im Mittelpunkt der Serie, er kommentiert die Geschehnisse aus dem Off und so kann der Zuschauer auch seine Wandlung in der Pilotepisode beobachten. Durch Zufall mit Simon, Neil und Jay zusammengewĂŒrfelt, ist Will zunĂ€chst auf der Suche nach seinem wahren Platz in der High School. Nur um festzustellen, dass die öffentliche Schule ein Haufischbecken ist und er in der Gruppe der „Inbetweeners“ durchaus gut aufgehoben ist, wenn er nicht alleine an der Wand essend enden will.

Und so entspinnt sich das erste Abenteuer der Truppe: Um MÀdchen zu beeindrucken und sich als Rebellen zu prÀsentieren, planen die vier Jungs einen Tag blau zu machen. Angesichts der Langeweile eines Tages auf der Parkbank, besorgen sie sich Alkohol und beraten Simon, wie er Carlys Herz erobern kann.

NatĂŒrlich geht alles schief, als er wirklich zu ihr nach Haus eingeladen wird, denn Simon hat sich auf Rat seiner Freunde vor dem Besuch ordentlich betrunken. Was folgt, lĂ€sst sich mĂŒhelos erraten ohne die Episode gesehen zu haben. Am Ende bleiben reichlich Kotze, ein entsetztes MĂ€dchengesicht und eine in den Feuern der Peinlichkeit geschmiedete Allianz zurĂŒck.

Stereotype geben sic h die Klinke in die Hand, was jedoch zumindest in der Pilotepisode nicht nervt, da die Storyline zwar vorhersehbar ist, doch darunter immer wieder eine clevere Note durchscheint, die Lust auf mehr macht.

Die Dynamik der Gruppe

Wie viele Highschool-Sitcoms lebt auch The Inbetweeners US zu einem nicht unbetrÀchtlichen Teil von einem Effekt des FremdschÀmens, von den desaströs-urkomischen Situationen, in die die Protagonisten sich durch eigenes Verschulden begeben oder einfach geschmissen werden.

Die Charaktere und Handlungen der einzelnen Mitglieder der Gruppe sind bisher mehr oder weniger einfach gehalten, es gibt den Idioten, den Liebestölpel, den Angeber und den intelligenten Schnösel, der mangels Alternativen dazugehören will. Doch von dieser Basis aus kann es durchaus interessant werden.

Interessant an der Dynamik ist die fehlende LoyalitĂ€t, die sich bereits andeutet. Jay, der Simon vor der gesamten Schulbelegschaft in der Cafeteria demĂŒtigt ist der Höhepunkt. Doch auch die IntensitĂ€t, mit der die Jungs gegenseitig in den wunden Punkten der anderen stochern ist nicht in jeder Teenager-Serie zu finden.

Auf der anderen Seite finden sich auch Momente der Zusammengehörigkeit und LoyalitÀt, zumindest zwischen Will und Simon. Ob die Serie ein Gleichgewicht finden kann, wird sich zeigen.

Fazit

Die Pilotepisode wirft einen Blick in das Leben mĂ€nnlicher Teenager, die weder zu den Coolen noch zu den Losern gehören. Wem Serien wie Awkward. gefallen, der sollte „The Inbetweeners US“ eine Chance geben. Jedoch sollte man gewarnt sein: Die Auswahl der hauptsĂ€chlich mĂ€nnlichen Protagonisten bringt eine andere Ebene der Peinlichkeit ins Spiel, eine grobschlĂ€chtigere, hĂ€sslichere.

Trailer zur US-Version von „The Inbetweeners“:[videosj=The Inbetweeners _Trailer]

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