The 100 5x13

© larke (Eliza Taylor) und Bellamy (Bob Morley) in der Serie „The 100“ (c) The CW
An vielen Stellen spiegelt die Episode Damocles (2) das vierte Staffelfinale wider. Trotzdem könnte es endlich den lange erhofften Neustart für die Menschheit und die Erde bringen. Wie das zusammenpasst, ist eine der Schönheiten dieser The 100-Episode.
Madis neue Macht
Madi (Lola Flanery) ist an ihrem Ort angekommen, an der Spitze der Führung, als Heda, Trägerin der Flamme, Commander. Zu Beginn der Episode unterwirft Octavia (Marie Avgeropoulos) sich mit all ihren Leuten der Führung des Kindes mit dem besonderen Blut. Ihre erste Beratungsrunde besteht aus Bellamy (Bob Morley), der Clarke (Eliza Taylor) versprochen hat, sich um Madi zu kümmern, und aus Indra (Adina Porter), die im Herzen immer der Flamme treu geblieben ist. Doch das wichtigste Mitglied der neuen Führungsriege ist die schwer verletzte Gaia (Tati Gabrielle), die Madi ein besonderes Feature der Flamme beibringt.
Die erste große Mission (der Episode) ist es, den Start des Raumschiffes zu verhindern, in dem McCreary (William Miller) den Befehl führt. Das dauert nicht unbedingt lange und führt vor allem zu der Schlüsselszene, in der Madi zunächst den Tod seiner Verbündeten befiehlt. „Du kannst besser als wir sein“, gibt Bellamy ihr mit auf den Weg, doch letztlich sind es die Sirenen, die das Massaker verhindern. Statt an dem Todesurteil festzuhalten, rettet Madi die Eligius-Crew sogar vor dem Tod durch Unterlassen.
Ein kurzes Liebesgeständnis von Emori (Luisa D'Oliveira) an Murphy (Richard Harmon) und wir sind in einem altbekannten Wettlauf gegen die Zeit. Wer es pünktlich aufs Schiff schafft, wird gerettet, wer nicht, muss zurückbleiben und einem grausigen Tod auf einer zerstörten Erde ins Auge sehen.
Dieses Mal sind es Bellamys Freunde, auf die am Ende alle warten, in letzter Sekunde stürzen Monty (Christopher Larkin) und Co durch die rettende Tür. Das ist letztlich die Rettung für alle, wie sich später zeigt.
Denn er nimmt den Plan in die eigenen Hände, statt der abgesprochenen Zeit lässt er alle außer sich selbst und Harper (Chelsey Reist) mehrere Generationen im künstlichen Tiefschlaf. Als Clarke und Bellamy aufgeweckt werden, treffen sie auf Jordan, der ihnen die ganze Sache erklärt: Monty und Harper haben die anderen 125 Jahre schlafen gelassen und ihre eigene Lebenszeit darauf verwendet, eine Lösung zu finden, damit alle zurück auf die Erdoberfläche kehren können. Von all den Jahren des Tiefschlafes bekommen wir und die beiden die Zusammenfassung, sozusagen das Best-of-Video, mit der Geburt des Sohnes Jordan (Shannon Kook; Degrassi, Shadowhunters), mit ihrer Entscheidung, auch Jordan in den Tiefschlaf zu versetzen, sowie mit Harpers Tod inklusive Montys Abschied. Der schönste Spruch des Videos ist wohl: „Ich habe Jordan alles über Euch erzählt - Überraschung, sein Liebling ist Murphy.“ „Ich hatte eine rebellische Phase.“
Montys letzter Akt war es, eine neue Erde zu finden und das Raumschiff mit seinen schlafenden Freunden auf Kurs zu schicken.
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Während ihr schlieft: Montys Masterplan
„Ich hoffe, wir schlagen uns dort besser, ich hoffe, Jasper lag falsch“, gibt Monty seinen Freunden mit auf den Weg in die neue Welt. Dort soll eine neue Zivilisation entstehen, unter der Führung von Bellamy und Clarke. Monty hat am Ende alle gerettet und ihnen ein Leben statt lediglich das Überleben geschenkt. Sicher, sie hätten auf dem Raumschiff ihre Jahre fristen können, sie hätten dort eine Gesellschaft ähnlich der Ark aufbauen können, aber mehr als ein reines Überleben wäre das nicht gewesen. Seine heldenhafte Tat hat den anderen ermöglicht, nun einen Neuanfang zu wagen. Das Ende der Episode Damocles (2) ist so hoffnungsvoll, wie selten ein The 100-Staffelfinale war. Das liegt vor allem an der düsteren vergangenen Staffel.
Auch zu Beginn der fünften Staffel hatten die Menschen eine Chance, neu anzufangen, in gewisser Weise. Nach den Jahren im Bunker, im All oder - wie in Clarkes und Madis Fall - im Tal der Idylle, bekamen die Menschen eine zweite Chance. Doch schnell hat sich gezeigt, dass sie nichts gelernt haben. Neuankömmlinge wurden wie üblich als Gefahr behandelt, Fremde stets bekämpft, jeder wollte alles für sich alleine haben. Was Octavia im Bunker so gut angefangen hat, nämlich, von jedem Volk Menschen mit in die rettende Tiefe zu nehmen, hat nur eines bewirkt: ein weiteres, neues Volk zu erschaffen, das gegen alle anderen antreten kann.
Im Verlauf der Staffel haben wir viele Charaktere wachsen sehen und die meisten hatten die Sackgasse erkannt, in die sich die Menschheit verrannt hat. Doch da war es schon zu spät, das Steuer herumzureißen. Monty hat mehrfach versucht, einen neuen Weg zu gehen, doch die anderen waren noch nicht so weit. Nun wird er still und leise zum Retter der Menschheit und zu dem, der ein neues Kapitel aufschlägt. Ob die anderen sich daran halten, bleibt abzuwarten. Erneut sind sie die, die auf eine unbekannte Oberfläche kommen, nicht wissend, was sie dort erwarten wird. Ob sie gegen alles Unbekannte kämpfen oder nicht, muss sich zeigen.
Fazit
Montys Philosophie ist in gewisser Weise das Gegenteil von Jaspers Abschied und irgendwie haben beide dasselbe erkannt: überleben alleine reicht nicht, es muss auch Hoffnung auf ein gutes Leben geben. Jasper hatte diese Hoffnung verloren und sich damit der Verzweiflung hingegeben, auch wenn er durchaus Überlebenschancen hatte. Monty hatte die Hoffnung selbst in die Hand genommen und nicht aufgegeben. Die Chance auf ein besseres Leben hat er selbst kreiert, für seine Freunde und für seinen Sohn. Das ist wohl der optimistischste Abschied, den eine The 100-Staffel jemals hingelegt hat. Die Charaktere stehen an der Schwelle, etwas Großartiges zu schaffen - oder an der Aufgabe zu scheitern und alten Gewohnheiten zu erliegen.
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Verfasser: am Mittwoch, 8. August 2018(The 100 5x13)
Schauspieler in der Episode The 100 5x13
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