The 100 5x11

© bby (Paige Turco) in der Serie „The 100“ (c) The CW
The Dark Year markiert den Übergang von Menschen, die in einem Bunker ausharren, zu seelenlosen Gestalten, die fürs Überleben jede Überzeugung geopfert haben. Die The 100-Macher lassen uns in Octavias Regentschaft unter der Erde blicken und versuchen, die Veränderungen zu erklären, mit denen die bekannten Figuren wieder ans Tageslicht gekommen sind.
Wir tun es, um zu überleben
Clarke (Eliza Taylor) rettet ihrer Mutter das Leben und landet plötzlich in der Kommandozentrale von McCreary (William Miller). Eine ebenfalls überraschende Zweckgemeinschaft bildet die Crew um Echo (Tasya Teles), die sich mit Charmaine (Ivana Milicevic) konfrontiert sieht und sie und Kane (Henry Ian Cusick) dann auch noch notgedrungen ins Team lässt.
Octavia (Marie Avgeropoulos) stolziert Wonkru voran, mittendrin Bellamy (Bob Morley) und Gang. Wie diese neuen Allianzen zustande kommen, überrascht auch die anderen Figuren, doch es bleibt keine Zeit für Entrüstung, ein Kampf steht an.
Die Beziehung zwischen Raven (Lindsey Morgan) und Shaw (Jordan Bolger) fühlt sich nach wie vor etwas übereilt an. Die beiden haben kaum eine normale, ruhige Minute miteinander verbracht, in der sie sich kennenlernen konnten. Die Intensität der Gefühle, das wiederholte Betonen, dass die Gefühle für den anderen das Schlimmste an der Situation seien, klingt auch in dieser The 100-Episode noch blechern.
Endlich ist es so weit: Die Serienautoren haben uns bis kurz vors Staffelfinale schmoren lassen, um uns den Rückblick zu geben, auf den alle gewartet haben. Es geht um den schweren Gang der Führungsriege des Bunkers von der Menschlichkeit hin zu dem reinen Überlebenswillen, der jede Moral verschluckt. Es ist Abby (Paige Turco), die es in ihrem Kopf schon durchgerechnet hat: Wenn die Kriminalquote steigt, kann Wonkru von dem Fleisch derer leben, die im Kampfkäfig ihr Leben lassen. Dagegen hält vor allem Kane.
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Der erste Verzehr von Menschenfleisch ist dann auch eine stille, furchtbare Veranstaltung. Indra findet mal wieder die besten Worte: „Sie sind gestorben, um uns zu retten. Lasst ihr Opfer nicht verkommen.“ Doch für manche reicht es nicht, unter anderem Kane, der Anführer einer kleinen Gruppe von Menschen, die sich gegen den Kannibalismus entscheiden. Doch auch das kann Abby nicht gelten lassen, denn auf der Ark hat sie gesehen, dass die Schuld die Menschen versetzt hat. Sie muss alle dazu bringen mitzumachen, um das zu verhindern. Und nimmt damit die Schuld auf sich, was in die Tablettensucht führt.
Octavia übernimmt den zweiten Teil der Schuld, sie setzt Abbys Anspruch durch, auch damit, dass sie Wonkru-Mitglieder noch am Tisch erschießt, bis es Kane zu viel wird und er einknickt.
Mit sich selbst leben zu können, ist eine andere Geschichte
Als Madi (Lola Flanery) Clarke auf ihre Aktion am Mount Weather anspricht, wird es deutlich: Es geht darum, die Verantwortung zu schultern, damit andere überleben, sowohl physisch als auch mental. Octavia, Clarke, Abby, es sind in der The 100-Welt meistens die Frauen, die die harten Entscheidungen treffen. Kane und auch Jaha (Isaiah Washington) waren immer eher die Moralapostel, deren Pläne nicht unbedingt in die Freiheit geführt haben.
Es ist das große Drama der apokalyptischen Welt, die wir seit fünf Staffeln verfolgen: Jemand muss die harten Entscheidungen treffen und umsetzen und dabei dennoch die Nerven behalten. Abby hat das nicht geschafft und ist in die Sucht gerutscht. Auch mit Octavia scheint nicht mehr alles in Ordnung zu sein. Doch was sie damit meint, wenn sie zu Indra (Adina Porter) sagt, dass es sich im Tal alles erklären wird, wissen wir nicht. Vergessen darf man auch nicht, dass sie die Farm angezündet hat. Das traumhafte Leben im Tal, das sie sich vorstellt, hätte sie laut Monty (Christopher Larkin) vor Ort haben können und sie hat es sich selbst und ebenso allen anderen verbaut.
Dass Clarke jetzt auf McCrearys Seite steht, bereitet im Grunde auf recht müde Art und Weise den großen Showdown zwischen ihr und Octavia vor. Der Weg dahin hätte eleganter sein können, aber um passend in der letzten Episode vor dem zweiteiligen Staffelfinale dort anzukommen, kann man es schon mal durchwinken.
Leider gab es in der Episode The Dark Year wieder weniger Fokus auf den Nebencharakteren, die in letzter Zeit viel rausgerissen haben. Das Duo Raven und Shaw funktioniert nur bedingt, hier haben die Autoren Vorarbeit vermissen lassen. Statt ernster Gefühle bleibt ein hohler Nachklang zurück...
Der Rückblick in den Bunker hingegen funktioniert gut, auch wenn die Erklärung für den Kannibalismus bereits aus weiter Entfernung kommen zu sehen war. Das Zusammenspiel an Schuld von Octavia und Abby ist interessant anzusehen, vor allem vor dem Hintergrund der Reaktionen der anderen. Hier könnte sich ein Spannungsfeld aufbauen, das im Staffelfinale Früchte trägt.
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Verfasser: am Mittwoch, 25. Juli 2018The 100 5x11 Trailer
(The 100 5x11)
Schauspieler in der Episode The 100 5x11
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