Sunnyside: Review der Pilotepisode

Sunnyside: Review der Pilotepisode

NBC unternimmt den Versuch, mit Sunnyside eine neue Comedyserie etablieren. Kann Kal Penn als ehemaliges Mitglied im Stadtrat auf dem Pfad der Wiedergutmachung überzeugen und wie gut zünden dabei die Witze?

Der Cast von Sunnyside (c) NBC
Der Cast von Sunnyside (c) NBC
© er Cast von Sunnyside (c) NBC

Das ehemalige Stadtratsmitglied Garrett Modi (Kal Penn) sucht nach dem frühzeitigen und unrühmlichen Ende seines Amtes eine neue Bestimmung. Zufällig heuert ihn eine Gruppe von Einwanderen an, bei denen er beschließt, ihnen beim Erhalten der US-Staatsbürgerschaft zu helfen. Doch hat er genug auf dem Kasten und findet er wirklich die richtige Motivation, ihnen dabei unter die Arme zu greifen?

Was geschieht in der Pilotepisode von Sunnyside?

Nach einer Vielzahl an Eskapaden und einem Skandalvideo muss sich Modi von seinem privilegierten Regierungsposten gezwungenermaßen verabschieden. Er findet sich im Anschluss aufgrund schlechter Investments ohne Bleibe auf der Couch seiner Schwester (Kiran Deol) wieder. Diese nimmt er als Zentrale, um wieder auf die Beine zu kommen und er verkauft per Internet Zeit mit sich, damit die Käufer Fotos mit dem prominenten Abstürzer machen können.

Eine Gruppe von Immigranten hat jedoch etwas anderes im Sinn und heuert ihn an, um ihnen dabei zu helfen, aus ihren Aufenthaltsgenehmigungen eine US-Bürgerschaft zu machen und den anstehenden Test zu bestehen. Aufgrund der ordentlichen Bezahlung nimmt Modi sich Zeit, um ihnen seine Definition von amerikanischem Verhalten näherzubringen. Er ist allerdings ein wenig schockiert, als er am nächsten Tag hört, dass ein Mitglied der Gruppe von der ICE (United States Immigration and Customs Enforcement) einkassiert wurde. Daraufhin beschließt er, seinen alten Wegen zu entsagen und sich richtig für seine neuen „US-Schüler“ einzusetzen, damit diese sich ihren Traum im Land der unbegrenzten Möglichkeiten erfüllen können.

Kann die erste Episode überzeugen?

Zunächst einmal bekommt man den Eindruck, dass Kal Penn, der zuletzt unter anderem in Designated Survivor zu sehen war, definitiv genügend Charisma besitzt, um eine Comedyserie zu tragen und der eine oder andere Witz kann einem in der Eröffnungsepisode von Sunnyside schon zum Schmunzeln bringen, während auch das Thema, speziell die US-Zuschauer an die Einwandererkultur ihres Landes zu erinnern, es sicherlich gut meint.

Doch dabei ist es dann doppelt schade, wenn man, um ein bisschen mit Vorurteilen aufzuräumen, sich gleichzeitig aber bei den Charakteren auf aufgewärmte Klischeetropen aus der Comedykiste verlässt, wie etwa die privilegierten reichen Snobs mit ihrem nicht gerade dezenten Realitätsverlust. Man schafft es auch, den Witz mittels des Stereotypen der arbeitswütigen Mutter, die mehrere Jobs jongliert, bereits nach der erste Episode vollkommen zu Tode zu reiten, was ein schlechtes Zeichen für die Zukunft ist. Zudem mag es zwar im Comedybereich nicht essentiell sein, doch wäre es durchaus sehr schön gewesen, wenn Modis Wandlung als Hauptcharakter zumindest ein bisschen nachvollziehbar gewesen wäre. Doch zu sehen, dass eine Person aus einer Gruppe für ihn fremder Personen fehlt, leitet solch eine Veränderung für jemanden, der sein Leben lang so egozentrisch ausgerichtet war, wohl kaum ein...

Fazit

Der Auftakt von Sunnyside will eine gut gemeinte Nachricht vermitteln und kann neben einigen Blindgängern ein paar Schmunzler landen. Die Figuren müssen allerdings schleunigst aus dem Klischeesumpf herausgeholt werden, denn viele Witze um ihre eindimensionalen Persönlichkeiten sind bereits nach einer Episode viel zu vorhersehbar. Ob Kal Penns ordentliche Bemühungen und dessen Charisma ausreichen, um unter diesen Voraussetzungen die Zuschauerinnen und Zuschauer lange genug bei der Stange zu halten, ist allerdings alles andere als sicher.

Hier abschließend noch der Trailer zur NBC-Serie Sunnyside:

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