Single Parents 1x01

© romobild zu „Single Parents“ (c) ABC/FOX
Leighton Meester (Gossip Girl) und Taran Killam („Saturday Night Live“) übernehmen die Hauptrollen in dieser neuen Comedy von ABC. Hinter der Kamera sitzt für die erste Folge Jason Winer, der bereits bei mehreren Episoden von Life in Pieces Modern Family Regie geführt hat. Geschrieben wird die Serie von Liz Meriwether (New Girl) und J. J. Philbin (The OC).
Worum geht es?
Wie der Titel der Serie vermuten lässt, dreht sich in „Single Parents“ alles um alleinerziehende Eltern und deren Kinder. Am ersten Schultag trifft das eingespielte Elternquartett, bestehend aus Angie (Leighton Meester), Douglas (Brad Garrett), Poppy (Kimrie Lewis-Davis) und Miggy (Jake Choi), auf Will (Taran Killam) und seine Tochter. Will ist der Elternvorstand der Klasse, in der alle ihre Kinder sind, und geht ganz in seiner Rolle als Vater auf. Um lästigen „freiwilligen" Schulveranstaltungen zu entkommen, für die Will Feuer und Flamme ist, beschließt das Team, ihm ein Date zu besorgen und ihn so abzulenken. Bis zum tatsächlichen Date stößt ihr Plan aber auf einige Stolpersteine...

Das Dreamteam?
Die Hauptpersonen sind fünf sehr unterschiedliche Charaktere, sozusagen die Archetypen an Alleinerziehenden. Da ist Will, dessen kompletter Fokus auf seine Tochter Sophie gerichtet ist. Sein eigenes Leben hat er dabei zur Seite geschoben. Er würde lieber babysitten, als auf ein Date zu gehen. Sein komplettes Gegenteil ist Douglas, ein älterer Geschäftsmann, der unerwartet alleine mit Zwillingen dasitzt. Er behauptet steif und fest, dass das ganze „Elternsein" nichts für ihn ist. Außerdem gibt es noch Angie, die ihren Sohn zu mehr Eigenständigkeit erziehen möchte, aber manchmal etwas überfürsorglich sein kann. Poppys Sohn ist wiederum genauso selbstbewusst wie sie, aber sie sorgt sich, weil er ohne ein männliches Rollenvorbild aufwächst. Und dann ist da noch Miggy, der nicht ganz wahrhaben will, dass sein sorgloses Leben als Junggeselle vorbei ist. Zusammen versuchen sie, die Erziehung ihrer Kinder und ein eigenes Leben unter einen Hut zu bekommen. Dass diese „Freunde" nicht mehr als ihre Kinder gemeinsam haben, ignoriert die Serie gekonnt.
Wie ist es umgesetzt?
Das größte Manko der Serie sind die Kindercharaktere. Das liegt nicht an den jungen Schauspielern, die aus dem Skript das Beste machen. Aber über die Hälfte der Episode reden die Sechsjährigen als wären sie Mitte Dreißig. Welcher Erstklässler sagt: „I say this with an open heart and nothing but love: You're a disaster." („Ich sage das mit einem offenen Herzen und aus reiner Liebe: Du bist ein Desaster.")? Ja, manchmal kann es für einen Lacher sorgen, ein Kind etwas sehr Erwachsenes sagen zu lassen, aber doch nicht die ganze Zeit über - und nicht, wenn das wirklich jedes Kind tut. Etwas Realismus in dieser Hinsicht hätte der Episode gutgetan, gerade, weil die Probleme der Eltern, obwohl sehr übertrieben dargestellt, sich ja durchaus am echten Leben orientieren.

Fazit
Die Serie ist ganz klar auf eine bestimmte Zielgruppe ausgerichtet: Eltern. Wer keine Kinder hat, wird kaum Interesse an „Single Parents“ haben. Außerdem ist der Humor meistens sehr überzogen und die Kinder sind nicht sehr realistisch geschrieben. Grauenhaft ist die Serie nicht, aber besonders gut auch nicht, sondern sie bleibt einfach irgendwo auf halber Strecke liegen.
Verfasser: Johanna Thron am Donnerstag, 27. September 2018Single Parents 1x01 Trailer
(Single Parents 1x01)
Schauspieler in der Episode Single Parents 1x01
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?