Shooter 1x01

Eigentlich wollte Bob Lee Swagger (Ryan Phillippe, Secrets & Lies (US)) doch nur ein ruhiges Leben an der KĂŒste mit seiner Frau, seiner Tochter und einem Million-Dollar-View aufs Meer fĂŒhren. Doch er ist einfach zu talentiert.
Wovon es handelt
Wir lernen den ehemaligen Soldaten kennen als er im Wald Tiere versorgt - seine neue Lebensaufgabe. Doch dann wird er von JĂ€gern gestört, denen er eine schmerzhafte Abreibung verschafft. Mann, dieser Kerl hat das Herz auf dem richtigen Fleck und dazu noch den Mut und die FĂ€higkeit, den Bösen und Herzlosen dieser Welt einen Löffel ihrer eigenen Medizin zu verabreichen. AnschlieĂend geht es nach Hause. Das ist dieser Tage ein Luxushaus am Rand der Klippen, wo ihn seine attraktive Frau und sein niedliches Töchterchen schon auf der Veranda erwarten. Es könnte kaum idyllischer sein, bis zu dem Moment, in dem ein ernster Mann im Anzug auf derselben Veranda erscheint und Bob zurĂŒck in den aktiven Dienst holen will. Wieso? Weil der PrĂ€sident der Vereinigten Staaten bedroht wird und Bob der einzige ist, der helfen kann. Doch so schnell lĂ€sst der sich sein neues Leben nicht abluchsen. Warum auch, wenn man seiner Tochter heroische Kriegsgeschichten erzĂ€hlen kann und in seiner Frau den Kummerkasten fĂŒr die ernsten Dinge findet?
Doch dann empfiehlt genau diese Frau ihm, sich der Herausforderung zu stellen. Und zwar, weil der Angreifer, auf dessen Fersen seine ehemaligen Kollegen sind, auch mit Bob eine Vergangenheit hat. Also geht er zu Isaac Johnson (Omar Epps, House) und schlieĂt sich den Ermittlungen an. Dabei bekommt er seinen alten Spitznamen aus Kriegstagen wieder, The Nailer. Und weil ein Neuer ihn erst einmal wenig beeindruckend findet, sieht Isaac sich gezwungen, eine weitere heroische Geschichte herauszukramen - dieses Mal ist es Afghanistan, eine MĂ€dchenschule und The Nailer als Retter.
Unterdessen verfolgt das FBI eigene Ermittlungen, um genau zu sein tut das die attraktive Nadine (Cynthia Addai-Robinson, Arrow), die unter Druck von ihrem Boss steht. Aber bevor diese Storyline weitergehen kann, muss schnell noch eine musikalisch untermalte Montage eingeschoben werden, in der Bob sein neues Equipment testet, im Wald, in der Stadt, an Obst natĂŒrlich. Und dabei findet er das Geheimnis des Angreifers heraus. Nachdem er Issac alles erklĂ€rt hat und auch dafĂŒr sorgt, dass der Angriff auf den PrĂ€sidenten verhindert werden kann, kehrt er mit seiner Frau und seiner Tochter in sein idyllisches Anwesen zurĂŒck. Doch anstatt das Haus zu betreten, geht er in seine Waffenhöhle, wo ein Heftzweck auf dem Boden liegt. Unterdessen gerĂ€t er auch ins Visier der FBI-Agentin mit dem nervigen Chef.
Dann der groĂe Tag: Der PrĂ€sident fĂ€hrt durch die jubelnde Menge, zu der auch Bob und seine Frau gehören. Doch der hat ein schlechtes GefĂŒhl und er merkt, dass der Anschlag doch anders geplant war, als er dachte. Ein dramatischer Spurt durch die Gegend spĂ€ter fĂ€llt ein Schuss. Der PrĂ€sident bricht zusammen und Bob gerĂ€t ins Visier als TĂ€ter. Naja, zumindest fĂŒr Nadine und andere Figuren. Wir wissen ja bereits, dass er hereingelegt wurde, der Arme, wĂ€hrend er doch nur die leichte Abendbrise auf seiner Veranda genieĂen wollte.
Wie kommt es rĂŒber?
Die Pilotepisode der Serie Shooter erfĂŒllt genau das, was man erwarten durfte. Ein Actionstreifen, in dem ein extrem talentierter Mann von seiner Vergangenheit eingeholt wird und schlieĂlich sein hart erkĂ€mpftes, ruhiges Leben verlieren könnte. Er ist eine Legende unter Soldaten und Snipern, doch in der ersten Episode zeigt er vor allem, wie man es nicht machen sollte. Er legt damit den Grundstein fĂŒr eine Geschichte der RĂ€tsel und des Rachenehmens. Wer sich fĂŒr diese Story erwĂ€rmen kann, der muss in der neuen USA Network-Serie auf jeden Fall erst einmal keine Ăberraschungen hinnehmen. Das AngetĂ€uschte ist genau das, was man bekommt.
Nur schade, dass die Serienmacher es versĂ€umen, irgendein Alleinstellungsmerkmal zu integrieren, eine Sache, die einen daran erinnert, welche von den zahlreichen Actionproduktionen, nach demselben Muster gestrickt, man gerade anschaut. Und ein bisschen bemĂŒht wirkt es auch, einen gerade mal 42-JĂ€hrigen, der noch dazu um einiges jĂŒnger aussieht, als den erfahrensten Mann am Ort auszugeben.
Der Rest der Pilotepisode wirkt generisch aus einem Action-Sammelsurium zusammengestellt, ebenso oberflĂ€chlich wie die StĂ€dtenamen, die durch den Raum fliegen und zu reinen KampfplĂ€tzen verkommen. Bob ist der Mann, der zu Beginn einen JĂ€ger verletzt, um ihm zu zeigen, wie gejagte Tiere sich fĂŒhlen. Ob er selbst also mit dem Einstieg in diese Serie so zufrieden wĂ€re, scheint zumindest zweifelhaft.
Fazit
Die Serie Shooter erzĂ€hlt eine alte Geschichte ohne neue Ideen oder ein besonderes HĂ€ndchen fĂŒr Spannung oder Charaktere. Viel erwarten sollte man nicht, es sei denn man genieĂt die bekannte Supersoldat-wird-zum-VerdĂ€chtigen-Story als Abendentspannung. In dem Fall: Die neue USA Network-Serie liefert in der Pilotepisode Point of Impact genau das, was man erwartet und versucht nicht, mit innovativen Ideen zu verwirren.
Trailer zur Serie âShooterâ:
Verfasser: Serienjunkies.de am Mittwoch, 16. November 2016Shooter 1x01 Trailer
(Shooter 1x01)
Schauspieler in der Episode Shooter 1x01
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?