Seinen letzten Auftritt vor der Kamera legte der OBE-Ordensträger Tom Wilkinson im Sommer 2023 als Gerald in The Full Monty (zu Deutsch: „Ganz oder gar nicht: Die Serie“) hin. Schon beim Originalfilm von 1997 war Wilkinson als strippender Stahlarbeiter involviert gewesen.
Damals gewann er für seine Darbietung in der Komödie den ehrwürdigen BAFTA-Preis. Bei den Oscars war er mit „In the Bedroom“ (2002) und „Michael Clayton“ (2008) auch zweimal nominiert. Im Fersehen bleibt Wilkinson vor allem durch seine Darbietung als Benjamin Franklin in der HBO-Miniserie John Adams in Erinnerung. Hierfür gewann er 2008 den Emmy Award als bester Nebendarsteller. Drei weitere Nominierungen hatte Wilkinson für The Kennedys (2011) sowie die TV-Filme „Recount“ (2008) und „Normal“ (2003) erhalten.
Auch war Wilkinson in jüngerer Vergangenheit im Historiendrama Belgravia und in den 1990er Jahren zudem im britischen Krimi Prime Suspect (aka „Heisser Verdacht“) zu sehen. Auf der großen Leinwand sind seine Auftritte in Filmen wie „Operation Walküre“, „Vergiss mein nicht!“, „Rush Hour“, „Der Patriot“, „Shakespeare in Love“, „Die Lincoln Verschwörung“, „Grand Budapest Hotel“, „Snowden“, „Selma“ sowie in „Batman Begins“ und „The Green Hornet“ zu nennen.
Neben und vor seinem Beruf als Schauspieler absolvierte Wilkinson ein Studium der Anglistik an der renommierten University of Kent. Später besuchte der Sohn eines nordenglischen Farmers zudem die Royal Academy of Dramatic Art in London. 1988 heiratete er seine Schauspielkollegin Diana Hardcastle, mit der er zwei Kinder bekam.