Tom Hanks
Tom Hanks beim Screening im TCL Chinese Theater IMAX am 25. Oktober 2024 in Los Angeles
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Tom Hanks

Es ist wirklich selten, eine Karriere wie die von „Forrest Gump“-Star Tom Hanks zu haben. Manch einer würde gar sagen, so einen gibt es nur einmal und wird es auch nur einmal geben. Seit 30 Jahren ist Hanks einer der bekanntesten Schauspieler Hollywoods und verkörpert einen vertrauenerweckenden, freundlichen Charaktertypus, den es wohl kein zweites Mal gibt. Nicht umsonst wurde er 2006 von „Forbes“ zum vertrauenswürdigsten Menschen in ganz Hollywood gewählt.

Biografie von Tom Hanks

Anfänge als Theaternerd

Ich habe viel Zeit damit verbracht, ins Theater zu gehen. Ich habe keine Dates mitgenommen. Ich bin einfach nur zum Theater gefahren, habe mir ein Ticket gekauft, mich in den Sitz gesetzt, das Programm gelesen und bin komplett in dem Stück versunken.

Thomas Jeffrey Hanks wird am 9. Juli 1956 in Concord, Kalifornien, als Sohn einer Krankenhausangestellten und eines Kochs geboren. Er ist väterlicherseits mit dem ehemaligen amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln sowie mit George Clooney verwandt. Nachdem seine Eltern sich scheiden lassen, zieht er mit seinem Vater und zwei seiner drei Geschwister umher, wobei er im Alter von zehn Jahren bereits in zehn verschiedenen Häusern gelebt hat.

Der unpopuläre Schüler studiert Theaterwissenschaften am „Chabot College“ in Hayward, Kalifornien und an der „California State University“ in Sacramento. Während dieser Zeit verbringt er fast seine gesamte Freizeit im Theater. Danach verbringt er drei Jahre als Praktikant beim „Great Lakes Theater Festival“ in Cleveland, Ohio. Während dieser Zeit gewinnt er seinen ersten Preis für die Darstellung des Proteus in Shakespeares „Zwei Herren aus Verona“.

Frühe Karriere

Seine erste kleine Rolle hat Tom Hanks im Billig-Slasher „He Knows You're Alone“ von 1980, woraufhin eine erste Hauptrolle im legendär schlechten Fernsehfilm „Mazes and Monsters“ folgt. Nach einem kurzen Gastauftritt in der Kultserie Happy Days kontaktiert ihn Ron Howard und lädt ihn ein, im späteren Überraschungshit „Splash“ mitzuspielen. Nach einem weiteren Erfolg mit der Komödie „Bachelor Party“ im Jahr 1984 manifestiert sich Hanks Ruf als ausgezeichneter Komödienschauspieler, bevor seine Hauptrolle in der Komödie „Big“ ihm dann im Jahr 1988 seine erste Oscarnominierung einbringt. Es folgen Rollen in Filmen wie „Turner and Hooch“ und „Fegefeuer der Eitelkeiten“, bevor er sich schließlich eher dramatischen Rollen zuwendet.

Größte Erfolge

Meine Arbeit ist weit weniger künstlich und übertrieben geworden.

Im Jahre 1993 beginnt Hanks schließlich seinen Aufstieg zu einem der größten Sterne am Himmel Hollywoods, mit Hauptrollen in den Filmen „Schlaflos in Seattle“ und „Philadelphia“. In letzterem spielt er einen an Aids erkrankten schwulen Anwalt, der seine Firma wegen Diskriminierung verklagt. Für diese Darstellung, für die Hanks über 15 Kilo verlor und sein Haar ausdünnte, gewinnt er 1993 den Academy Award für den besten Hauptdarsteller.

An diesen Erfolg knüpft er 1994 mit dem Riesen-Hit „Forrest Gump“ an, der ihm auch 1994 den Oscar als bester Hauptdarsteller einbringt. Damit ist Hanks neben dem Schauspieler Spencer Tracy, dem diese Ehre 1937 und 1938 zuteil wurde, eine von nur zwei Personen, die jemals in zwei aufeinanderfolgenden Jahren den Oscar als beste Hauptdarsteller gewannen.

Mit „Apollo 13“ und „Der Soldat James Ryan“ folgen weitere bei Kritik und Publikum gefeierte Filme, wobei Hanks für letzteren noch einmal die Nominierung als bester Hauptdarsteller einheimst. In „E-Mail für dich“ wird er mit seiner guten Freundin und „Schlaflos in Seattle“-Co-Star Meg Ryan wiedervereint. Nebenbei synchronisiert er auch noch Cowboy „Woody“ in den Pixar-Hits „Toy Story“ und „Toy Story 2“. Im Jahr 2000 folgt ein Golden Globe für den besten Hauptdarsteller für seine Rolle als gestrandeter „FedEx“-Mitarbeiter in „Cast Away“ von Robert Zemeckis.

Ein ganz Großer, bis heute

In den 2000er Jahren sieht man Hanks in Filmen wie „Road to Perdition“ und dem Komödienerfolg „Catch Me If You Can“ an der Seite von Leonardo DiCaprio. Außerdem produziert er zusammen mit seiner Frau den Überraschungserfolg „My Big Fat Greek Wedding“, bevor er 2002, im Alter von 45 Jahren, als bisher jüngster Rezipient aller Zeiten den „Life Achievement Award“ der Academy of Motion Picture Arts and Sciences erhält, zu deren Vizepräsident er auch 2005 gewählt wird.

Neben Rollen in „The Ladykillers“, „Terminal“ und dem viel beachteten Animationsfilm „Der Polarexpress“ spielt er in „Die Simpsons - Der Film“ sich selbst, der als Sprecher der amerikanischen Regierung etwas von seiner Glaubwürdigkeit leiht. Es folgen Rollen als demokratischer Senator in „Der Krieg des Charlie Wilson“ und eine wiederkehrende Rolle als Professor Robert Langdon in den Dan Brown-Verfilmungen „The Da Vinci Code - Sakrileg“ und „Illuminati“.

In den 2010er Jahren spielt Hanks zunächst in der von der Kritik schlecht aufgenommenen Komödie „Larry Crowne“ an der Seite von Julia Roberts, in dem 9/11-Film „Extrem laut und unglaublich nah“ und in dem Wachowski-Film „Cloud Atlas“. Über Nominierungen für einen BAFTA-Award und einen Golden Globe kann Hanks sich als „Captain Phillips“ in dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 2013 freuen, wobei er im selben Jahr auch als erster Schauspieler den Animationspionier Walt Disney in einem Kinofilm darstellen kann. Doch auch am Broadway versucht er sich 2013 und wird sogar für den Preis als bester Schauspieler bei den Tony Awards nominiert.

Außerdem macht Hanks 2014 erste Gehversuche als Autor und veröffentlicht seine Kurzgeschichte „Alan Bean Plus Four“, die gemischt aufgenommen wird, im New Yorker. Ein weiteres Experiment unternimmt er, als er im Musikvideo zum Song „I Really Like You“ der Popsängerin Carly Rae Jepsen auftritt.

Persönliches

Hanks war zweimal verheiratet und bekam sein erstes Kind, seinen Sohn Colin Hanks im Alter von nur 21 Jahren. Colin ist selbst Schauspieler und dürfte Serienjunkies wohl aus Roswell, Dexter und Fargo bekannt sein.

Hanks ist zudem einer der politischsten Schauspieler in Hollywood und setzte sich 2008 sowie 2012 stark für die Wahl Barack Obamas zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika ein. Außerdem war er lautstarker Gegner der „Proposition 8“, die 2008 in Kalifornien die Ehe als einen Bund ausschließlich zwischen Mann und Frau definieren sollte. Trotz prominenter Gegner wurde dieser Zusatz zur kalifornischen Verfassung 2008 in einem Volksbegehren eingeführt, 2013 allerdings gerichtlich für ungültig erklärt.

Mariano Glas
Mariano Glas
Gründer von Serienjunkies.de und Web/App-Entwickler
Dieser Artikel wurde von Mariano Glas veröffentlicht. Mariano Glas hat über 8.288 Artikel seit Freitag, 21. Februar 2003 bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Mariano Glas

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