Tobey Maguire ist bekannt dafĂŒr, dass er wĂ€hrend der Dreharbeiten zu „Spider-Man“ (2002) in der ikonischen Szene, in der er Mary Jane kĂŒsst, tatsĂ€chlich Wasser in seine Nase bekam, weil der Regen kĂŒnstlich erzeugt wurde. Einmal verlor Leonardo DiCaprio eine Wette gegen Tobey Maguire und musste ihm fĂŒr einen ganzen Monat jeden Morgen Kaffee bringen.
Tobey Maguires Eltern waren noch jung, nĂ€mlich 18 und 20 Jahre, als er geboren wurde. Sein Vater Vincent war Koch und verlieĂ seine Frau Wendy, eine SekretĂ€rin, zwei Jahre nach Tobeys Geburt. WĂ€hrend seiner Kindheit zog seine Familie viel umher und lebte u.a. in Kalifornien, Oregon und Washington. Tobey wollte eigentlich wie sein Vater Koch werden, doch seine Mutter bot ihm 100 Dollar, wenn er statt den Hauswirtschaftskurs an der Highschool den Schauspielkurs belegen wĂŒrde. Tobey nahm das Angebot an und der Funke sprang ĂŒber. Nachdem er nach der 9. Klasse die Schule endgĂŒltig verlieĂ, folgten Auftritte in diversen Werbungen und kleine Nebenrollen in Fernsehserien.
Beim Vorsprechen zu âParenthoodâ lernte er Leonardo DiCaprio kennen, der bald einer seiner besten Freunde wurde.
1992 bekam Tobey seine erste Hauptrolle in der Fernsehserie âGreat Scott!â und spielte schon ein Jahr spĂ€ter seine erste Rolle neben DiCaprio und Robert De Niro im Spielfilm âThis Boy's Lifeâ. Der Film brachte zwar DiCaprio den Durchbruch, doch Tobey Maguire musste sich noch mit Rollen in Fernsehfilmen begnĂŒgen. Erst die Zusammenarbeit mit Ang Lee in âDer Eissturmâ, einem Werk ĂŒber die sexuelle Revolution der 1970er Jahre, brachte seiner Filmpartnerin Christina Ricci und ihm 1997 den verdienten Erfolg. Woody Allen war von seiner Darstellung des Paul Hood, einem leicht schrĂ€gen Charakter, so begeistert, dass er Tobey Maguire in âDeconstructing Harryâ auch eine Rolle ĂŒberlieĂ, was Maguires Begabung fĂŒr ruhige, jugendliche, nachdenkliche Rollen unterstrich.
Es gab negative Schlagzeilen, als Regisseur R. D. Robb den Kurzfilm âDon's Plumâ, entgegen der Abmachung mit den Hauptdarstellern DiCaprio und Maguire, veröffentlichen wollte. In dem spontan entstandenen Film hatten sich beide Schauspieler an einer Bar ĂŒber einige unvorteilhafte Themen wie Drogenkonsum unterhalten.
Nach diesem Skandal folgte ein kurzer Auftritt in Angst und Schrecken in Las Vegas und die mÀnnliche Hauptrolle in Pleasantville, bevor er in Lasse Hallströms Oscar-prÀmierten Adaption von John Irvings Roman Gottes Werk und Teufels Beitrag die Rolle des Homer Wells neben Michael Caine spielte.
SpĂ€testens nach diesem Film war Maguires Ruf als talentierter Schauspieler gefestigt, den er durch eine weiter Zusammenarbeit mit Ang Lee beim BĂŒrgerkriegsdrame Ride with the Devil und seiner Rolle in âWonder Boysâ neben Michael Douglas und Robert Downey Jr. festigte. Weiterhin folgten Rollen in preisgekrönten Filmen wie Seabiscuit, in dem Tobey Maguire den Jokey Red Pollard spielte, die Comic-Verfilmung Spider-Man und Spider-Man 2.
Von seinen EinkĂŒnften aus Spider-Man kaufte sich Tobey Maguire 2002 ein Haus in den Beverly Hills. Er produziert mittlerweile auch selber Filme, darunter Spike Lees New York-Film „25 Stunden“.