Terry O'Quinn

Biografie von Terry O'Quinn

Terrance Quinn ist in Sault Ste. Marie in Michigan zur Welt gekommen und in einer Großfamilie aufgewachsen. Er hat irische Vorfahren und ist im römisch-katholischen Glauben erzogen worden. Dem Schauspiel wandte er sich zu als er an der Central Michigan University studierte. O'Quinn - seinen Namen Quinn änderte er in O'Quinn, weil es bereits einen Schauspieler namens Terry Quinn gab - war nicht nur ein talentierter Schauspieler, sondern auch Regisseur.

Sein Fernsehdebüt gab Terry O'Quinn 1980 in dem Spielfilm „F.D.R.: The Last Year“ und erschien anschließend in einer weiteren kleinen Rolle des Dramas „Heaven's Gate“, das eine schicksalhafte Begegnung für ihn bedeutete (Fact 1). Es folgten zahlreiche Gast- und Nebenrollen in Filmen und Serien: So war er in den frühen 80ern unter andrem in Miami Vice (1984), Remington Steele (1985) oder Moonlighting (1987) zu Gast. Für Kinofilme stand er mit namhaften Schauspielern vor der Kamera, so neben Sally Field und John Malkovich in dem Oscar prämierten Film in „Places in the Heart“ (1984) oder an der Seite von Diane Keaton und Mel Gibson in „Mrs. Soffel“ (1984).

Mit seiner ersten Hauptrolle als psychopathischer Serien-Killer in dem Thriller „The Stepfather“ (1987) feierte Terry O‘Quinn den Durchbruch und wurde für seine Darstellung hoch gelobt. So erschien er zwei Jahre später auch im Seq'l „The Stepfather II“ (1989), der allerdings nicht mehr so ein großer Erfolg wurde. In Teil 3 war O'Quinn nicht mehr von der Partie. Doch auch in der darauffolgenden Zeit war der Schauspieler nur in Nebenrollen zu sehen, unter anderem in „Young Guns“ (1988), „Blind Fury“ (1989), „Rocketeer“ (1991), „Tombstone“ (1993) oder „Amityville VI - A New Generation“ (1993).

Weitere unzählige Rollen in TV-Dramen, Horrorfilmen und einem Gastauftritt als Admiral Eric Pressman in Star Trek: The Next Generation (1994) später, entdeckte O'Quinn ein ne's Genre für sich: Sci-Fi. Im Jahr 1994 übernahm O'Quinn eine wiederkehrende Rolle in Earth 2, worauf bald jemand besonderes auf ihn aufmerksam wurde: Chris Carter. Nach Gastrollen in seinem Kulthit The X-Files (1993/2002), besetzte ihn das Mastermind in dem Spin-off Millenium (1996-1999) als mysteriösen Ex-FBI-Agenten Peter Watts. Auch in Carters nächsten Serie Harsh Realm (1999-2000) - wenn auch nur kurzlebig - durfte O'Quinn nicht fehlen.

Dennoch war Terry O'Quinn auch weiterhin fleißig und erschien während dieser Zeit auch weiterhin im Kino, in Filmen wie „Zwielicht“, „Das Attentat“ (1996), natürlich auch in „Akte X - Der Film“ (1998) und „American Outlaws“ (2001). In der Serienwelt brachte sich der vielseitige Schauspieler dann wieder mit einer wiederkehrenden Rolle als Admiral Thomas Boone in J.A.G (1995-2002) in Erinnerung. Dann fiel O'Quinn einem gewissen J.J. Abrams in die Finger und war zunächst als FBI Assistant Director Kendall in Alias (2002-04) mit von der Partie, machte einen Abstecher über Aaron Sorkins The West Wing (2003-04) und landete dann für sechs Jahre lang auf der Insel in Lost (2004-10).

Mit der Rolle des mysteriösen Locke in dem Inseldrama „Lost“ wurde er für seine Mühen belohnt: Von den Zuscha'rn zum Kultstar empor gehoben und von den Fernsehenkritikern mit drei Emmy-Nominierungen und einer Auszeichnung prämiert. Quinn meinte in einem Interview, es fiel ihm leicht Locke zu porträtieren, weil der Charakter ein wenig wie er selbst sei.

Nach einem gescheiterten Piloten („Hallelujah“) im Jahr 2011 übernahm er eine wiederkehrende Rolle als Joe White in Hawaii Five-0 (2011-12) und hat 2012 seiner mysteriösen Ausstrahlung in 666 Park Aven' wieder aller Ehre gemacht. Zudem hat er sich auch für zwei Episoden in Falling Skies wieder dem Sci-Fi zugewandt.

Fakten zu Terry O'Quinn
Fakten zu Terry O'Quinn

5 Facts über Terry O'Quinn

Fakt 1

Terry O'Quinn, der mit dem Thriller „The Stepfather“ seinen Durchbruch feierte, ist im Gegensatz zu dem Serienkiller im Film ein Familienmensch. So hat er selbst zehn Geschwister und ist seit 33 Jahren verheiratet. Er ist Vater zweier Söhne. Seine Ehefrau Lori ist Pferdetrainerin und sie lernten sich am Set des Films „Heaven's Gate“ kennen.

Fakt 2

Der Darsteller lüftete in einem Interview das Geheimnis um das Rauchmonster des Inseldramas Lost: „It looks like a camera on a stick.“ („Es sieht aus wie eine Kamera an einem Stock.“)

Fakt 3

Terry O'Quinn war bereits in der Highschool ein begabter Percussionist und spielt Schlaginstrumente aller Art. Daneben spielt er Gitarre und singt. Insbesondere ist er ein großer Fan von Neil Young und kann ihn gut imitieren.

Fakt 4

Der Schauspieler hat sich für seine Rolle in „Lost“ selbst den Umgang und das Werfen mit einem Jagdmesser beigebracht. Daneben hat er den schwarzen Gürtel in Karate.
Am „Lost“-Set war er zwar stets freundlich, doch unternahm mit seinen Kollegen selten etwas nach Drehschluss um das Mysteriöse an Locke für sie zu wahren. Wenn er übrigens die frei Wahl gehabt hätte, hätte er auch gern Swayer gespielt.

Fakt 5

Terry O'Quinn genießt hohes Ansehen in der Branche. JJ Abrams, der mit O'Quinn bereits für Alias zusammenarbeitete, hat ihm die Rolle von Locke ohne Vorsprechen gegeben. Und auch Chris Carster ist begeistert und verschaffte dem Schauspieler die einzigartige Möglichkeit im The X-Files-Universum in drei verschiedenen Gastrollen aufzutreten. In der Episode „Aubrey“ (2x12) als Lt. Brian Tillman, in „Trust No 1“ (9x6) als Shadow Man und in „Akte X - Der Film“ als Darius Michaud. Zudem besetzte er O'Quinn in seiner Serie Millennium in einer der Hauptrollen und ebenso in seiner letzten Serie Harsh Realm, auch wen diese es nur auf neun abgedrehte Episoden brachte.
Mariano Glas
Mariano Glas
Gründer von Serienjunkies.de und Web/App-Entwickler
Dieser Artikel wurde von Mariano Glas veröffentlicht. Mariano Glas hat über 8.257 Artikel seit Freitag, 21. Februar 2003 bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Mariano Glas

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