Stan Lee

Die Comics von Stan Lee sind weltberühmt und auffällig ist, dass seine erschaffenen Charaktere immer Alliterationen in ihren Namen haben, wie beispielsweise Peter Parker. Fans denken, dass es sich bei dem Grund dafür um ein stark gehütetes Geheimnis handelt, doch tatsächlich nutzt Stan Lee diese Technik nur, um sich selbst besser an die Namen seiner unzähligen Charaktere zu erinnern.

Biografie von Stan Lee

Karriere

Das ganze Leben im Superhelden-Rausch

Bereits als Teenager arbeitet Stan Lee als Kopierassistent bei Timely Productions - die Firma, die später zu Marvel Comics wird. Mit 17 Jahren beginnt Lee, Comics zu veröffentlichen. Somit ist er der jüngste Redakteur in der Comic-Branche. Seine erste Veröffentlichung ist eine Seite in Captain America im Jahr 1941. Hier unterzeichnet er seine Arbeit zum ersten Mal mit seinem Pseudonym.

Im zweiten Weltkrieg wird Lee in die Armee als Bühnenautor eingezogen, von denen es nur eine Handvoll gibt. Er schreibt Anleitungen und Cartoons für seine Kameraden. Nach dem Krieg kehrt er wieder zu Timely Productions zurück. Doch Ende der 60er Jahre will er fast seinen Beruf in der Comic-Branche aufgeben, da neue Zensuren eingeführt werden. Die Regierung ist der Meinung, dass Comics nicht gut für Jugendliche sind.

Er hält jedoch an seinem Traum fest und will die Comic-Welt revolutionieren. Er erschafft 1961 zusammen mit Jack Kirby die „Fantastic Four“. Es folgen unter anderem „Hulk“, „Iron Man“, „Thor“, „X-Men“ und „Spider Man“. Er gibt seinen Charakteren Fehler und Probleme und will, dass sich die Leser mit seinen Figuren identifizieren können. In dieser Art gibt es bis dahin noch keine Superhelden und er ist der Erste, der seine Comics auf diese Weise aufbaut.

Ab den 80er Jahren agiert er als Produzent vieler Marvel-Filme und ist in vielen Cameo-Auftritten zu sehen. So sieht man ihn beispielsweise als Hot Dog Verkäufer in „X-Men“ oder als Barkeeper in „Ant-Man“. Auch in The Big Bang Theory und vielen weiteren Serien spielt er sich selbst. Gerüchten zufolge sollen wegen seines hohen Alters bereits viele weitere Cameo-Auftritte für zukünftige Filme von ihm gefilmt worden sein, um auf Nummer sicher zu gehen.

2002 verklagt Stan Lee Marvel Enterprises auf Schadensersatz. Er will zehn Prozent der Einnahmen haben, die Marvel durch Verfilmungen seiner Charaktere verdient. Das Unternehmen einigt sich mit Lee auf eine Entschädigung in Millionenhöhe. Im gleichen Jahr wird ihm der Saturn Award „The Life Career Award" für sein Lebenswerk verliehen.

In einem Interview verrät Lee, dass er selbst immer die Rolle des J. Jonah Jameson aus „Spider Man“ spielen wollte. Doch als der Film herauskommt, ist er für die Rolle schon zu alt und sie wird mit J.K. Simmons besetzt.

Im Jahr 2016 produziert Lee seine eigene Serie Stan Lee's Lucky Man mit James Nesbitt in der Hauptrolle. In der Krimi-Serie geht es um einen Polizisten, der mit Hilfe eines Armbands sein Glück kontrollieren kann.

Privatleben

Helden leben lange

Im Jahr 1947 heiratet Stan Lee die Schauspielerin Joan Clayton Boocock, die auch später in einigen seiner Produktionen mitspielt. Zusammen haben sie eine Tochter Joan Celia. Die zweite Tochter stirbt bereits drei Tage nach der Geburt. Im Juli 2017 verstirbt Joan wegen Komplikationen eines Schlaganfalls. Sie wird 95 Jahre alt.

Privat gründet Lee 2010 die Stan Lee Foundation, die sich für den Zugang zu Literatur, Bildung und Kunst einsetzt. Zudem spendet er einen Großteil seines Vermögens jahrelang an die Universität in Wyoming.

Mariano Glas
Mariano Glas
Gründer von Serienjunkies.de und Web/App-Entwickler
Dieser Artikel wurde von Mariano Glas veröffentlicht. Mariano Glas hat über 8.318 Artikel seit Freitag, 21. Februar 2003 bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Mariano Glas

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