Sidsel Hindhede

Sidsel Hindhede spielte von 2018 bis 2022 in SOKO Wismar die dänische Austauschpolizistin Stine Bergendal und war danach in Borgen zu sehen. Mit fünf Sprachen im Gepäck hätte sie bei der SOKO vermutlich auch noch den Funkverkehr mit ganz Skandinavien übernehmen können.

Biografie von Sidsel Hindhede

Sidsel Hindhede stammt aus Dänemark und wuchs zweisprachig mit Dänisch und Englisch auf. Ihre Schauspielausbildung absolvierte sie von 2014 bis 2017 an der Københavns Film- & Teaterskole in Kopenhagen.

2019 vertiefte sie ihr Handwerk in einem Workshop bei der amerikanischen Schauspiellehrerin Ivana Chubbuck. Heute lebt und arbeitet sie zwischen Berlin und Kopenhagen und dreht für Produktionen in beiden Ländern.

Kurzfilme und erste Rollen

Ihre ersten Rollen spielte Hindhede in Kurzfilmen. 2017 entstand an der Copenhagen Film & Fotoschool „Barbara“, 2018 folgte die dffb-Produktion „Sunset Peaches“ in Berlin und 2019 der dänische Kurzfilm „Natsværm“.

Im selben Jahr übernahm sie die Hauptrolle der Nathalia in „Fragen und Antworten“. Die Arbeit in kleinen Teams und mit jungen Regisseurinnen begleitet ihre Laufbahn bis heute.

Stine Bergendal in „SOKO Wismar“

Von 2018 bis 2022 spielte Hindhede in SOKO Wismar die dänische Austauschpolizistin Politibetjent Stine Bergendal. Die Figur brachte die Perspektive der skandinavischen Polizei in die Wache und setzte damit eine Tradition der Serie fort, in der immer wieder Gäste aus den Ostseeländern im Team arbeiten.

Bergendal ermittelte an der Seite von Reuter, Pöhlmann und Joost und pendelte sprachlich zwischen Deutsch und ihrer Muttersprache. 2022 verließ sie die Wache wieder in Richtung Heimat.

Von „Borgen“ bis Netflix

Parallel zur SOKO drehte Hindhede in Dänemark. 2022 spielte sie Irmgard Wagner in der Neuauflage des Politdramas Borgen und hatte eine Rolle in der Krimiserie DNA unter der Regie von Fabian Wullenweber.

Im selben Jahr war sie im Netflix-Film „Für Jojo“ als Freja zu sehen. Für Rosa von Praunheims Dokudrama „Rex Gildo“ verkörperte sie die Sängerin Gitte Hænning, die in Deutschland mit Rex Gildo im Duett große Hits hatte.

Dänisches Fernsehen und Kinoprojekte

In der DR-Serie „Carmen Curlers“ spielte Hindhede 2024 die Gisela, in den Dokudramen „Saddams danske gidsler“ (2023) und „En hemmelighed under jorden“ (2026) übernahm sie Hauptrollen. Im deutschen Fernsehen sah man sie in zwei Filmen der Reihe „Unter anderen Umständen“.

Im Kino spielte sie 2024 in „Münter & Kandinsky“ über die Malerin Gabriele Münter. 2026 wurde sie beim Cannes Indie International Film Festival für einen Kurzfilm als beste Darstellerin ausgezeichnet.

Sidsel Hindhede Privatleben

Über ihr Privatleben spricht Hindhede öffentlich nicht. Neben Dänisch und Englisch spricht sie Deutsch, Norwegisch und Schwedisch.

Abseits der Kamera ist sie ausgebildete Sängerin mit Sopranstimme und spielt Gitarre. Für eine Austauschpolizistin aus Skandinavien bringt sie damit sprachlich deutlich mehr mit, als jede Dienstvorschrift verlangen würde.

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