Samuel L. Jackson
Samuel L. Jackson besucht die 30-jährige Jubiläumsvorstellung von Pulp Fiction als Eröffnungsfilm des TCM Classic Film Festivals 2024.
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Samuel L. Jackson

Samuel Leroy Jackson schaut sich seine eigenen Filme gerne an und sagt in einem Interview, dass er es bedauert, nicht auch die Theaterstücke sehen zu können, in denen er auftritt.

Als großer Comic- und Anime-Fan macht es ihm besonderen Spaß, die Actionfiguren seiner Filmcharaktere zu sammeln, darunter Shaft, Mace Windu und Frozone.

Biografie von Samuel L. Jackson

Geboren in Washington D.C., wächst Samuel L. Jackson bei seiner Mutter in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee auf. Seine Mutter Elizabeth Jackson ist Fabrikarbeiterin, später Einkäuferin für eine psychiatrische Anstalt. Einen engen Kontakt hat er als Kind auch zu seiner Großeltern mütterlicherseits. Sein Vater lebt entfernt von der Familie in Kansas City. Samuel L. Jackson trifft seinen Vater nur zweimal bevor dieser an den Folgen seines Alkoholismus stirbt.

Der Schauspieler macht seinen Abschluss an der Riverside High School in Chattanooga. Während seiner Schulzeit spielt er Trompete im Schulorchester. Er meldet sich am Morehouse College in Atlanta an, um Meeresbiologie zu studieren. Er wechselt jedoch bald zu Architektur.

Der junge Jackson stottert und sein Sprachtherapeut schlägt im Zuge der Behandlung vor, an einem Schauspielkurs teilzunehmen. Dieser Besuch ändert seinen Berufswunsch ein weiteres Mal und er wechselt sein Hauptfach zu Schauspiel.

Während seiner Studienzeit beginnt Jackson, sich für die Black Student Bewegung einzusetzen. 1968 nimmt er an der Beerdigung für Martin Luther King als einer der Platzanweiser teil. Im Jahr 1969 nimmt er gemeinsam mit anderen Studenten Mitglieder des Morehouse College-Gremiums als Geiseln auf dem Campus um Änderungen in der Schulordnung durchzusetzen.

Jackson wird dafür zwei Jahre suspendiert und arbeitet in dieser Zeit als Sozialarbeiter in Los Angeles. Als er zurück nach Atlanta kehrt, lernt er weitere Mitglieder der Black Power Bewegung kennen. Doch seine Mutter schickt ihn nach Los Angeles nachdem das FBI ihr sagt, dass ihr Sohn in wenigen Jahren tot sein würde, wenn er sich weiter engagieren würde nachdem die Black Power Bewegung angefangen hat, Waffen zu kaufen.

Karriere

Im Jahr 1972 macht er seinen Abschluss als Bachelor of Arts. Im selben Jahr gibt er sein Filmdebüt in dem Independentfilm „Together for Days“. Es folgt Arbeit für das Fernsehen, darunter Gastauftritte in den Serien The A-Team und Spenser. Daneben übernimmt er verschiedene Bühnenrollen, die er jedoch verliert als er alkoholkrank und kokainabhängig wird.

In dieser frühen Zeit seiner Karriere trifft er auf Morgan Freeman, der eine Mentorrolle für den jungen Schauspieler übernimmt. Außerdem lernt er Spike Lee kennen, der ihm kleine Rollen in verschiedenen Filmen, darunter „School Daze“ und „Do The Right Thing“ gibt. 1990 hat er einen kleinen Auftritt in Martin Scorcseses Film „Goodfellas“. In dieser Zeit arbeitet er drei Jahre auch als Stand-In und Lichtmodel für Bill Cosby in der The Bill Cosby Show.

Nachdem er mehrere Male eine Überdosis Heroin erleben muss, gibt er den Heroinkonsum auf, doch seine Kokainsucht kann er nicht besiegen. Doch seine Familie lässt ihn in eine New Yorker Suchtklinik einliefern, wo er erfolgreich einen Entzug hinter sich bringt. Kurz nach seiner Entlassung aus der Klinik spielt Samuel L. Jackson in dem Film „Jungle Fever“ einen Crack- und Kokainabhängigen. Auf dem Film Festival in Cannes 1991 ist die Jury von der Leistung Jacksons in diesem Film so begeistert, dass sie zu diesem Anlass das erste Mal einen Award für den besten Nebendarsteller vergibt.

Es folgen verschiedene Filme, darunter „Johnny Suede“ (1991), „Fathers & Sons“, „Juice“, „White Sands“ (alle 1992), „Loaded Weapon 1“, „Amos & Andrew“ und „Jurassic Park“ (alle 1993).

Durch seinen Auftritt in dem Thriller „True Romance“ (1993) an der Seite von Dennis Hopper, Christian Slater und Brad Pitt wird Quentin Tarantino auf den Schauspieler aufmerksam und schreibt die Rolle des Jules Winnfield in dem Film „Pulp Fiction“ (1994) speziell für Jackson. Mit dieser Rolle gehen internationaler Ruhm und Kultstatus für den Schauspieler einher. Eine Oscar- und eine Golden Globe-Nominierung sowie der Gewinn eines BAFTA-Award erhält er für diesen Film. Außerdem wird die Figur Jules Winnfield vom britischen Empire Magazine zum zweitcoolsten Filmcharakter aller Zeiten gewählt. Den ersten Platz belegt Tyler Durden (Brad Pitt) aus „Fight Club“ (1999).

Es folgen einige Rollen, die von schlechter Kritik für den Schauspieler begleitet sind. Dazu gehören Jacksons Rollen in den Filmen „Kiss of Death“ und „Losing Isiah“ (beide 1995).

Doch im Jahr 1996 kommt der Film „A Time To Kill“ („Die Jury“) mit Sandra Bullock und Matthew McConaughey in die Kinos und damit kehrt der Erfolg für Samuel L. Jackson zurück. Auch seine Mitarbeit in dem dritten Teil der Die Hard-Reihe mit Bruce Willis, „Die Hard - With A Vengeance“, gibt seinem Ruhm weiteren Antrieb.

Nun folgen Jahre der Hauptrollen für Samuel L. Jackson. So spielt er unter anderem in den Filmen „The Long Kiss Goodnight“ („Tödliche Weihnachten“, 1996) mit Geena Davis, „One Eight Seven“ („187 - Eine tödliche Zahl“), „Eve's Bayou“, „Jackie Brown“ (alle 1997) eine Hauptrolle.

An der Seite von Sharon Stone und Dustin Hoffman übernimmt er 1998 eine Hauptrolle in dem Drama „Sphere“. Große Aufmerksamkeit bekommt er auch seine Rolle in dem Actionfilm „The Negotiator“ („Verhandlungssache“, 1998) mit Kevin Spacey.

Nachdem er in einem Interview erzählt, dass er gerne mit George Lucas arbeiten würde, bekommt er eine Rolle in dem Film „Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung“ angeboten. Später erzählt Jackson, dass er bis zur ersten Kostümprobe nicht wusste, welche Rolle er übernehmen soll. „Ich hätte jede Rolle gespielt, um Teil der Star Wars-Saga zu werden.

Am 13. Juni 2000 bekommt Samuel L. Jackson einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Auf der großen Leinwand setzt er einen Siegeszug mit den Filmen „Rules of Engagement“ („Rules - Sekunden der Entscheidung“) an der Seite von Tommy Lee Jones und dem Action-Remake „Shaft“ (beide 2000) fort.

Weitere Hauptrollen lassen nicht lange auf sich warten, die Filmographie Jacksons beinhaltet unter anderem die Filme „Unbreakable“ (2000), „Caveman's Valentine“, „The 51st State“ (beide 2001) und den Erfolgstriller „Changing Lanes“ („Spurwechsel“, 2002), in dem seine Figur Doyle Gibson einen folgenschweren Autounfall mit Gavin Banek (Ben Affleck) hat.

Im Jahr 2002 kehrt er in seine Rolle Mace Windu zurück und erscheint in „Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger“. Aus einer kleinen Rolle ist in diesem Teil der Saga ein großer Part geworden. Die Farbe seines Lichtschwerts ist lila, eine Farbe, die sich in vielen von Jacksons Figuren auf die eine oder andere Art wiederfindet. Für Mace Windu hat Jackson sich diese Farbe gewünscht obwohl George Lucas ihm sagte, dass Lichtschwerter in der Regel rot oder grün seien.

Die nun folgenden Jahre beinhalten große Rollen in den Filmen „No Good Deed“ (2002) an der Seite von Milla Jovovich, „xXx - Triple X“ mit Vin Diesel, „Basic“ mit John Travolta, „S.W.A.T.“ (beide 2003) mit Colin Farrell sowie „Country of my Skull“ (2004) mit Juliette Binoche.

Das Jahr 2004 sieht Jackson in dem Film „Twisted“, der sich trotz des vielversprechenden Casts, zu dem neben Jackson auch Ashley Judd und Andy Garcia gehören, zu einem Flop entwickelt. Doch mit dem Erfolg des Animationsfilms „The Incredibles“, in dem Jackson der Hauptfigur Frozone seine Stimme leiht, kann er die Erinnerung an den Flop ausmerzen. Im selben Jahr hat er einen Cameo-Auftritt in dem Tarantino-Film „Kill Bill, Vol. 2“.

2005 folgen das Sportdrama „Coach Carter“, die Fortsetzungen-Filme „xXx 2 - The Next Level“, „Star Wars III - Die Rache der Sith“ sowie der Film „The Man“ („Cool & Fool - Mein Partner mit der großen Schnauze“).

An der Seite von Julianne Moore spielt er 2006 in dem Drama „Crimeland“, außerdem erscheint er in diesem Jahr in den Filmen „Snakes on a Plane“, „Black Snake Moan“ und „Home of the Brave“.

Auch 2007 bleibt der Schauspieler alles andere als untätig, die Filme „Resurrecting the Champ“, „1408“ und „Cleaner“ kommen in die Kinos und zeigen Jackson jeweils in einer Hauptrolle. „Jumper“, „Lakeview Terrace“, „Soul Men“, „The Spirit“ sind die Filme des Jahres 2008 für den Hollywoodstar.

Eine weitere Zusammenarbeit mit Quentin Tarantino folgt 2009, wo er in mehreren Sequenzen des Film „Inglourious Basterds“ als Erzähler zu hören ist.

Als Nick Fury tritt er 2010 in dem Superhelden-Film „Iron Man 2“ auf. Mit dieser Figur ist er auch in anderen Filmen zu sehen, darunter „Captain America: The First Avenger“ (2011) und „Marvel's The Avengers“ (2012).

Außerdem ist er mit den Filmen „Unthinkable“ und „The Other Guys“ („Die etwas anderen Cops“, beide 2010), „The Samaritan“, „Meeting Evil“ (beide 2012) im Kino zu Gast.

Im Dezember 2012 kommt der Tarantino-Film „Django Unchained“ in die amerikanischen Kinos. Samuel L. Jackson spielt darin an der Seite von Jamie Foxx, Leonardo DiCaprio und Christoph Waltz. Anschließend erscheint er in den Filmen „Oldboy“, „Reasonable Doubt“ sowie das Remake „RoboCop“.

Seine Figur Nick Fury soll noch weiterhin auf der Leinwand auftauchen, so in den Filmen „The Return of the First Avenger“,„The Avengers 2“ und „Captain Marvel“.

Privatleben

Privat läuft es für Samuel L. Jackson mittlerweile ähnlich erfolgreich wie beruflich. 1980 heiratet er die Schauspielerin LaTanya Richardson, die er während seiner College-Zeit kennenlernt. Im Jahr 1982 wird die gemeinsame Tochter Zoe geboren.

Samuel L. Jackson spielt leidenschaftlich Golf. Er hat einmal sogar Tiger Woods in San Andrew geschlagen. Er hat dieses Gerücht im März 2022 in der Late-Show „The Tonight Show“ bestätigt.

Außerdem ist Samuel L. Jackson Vegetarier. Er lebt in Beverly Hills, zu seinen Nachbarn gehören Denzel Washington, Eddie Murphy, Sylvester Stallone und Mariah Carey.

Mariano Glas
Mariano Glas
Gründer von Serienjunkies.de und Web/App-Entwickler
Dieser Artikel wurde von Mariano Glas veröffentlicht. Mariano Glas hat über 8.319 Artikel seit Freitag, 21. Februar 2003 bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Mariano Glas

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