Im Jahre 1991 gab Ryan Reynolds sein Schauspieldebüt in der in Kanada produzierten Teenager-Soap Hillside. Er verkörperte die Figur des Billy Simpson, eine Rolle, die sein Talent unter Beweis stellte und den Grundstein für seinen späteren Erfolg legte. Obwohl die Serie alsbald abgesetzt wurde, erregte Reynolds' Leistung die Aufmerksamkeit von Produzenten und Regisseuren und öffnete ihm Türen in der Welt der Schauspielerei.
Die Karriere von Ryan Reynolds gewann in den späten 1990er Jahren an Schwung, als er in verschiedenen Fernsehserien in Gastauftritten zu sehen war. Er spielte in The Outer Limits, und The X-Files mit. Mit der Serie Two Guys And A Girl hatte er eine erste Hauptrolle in einer Fernsehserie. Es war seine Rolle als Michael „Berg“ Bergen, die ihn ins Rampenlicht katapultierte. In der Sitcom, die von 1998 bis 2001 lief, konnte Reynolds sein komödiantisches Timing und seinen Charme unter Beweis stellen, was ihm eine treue Fangemeinde einbrachte und von der Kritik gelobt wurde.
Während das Fernsehen Reynolds Anerkennung einbrachte, begann er sich auch in der Filmindustrie einen Namen zu machen. Im Jahr 1998 spielte er die Hauptrolle in dem Independent-Film „Coming Soon“, in dem er die Figur des Henry Lipschitz verkörperte, eines Teenagers, der sich mit den Komplexitäten von Liebe und Freundschaft auseinandersetzt.
Im Jahr 2002 spielte Ryan Reynolds an der Seite von Michael Douglas in dem Psychothriller „The In-Laws“. Im selben Jahr spielte er in der romantischen Komödie „Van Wilder: Party Liaison“, die zu einem Kultklassiker wurde und seinen Status als Hauptdarsteller in diesem Genre festigte.
Als seine Popularität wuchs, erweiterte Ryan Reynolds sein Repertoire, indem er sich in verschiedenen Genres versuchte. Im Jahr 2004 spielte er in dem Actionfilm „Blade: Trinity“ die Rolle des Vampirjägers Hannibal King.
Im Jahr 2005 übernahm Reynolds eine dramatischere Rolle in dem Independent-Film „The Amityville Horror“, einem Remake des Horror-Klassikers. Mit seiner Darstellung von George Lutz, einem von übernatürlichen Kräften geplagten Ehemann, stellte er seine Fähigkeit unter Beweis, das Publikum in intensiven und spannenden Situationen zu fesseln. Der Erfolg des Films festigte Reynolds' Ruf als vielseitiger Schauspieler, der eine breite Palette von Rollen übernehmen kann.
Der Durchbruch gelang Ryan Reynolds 2009 mit der Rolle des Wade Wilson alias Deadpool im Superheldenfilm „X-Men Origins: Wolverine“. Während der Film selbst gemischte Kritiken erhielt, traf Reynolds' Darstellung des Söldners mit dem sarkastischen Sinn für Humor den Nerv des Publikums. Sein kurzer, aber denkwürdiger Auftritt als „Deadpool“ legte den Grundstein für den zukünftigen Erfolg der Figur und bereitete die Bühne für Reynolds' eigenen Soloauftritt als geliebter Antiheld.
Im Jahr 2016 erreichte Reynolds' Karriere mit der Veröffentlichung von „Deadpool“, einem mit Spannung erwarteten eigenständigen Film, der auf der Marvel-Comic-Figur basiert, neue Höhepunkte. Reynolds spielte nicht nur die titelgebende Figur, sondern fungierte auch als Produzent und zeigte damit sein Engagement und seine Leidenschaft für das Projekt. Der Film wurde ein riesiger Erfolg, der von der Kritik gelobt wurde und an den Kinokassen zahlreiche Rekorde brach.